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Veranstaltungen

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Aktuelle Informationen aus Elbenau und Umgebung – 2021

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13.02. Schneefeuerwerk

Schneefeuerwerk Mpemba-Effekt
Heute morgen war es nach einer klaren Nacht minus 15 Grad kalt. Auf freiem Feld zwischen Elbenau und Grünewalde zeigte das Thermometer sogar minus 17 Grad an. Gelegenheit für ein physikalisches Experiment: den Mpemba-Effekt. Nach einer etwas unglaublich klingenden Theorie gefriert heißes Wasser schneller als kaltes und warum das so ist, ist nicht völlig geklärt. Es kann was mit der Verdunstungskälte zu tun haben, mit gelösten Gasen oder den im Wasser enthaltenen Carbonaten. Genau weiß es keiner. Für einen optisch sehr schönen Versuch wird heißes Wasser mit Schwung in die kalte Winterluft geschleudert und kommt dann zu Schnee gefroren herunter. Im Gegenlicht der tiefstehenden Morgensonne ergaben sich eindrucksvolle Wolken aus Wasser, Dampf und Eiskristallen.

11.02. Elbenauer Kirche in der Blauen Stunde

Elbenauer Kirche in der Blauen Stunde
Die schneebedeckte Elbenauer Kirche, fotografiert in der Blauen Stunde zwischen Tag und Nacht, irgendwann nach Sonnenuntergang, wenn das Abendrot verblasst und allmählich das Blau der Nacht das Licht bestimmt. Eines der wenigen vorbeikommenden Autos zog eine lange Lichtspur durch das mit einer Langzeitbelichtung aufgenommene Bild. Beim Fotografieren in frostiger Stunde bei minus 6 Grad wurden die Finger bald starr vor Kälte.

09.02. Skifahren in Elbenau

Skifahren in Elbenau
Der Schneefall der vergangenen Tage hat das Flachland in so etwas wie ein kleines Wintersportparadies verwandelt. Die Zeiten, da es nur ein paar Kilometer weiter eine Sprungschanze gab, sind zwar lange vorbei. Und rodeln kann man hier nur auf ein paar kleinen Hügeln wie in Elbenau auf "Hoffmanns Berg". Dies ist vor allem etwas für Eltern mit ihren Kindern. Aber Skilaufen kann man ganz bei 30 Zentimeter Schnee und auch tagsüber kräftigem Frost ganz passabel. Schon am Sonntag waren die ersten Elbenauer auf Ski zu sehen. Auch wenn man jetzt nicht in die gerade begonnenen Winterferien fahren kann, muss man eben auf den Wintersport noch lange nicht verzichten. Dies dachten sich auch diese drei jungen Leute aus Grünewalde, die sich heute ihre Langlaufski anschnallten und bis nach Elbenau fuhren.

08.02. Schwere Technik im Einsatz

Heute schneite es weiter. Nicht so viel wie am Sonntag, aber immerhin kamen weitere 9 Zentimeter Pulverschnee vom Himmel. Insgesamt sind es jetzt also 29 Zentimeter Schnee. Pulverschnee ist leicht, deshalb waren es im aufgetauten Zustand nur 6,5 l/m², die in die Niederschlagsmessung eingehen.
Aber auch Pulverschnee hindert am Fahren. Und nachdem es in der Neuen Straße nicht mehr weiterging, rief Feuerwehrmann Marcel Ohle auf kurzem Dienstweg den Elbenauer Landwirt an. Dieser kam mit seinem 90 kW starken Radlader und ruckzuck war mit der 2,24 Meter breiten Schaufel der Schnee weggeräumt. So kann Nachbarschaftshilfe auch gehen.

