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Aktuelle Informationen aus Elbenau und Umgebung – 2020

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14.01. Sturmschaden am Radweg

Beim leichten Sturm gestern abend brach eine 70 Zentimeter dicke Ulme in fünf Meter Höhe ab und stürzte auf den Radweg zwischen Elbenau und Grünewalde, etwa dort wo die Kapstraße Richtung Randau abzweigt. Bis heute vormittag war der Baum noch nicht weggeräumt. An der Abbruchstelle hatte der Stamm immer noch etwa 50 Zentimeter Durchmesser, das Gewicht des herabfallenden Baumes hätte also Radfahrer oder Fußgänger auf dem Weg schwer verletzen können, wenn nicht gar noch schlimmeres. Da der Weg von vielen Elbenauern benutzt wird, auf dem Weg zur Arbeit, zur Schule oder zum Spazieren, sollte dringend die Verkehrssicherheit des Weges in Augenschein genommen werden. Die Stadt ist bereits informiert.
Baum auf Radweg Baum auf Radweg

Viele Bäume geschädigt

Dass es um den Wald schlecht bestellt ist, ist durchaus schon länger bekannt. Im Bewusstsein der Elbenauer wie auch der Grünewalder und Schönebecker gehört der Wald des Nachtigallenstieges aber immer noch zur Grünen Lunge der Stadt, zur naheliegenden Möglichkeit zum Spazierengehen, zur Erholung in der Natur. Indes sind viele Bäume durch den Klimawandel geschädigt. Die Wärme der letzten Jahre traf auf zurückgehende Grundasserstände und schwächte die Bäume. Vor allem die Eschen sind durch Pilze geschädigt. Aber auch der auf den Radweg gestürzte Baum war bereits von Pilzen befallen. Die Bruchstelle zeigt die Vorschädigung (Foto links). Das Holz besaß keine Festigkeit mehr – es war also nur noch eine Frage der Zeit, bis der Baum abbrach. Und leider stehen am Radweg weitere geschädigte Bäume. Der Landesforst Sachsen-Anhalt hat deswegen an allen Waldwegen um Elbenau herum Warnschilder befestigt, die auf die Gefahr hinweisen (Foto rechts, anklicken zum vergrößern). Es wird darauf auf die "aufgrund der anhaltenden Trockenheit" absterbenden Bäume hingewiesen und "für unbestimmte Zeit" empfohlen, vom Betreten der Wälder und der Waldwege abzusehen. Der Forstbetrieb ist damit aus der Haftung.
Baum auf Radweg Warnschild

Unklarer Status des Weges

Hier ergibt sich ein grundsätzliches Problem. Bei Wäldern ist klar, dass man sich dort in Acht nehmen, sich eigenverantwortlich verhalten muss. Beim Weg nach Grünewalde aber handelt es sich um einen Weg mit Verkehrsbedeutung. Der Weg liegt jedoch im Eigentum des Landesforstes und ist aus dessen Sicht ein normaler Forstweg, der einer geringeren Verkehrssicherungspflicht unterliegt. Die Straße nebenan ist die Kreisstraße K1296, für diese ist ganz klar der Salzlandkreis zuständig. Für den Wald weg aber nicht. Für die Elbenauer ist der Weg neben der Straße aber "ihr" Radweg in die Stadt. Jedoch weder Kreis noch Stadt fühlen sich zuständig und sind es dem Gesetz nach auch nicht. Immerhin wurde der Weg mit städtischer Unterstützung ab und zu freigeschnitten und die Oberfläche instandgehalten. Eine schnelle Lösung ist nicht in Sicht.

Schäden der Wälder in der Elbaue sind Thema in "MDR um vier"

Passend zum konkreten Schaden kam gerade vor wenigen Tagen im MDR ein Beitrag, in dem Jens Dedow, Revierleiter des Forstreviers Elbaue, mit dem Filmteam durch die Wälder irgendwo zwischen Elbenau und der Elbe läuft und die Ursachen des schlechten Zustandes vieler Bäume erklärt: "Es sieht so aus, dass hier in der Elbaue ein Viertel bis zur Hälfte unserer Bestände stark von Absterbeerscheinungen betroffen ist". Besonders betroffen: die Eschen. "Das Eschentriebsterben wird verursacht von einem kleinen Pilz, dem weißen Stengelbecherchen, hinzu kommt die Trockenheit, und wenn kein Saftfluss mehr vorhanden ist, kann sich der Baum nicht mehr wehren". Und dann kommt der Eschenbastkäfer (wie mir eine Forstwissenschaftlerin erklärte: jeder Baum hat seine eigenen Schädlinge, so wie der Borkenkäfer an den Fichten im Harz) und erledigt den Rest. Dem Forstmann ist die Verzweiflung über den Zustand des Waldes anzuhören, wenn er feststellt: "es ist unser klimastabiler Mischwald, der uns gerade vor unseren Augen wegstirbt". Aufgeforstet wird überwiegend mit Eichen. Aber auch mit anderen Baumarten wie Schwarzpappel oder Schwarznuss wird versucht, einen gesunden Baumbestand zu erreichen. In der Hoffnung, dass die jungen Bäume bis in tiefere Wasserschichten Wurzeln schlagen. Der Fernsehbeitrag ist noch bis zum 7. Februar in der MDR-Mediathek zu sehen.

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