07.02. Flockdown – Elbenau versinkt im Schnee

Schnee schippen
Die Überschrift hätte wohl genauer "Elbenau versinkt (nicht ganz) im Schnee" lauten müssen, denn das in vielen Medien angekündigte Schneechaos (in einer Nachrichtensendung war vom "Flockdown" die Rede) trat jedenfalls hier in Elbenau nicht in vollem Ausmaß ein. Statt 40 waren es etwa 20 Zentimeter Neuschnee. Der Schnee kam allerdings mit einem scharfen Ostwind daher, der ihn beinahe wagerecht fallen ließ und für Schneeverwehungen sorgt. Den ganzen Tag über schneite es beinahe ununterbrochen. Und so sah man immer wieder Elbenauer mit Schneeschiebern, die die Gehwege vor ihren Häusern von Schnee befreiten. Teilweise wurde der Schnee sogar mit Schubkarren abtransportiert, weil die Schneehaufen auf der Fahrbahn sonst zu groß geworden wären.
Sogar Wintersport wurde möglich – man sah einzelne Elbenauer mit Skiern an den Füßen durch den Wald laufen. Wegen des starken Schneefalls waren kaum Autos unterwegs, die Winterwanderer hatten die Straßen für sich. Der eisige Wind machte das Wandern allerdings ein wenig unangenehm. Der Wind peitschte die Flocken ins Gesicht und aus den sechs grad Minus wurden durch die zusätzlich kühlende Wirkung des Windes ("Windchill") etwa minus zwölf Grad.
Die letzten Jahre über gab es nur vereinzelt Schnee. Das letzte Mal Schnee in diesem Ausmaß liegt schon zehn Jahre zurück: im Dezember 2010 fielen insgesamt 53 Zentimeter Schnee. Damals hingen an vielen Dächern lange Eiszapfen, weil sich durch die isolierende Wirkung des Schnees die Null-Grad-Grenze vom Dach in die Schneeschicht verlagert hatte, auf den Dächern der Schnee zum Teil schmolz und in den Regenrinnen nicht abfließen konnte.
Winter in Elbenau Winter in Elbenau
Winter in Elbenau Winter in Elbenau
Winter in Elbenau Winter in Elbenau

06.02. Beim Schneefeegen: auch die Hydranten freihalten

Angesichts der in der Nacht und morgen zu erwartenden Schneefälle wies die Freiwillige Feuerwehr Elbenau darauf hin, beim Schneefegen auch die Unterflurhydranten von Schnee zu räumen. Zu erkennen und zu finden sind die ovalen Stahlgussdeckel der Hydranten an roten Hinweisschildern. Im nebenstehenden Foto ist die Bedeutung der Zahlen auf den Schildern erklärt. Im Beispiel steht in der Mitte unter dem "T" eine 4,0 und rechts eine 4,9. Das bedeutet, dass der Hydrant in einer Entfernung von 4,00 Meter vor dem Schild und 4,90 Meter rechts vom Schild zu finden ist.
Die Kameraden der Jugendfeuerwehr haben auch in diesem Herbst jeden der Elbenauer Hydranten auf seine Funktion getestet und mit einer Plastefolie dafür gesorgt, dass sich der Deckel auch bei Frost öffnen lässt. Ein Freihalten von Schnee hilft im Fall eines Brandes, den Hydranten auch tatsächlich schnell auffinden und in Betrieb nehmen zu können. Wenn erst noch Schnee geschaufelt werden muss, könnten wertvolle Minuten vergehen, bis die Feuerwehr das Löschwasser entnehmen kann. Also schauen Sie am besten selbst vor Ihren Häusern, ob und wo sich dort ein Hydrant befindet.

05.02. Bäume fallen am Nachtigallenstieg

In der letzten Januarwoche kreischten Kettensägen im Nachtigallenstieg, dem Wald zwischen Elbenau und Grünewalde. Bereits vor einigen Monaten wurden Teilflächen des Waldes gefällt, um sie neu aufzuforsten. Diesmal geht es bei den Arbeiten um die Sicherheit der Kreisstraße von Grünewalde nach Elbenau und des Radweges, der im Wald parallel zur Straße verläuft. Gerade erst zwei Wochen zuvor war ein dicker Baum direkt auf den Radweg gestürzt. Mehrere weitere sind selbst von interessierten Laien als gefährdet anzusehen.
Baumarbeiten im Wald bei Elbenau
Nun ist der Radweg schon immer ein Thema ständigen Anstoßes der Elbenauer. Er war schon seit Jahrzehnten der Schulweg der Grünewalder Kinder, er ist der Weg auf dem viele Radfahrer in die Stadt fahren. Aber er ist auch sehr weit von den Standards eines Radweges entfernt. Die Stadt Schönebeck ist froh, überhaupt einen Weg zu haben (und kümmert sich auch gelegentlich um das Freischneiden des Weges). Der Salzlandkreis, dem die Straße gehört, hat kein Geld, einen ordentlichen Weg an der Straße entlang zu bauen. Bleibt noch der Eigentümer des Waldes. Das ist der Landesforstbetrieb. Und für diesen ist der Wald zunächst ein Forstweg, mit einer entsprechend dem Waldgesetz eingeschränkten Verkehrssicherungspflicht.
Die Wälder um Elbenau herum liegen im Forstrevier "Elbaue". Revierleiter Jens Dedow hat wegen der Vielzahl geschädigter Bäume jetzt eine Firma aus Schopsdorf mit der Fällung aller Bäume beauftragt, die wegen mangelnder Standsicherheit auf den Radweg stürzen könnten. Und das sind beachtlich viele, wie die bereits entstandenen Lücken zeigen. "Von weitem sehen die Bäume vielleicht noch gut aus", erklärt der Vorarbeiter, "aber von nahem sieht man schon die Bohrlöcher in der Rinde und untendrunter die Fraßgänge von Käfern. Und in der Krone fallen die toten Äste auf. Da ist nicht mehr viel zu retten", sagt der Fachmann. Und weist darauf hin, dass sich viele der Bäume zum Weg hin neigen: "die sind zum Licht hin gewachsen". Also noch mehr Gefahr, dass geschwächte Bäume auf den Weg stürzen würden.
Die Neigung der Bäume ist auch Grund für die Fäll-Technologie. Ein Forstarbeiter steigt mit einer Leiter am Baum hinauf, befestigt dort eine Seilschlinge. Das Seil führt in den Wald hinein zu einer motorbetriebenen Winde. Die Säge kreischt, die Winde zieht den Baum beim Fallen vom Weg weg. Fertig. Wieder ein Baum weniger.
Baum Fällen nahe Elbenau

Elbenauer Waldschadensbericht

Und wie geht es nun weiter, frage ich Jens Dedow und seine Antwort ist dann ein wenig wie ein Waldschadensbericht. "Erst mal geht es uns hier nur um die Verkehrssicherheit und um den zur Straße gelegenen Teil des Waldes", sagt er, "aber wir müssen uns irgendwann auch den Rest des Waldes vornehmen". Nun ist ja bereit kurz vor Grünewalde ein Stück Wald fast kahl geschlagen und neu bepflanzt. Müssen wir damit rechnen, dass das so weitergeht? "Da muss man leider von ausgehen", antwortet Dedow. "Der Wald ist in einem katastrophalen Zustand. Die Eichen leiden seit den letzten Sommern unter Wassermangel und am Hitzestress, dann kommen noch Käfer dazu, der Wald ist in seiner Funktion nicht mehr gegeben. Sie haben ja schon gesehen, wie Bäume 'einfach so' umfallen. Die Kronen können wir uns anschauen, aber wir können nicht absehen, wie es im Wurzelbereich aussieht."
Eigentlich doch Eichen in der Elbaue zu Hause und robuste Bäume, was ist da passiert? "Die alten Eichen sind nicht mehr in der Lage, mit ihren Wurzeln in tieferer Richtung an das Grundwasser zu kommen", sagt Jens Dedow und erklärt das für Laien am Beispiel eines Blumenstraußes: "Das können die schönsten Blumen sein, aber wenn das Wasser weg ist, dann hängen die Köpfe und das wird dann auch nichts mehr".
Und werden wenigstens einige Bäume stehengelassen? "Das ist ein Abwägungsprozess, wir schauen uns die Bäume natürlich an. Und wir warten auch erst mal, ob vielleicht doch wieder etwas Grundwasser zurückkommt. Aber ich habe meine Zweifel, ob es die stark geschädigten Bäume schaffen." Bei einigen Bäumen hat es aber auch mit Naturschutzgründen zu tun, dass sie stehenbleiben. "Wir haben hier unter anderem den Heldbockkäfer und der ist streng geschützt". Der Heldbock oder Großer Eichenbock ist einer der größten in Deutschland vorkommende Käfer, er befällt vor allem absterbende Stieleichen, für einen gesunden Bestand ist er eher keine Gefahr. Beim Thema Käfer kommt Dedow auch auf die Vermarktung des Holzes zu sprechen: "Die Borkenkäfer sind da unbedeutend. Aber wir haben hier auch Schäden durch den Werftkäfer, der am Holz von Schiffen große Schäden anrichtet, aber auch an Bäumen, wo er nicht nur unter der Rinde, sondern von außen bis ganz nach innen Gänge bohrt. Das Holz ist dann eigentlich nicht mehr zu verbrauchen und beinahe wertlos". Was darauf hindeutet, dass die Bäume nicht vorrangig gefällt werden, um damit Geld zu machen.

02.02. Wetterrückblick Januar: Erst nieselig, dann kurzer knackiger Winter

Winter in Elbenau
Niederschlag:
Summe: 40 mm (davon 17 cm Schnee)
Maxima:
8,0 mm/d am 30.01.
1,9 mm/h am 19.01.
Niederschlagstage: 22 Tage (davon 6 Tage mit Schneefall)

Temperatur:
max. + 10,9 °C am 21.01.
min. - 8,9 °C am 31.01.
Mittelwert + 1,4 °C
Frosttage: 13
Eistage: 4

Der Januar begann mild, aber gleich am 3. Januar kamen 3 Zentimeter Schnee vom Himmel, auch am 9. Januar noch einmal. Allerdings bei Temperaturen, bei denen der Schnee nicht lange liegenblieb. Die erste Hälfte des Monats lagen die Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt. Nach ein paar frostigen Tagen wurde es nochmal warm, bevor dann Ende des Monats ein kurzer, aber kräftiger Kälteeinbruch kam. Nachttemperaturen von knapp zehn Grad unter Null (auf freiem Feld sogar -15 Grad) ließen die Gewässer zufrieren. Immerhin 5 Zentimeter war das Eis auf der Alten Elbe dick.

Der Januar war mit 22 Niederschlagstagen ein feuchter Monat, meist waren es aber nur wenige Millimeter. Mehr wurde es erst an den beiden Schneetagen Ende des Monats. In der Summe reichte es dann, um beinahe an den Januar-Durchschnitt heran zu kommen.

31.01. Erste Kraniche fliegen gen Norden

Am Morgen des 31. Januar, bei Schnee und minus acht Grad, flog ein Schwarm von etwa 70 Kranichen über uns hinweg nach Nordosten, unverkennbar an ihren typischen Rufen. Kraniche? Um diese Zeit? Vogelexperte Paul Dörfler bestätigte: "Ein Teil der Kraniche fliegt tatsächlich schon jetzt in Richtung ihrer nördlichen Heimat. 'Meine' Kraniche fliegen neuerdings, seit zwei Jahren, überhaupt nicht mehr weg. 'Wozu nach Spanien, wenns hier auch was zu futtern gibt und der Winter eh ausfällt?' werden sie sich wohl denken."

30.01. Schneekünstler

Über Nacht hat es geschneit, eine zehn Zentimeter dicke Schneedecke lud heute ein zur Winterwanderung, zum Schlittenfahren – und zum Schneemann bauen. Dies taten auch Johannes und Julia Gürtler aus Elbenau. Sie bauten aber nicht den klassischen Schneemann aus drei Kugeln. Ein Schnee-Bauer sitzt am Wegesrand, ruht sich von der Arbeit aus, die Hacke noch in der Hand, die Gummistiefel an den Füßen – und den Adventskranz als Hut auf dem Kopf.

24.01. Landrats-Wahl: In Elbenau liegt Amtsinhaber Markus Bauer vorn

Wahllokal mit Maskenpflicht
Nichts ungewohntes mehr: bei der Landratswahl galt Maskenpflicht. Deshalb sahen die Wahlhelferinnen und ebenso auch die Wählerinnen und Wähler so wie auf der Grafik an der Eingangstür aus. Bis zur Schließung des Wahllokals um 18 Uhr hatten 129 Wähler ihre Stimme abgegeben. Bis zum Mittag waren etwas weniger als die Hälfte der Stimmen im Kasten. In Elbenau gibt es aktuell 451 Wahlberechtigte (Einwohner ab 16 Jahren). Davon hatten 39 einen Wahlschein für die Briefwahl beantragt. Für die verbleibenden Wähler ergibt sich eine Wahlbeteiligung von nur 31,3 Prozent. (Wenn man davon ausgeht, dass die Briefwähler diese Möglichkeit auch genutzt haben, dann wären es für Elbenau 37,2 Prozent). Bei der Oberbürgermeisterwahl im Oktober letzten Jahres lag die Wahlbeteiligung noch bei 50 Prozent. Ob das Interesse geringer war oder die neue Corona-Welle und die Furcht vor einer Ansteckung zur Abnahme der Wählerzahlen führten, wird wohl keiner genau sagen können.
Die Stimmauszählung verlief wieder reibungslos. Schon um 18:08 Uhr lag das Ergebnis vor und um 18 gelang es, telefonisch zum Wahlleiter durchzukommen, um die Ergebnisse aus Elbenau zu melden:
Bewerber  Stimmen  Stimmanteil 
Markus Bauer (SPD)   67  54,03 %
Dr. Alexander Goebel (CDU)   57 45,97 % 
ungültige Stimmen     5  

In Elbenau, wo das Wahlergebnis meist zugunsten der CDU ausfällt, liegt der Amtsinhaber Markus Bauer deutlich vor seinem Herausforderer. Das dürfte ein Zeichen für das erst am Abend erwartete Ergebnis sein.

Diesmal geht ein besonders herzlicher Dank an die Wahlhelferinnen, die nicht nur den Sonntag für die Durchführung der Wahl geopfert haben, sondern dies auch unter erschwerten Bedingungen taten – die gesamte Zeit mit Maske und immer mit dem Desinfizieren von Stiften und gelegentlich auch der Wahlkabinen beschäftigt.

Das Ergebnis für die gesamte Stadt Schönebeck sah dann ziemlich genau so aus wie zuvor bereits in Elbenau:
Bewerber  Stimmanteil 
Markus Bauer (SPD)  55,57 % 
Dr. Alexander Goebel (CDU)  44,43 %
Die Wahlbeteiligung im gesamten Gebiet der Stadt Schönebeck betrug nur 20,47 Prozent.

Im gesamten Salzlandkreis ergab sich ein deutlicherer Vorsprung des Amtsinhabers, bei 22,07 Prozent Wahlbeteiligung:
Bewerber  Stimmanteil 
Markus Bauer (SPD)  65,16 % 
Dr. Alexander Goebel (CDU)  34,84 %

Mit diesem eindeutigen Ergebnis bleibt Markus Bauer Landrat des Salzlandkreises.

14.01. Sturmschaden am Radweg

Beim leichten Sturm gestern abend brach eine 70 Zentimeter dicke Ulme in fünf Meter Höhe ab und stürzte auf den Radweg zwischen Elbenau und Grünewalde, etwa dort wo die Kapstraße Richtung Randau abzweigt. Bis heute vormittag war der Baum noch nicht weggeräumt. An der Abbruchstelle hatte der Stamm immer noch etwa 50 Zentimeter Durchmesser, das Gewicht des herabfallenden Baumes hätte also Radfahrer oder Fußgänger auf dem Weg schwer verletzen können, wenn nicht gar noch schlimmeres. Da der Weg von vielen Elbenauern benutzt wird, auf dem Weg zur Arbeit, zur Schule oder zum Spazieren, sollte dringend die Verkehrssicherheit des Weges in Augenschein genommen werden. Die Stadt ist bereits informiert.
Baum auf Radweg Baum auf Radweg

Viele Bäume geschädigt

Dass es um den Wald schlecht bestellt ist, ist durchaus schon länger bekannt. Im Bewusstsein der Elbenauer wie auch der Grünewalder und Schönebecker gehört der Wald des Nachtigallenstieges aber immer noch zur Grünen Lunge der Stadt, zur naheliegenden Möglichkeit zum Spazierengehen, zur Erholung in der Natur. Indes sind viele Bäume durch den Klimawandel geschädigt. Die Wärme der letzten Jahre traf auf zurückgehende Grundasserstände und schwächte die Bäume. Vor allem die Eschen sind durch Pilze geschädigt. Aber auch der auf den Radweg gestürzte Baum war bereits von Pilzen befallen. Die Bruchstelle zeigt die Vorschädigung (Foto links). Das Holz besaß keine Festigkeit mehr – es war also nur noch eine Frage der Zeit, bis der Baum abbrach. Und leider stehen am Radweg weitere geschädigte Bäume. Der Landesforst Sachsen-Anhalt hat deswegen an allen Waldwegen um Elbenau herum Warnschilder befestigt, die auf die Gefahr hinweisen (Foto rechts, anklicken zum vergrößern). Es wird darauf auf die "aufgrund der anhaltenden Trockenheit" absterbenden Bäume hingewiesen und "für unbestimmte Zeit" empfohlen, vom Betreten der Wälder und der Waldwege abzusehen. Der Forstbetrieb ist damit aus der Haftung.
Baum auf Radweg Warnschild

Unklarer Status des Weges

Hier ergibt sich ein grundsätzliches Problem. Bei Wäldern ist klar, dass man sich dort in Acht nehmen, sich eigenverantwortlich verhalten muss. Beim Weg nach Grünewalde aber handelt es sich um einen Weg mit Verkehrsbedeutung. Der Weg liegt jedoch im Eigentum des Landesforstes und ist aus dessen Sicht ein normaler Forstweg, der einer geringeren Verkehrssicherungspflicht unterliegt. Die Straße nebenan ist die Kreisstraße K1296, für diese ist ganz klar der Salzlandkreis zuständig. Für den Wald weg aber nicht. Für die Elbenauer ist der Weg neben der Straße aber "ihr" Radweg in die Stadt. Jedoch weder Kreis noch Stadt fühlen sich zuständig und sind es dem Gesetz nach auch nicht. Immerhin wurde der Weg mit städtischer Unterstützung ab und zu freigeschnitten und die Oberfläche instandgehalten. Eine schnelle Lösung ist nicht in Sicht.

Schäden der Wälder in der Elbaue sind Thema in "MDR um vier"

Passend zum konkreten Schaden kam gerade vor wenigen Tagen im MDR ein Beitrag, in dem Jens Dedow, Revierleiter des Forstreviers Elbaue, mit dem Filmteam durch die Wälder irgendwo zwischen Elbenau und der Elbe läuft und die Ursachen des schlechten Zustandes vieler Bäume erklärt: "Es sieht so aus, dass hier in der Elbaue ein Viertel bis zur Hälfte unserer Bestände stark von Absterbeerscheinungen betroffen ist". Besonders betroffen: die Eschen. "Das Eschentriebsterben wird verursacht von einem kleinen Pilz, dem weißen Stengelbecherchen, hinzu kommt die Trockenheit, und wenn kein Saftfluss mehr vorhanden ist, kann sich der Baum nicht mehr wehren". Und dann kommt der Eschenbastkäfer (wie mir eine Forstwissenschaftlerin erklärte: jeder Baum hat seine eigenen Schädlinge, so wie der Borkenkäfer an den Fichten im Harz) und erledigt den Rest. Dem Forstmann ist die Verzweiflung über den Zustand des Waldes anzuhören, wenn er feststellt: "es ist unser klimastabiler Mischwald, der uns gerade vor unseren Augen wegstirbt". Aufgeforstet wird überwiegend mit Eichen. Aber auch mit anderen Baumarten wie Schwarzpappel oder Schwarznuss wird versucht, einen gesunden Baumbestand zu erreichen. In der Hoffnung, dass die jungen Bäume bis in tiefere Wasserschichten Wurzeln schlagen. Der Fernsehbeitrag ist noch bis zum 7. Februar in der MDR-Mediathek zu sehen.

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Stand der Bearbeitung: (siehe Datum der jeweils oben stehenden aktuellsten Einträge)