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Veranstaltungen

Termine für aktuelle und für regelmäßig stattfindende Veranstaltungen in Elbenau finden Sie hier.

Aktuelle Informationen aus Elbenau und Umgebung – 2017

Archivierte Informationen aus den Vorjahren: 2016 2015 2014 2013 2012 2011 2010 2009 2008 2007 2006

05.10. Sturm "Xavier" deckt Dach der Getreidehalle ab.

Am Nachmittag des 5. Oktober zog das Sturmtief "Xavier" über Deutschland, mit Windgeschwindigkeiten über 100 km/h. Den größten Schaden verursachte der Sturm an der Getreidelagerhalle des Elbenauer Landwirts, der Hofreiter & Trost GbR. Die westliche Hälfte des Daches, das sind etwa 800 Quadratmeter Trapezblech, wurde mitsamt einiger Dachlatten und Teilen des Dachstuhls über die Halle hinweg und bis an den Straßenrand geweht.

24.09. Bundestagswahlen – wie wurde in Elbenau gewählt?

Genau 18 Uhr war es, als im Wahllokal 16 im Gebäude der Elbenauer Waldschule das Schloß an der Wahlurne geöffnet und die Stimmzettel auf bereitgestellte Tische ausgekippt wurden. Bis dahin lagen schon elf Stunden Arbeit hinter dem Wahlvorstand (der bereits eine Stunde vor Öffnung des Wahllokals vor Ort war), eine weitere Stunde Arbeit sollte noch vor den Mitgliedern liegen.
Zur Auszählung der Stimmen wurden die Wahlzettel zunächst nach gleichen und unterschiedlichen Erst- und Zweitstimmen sortiert und dabei auch ungültige Wahlzettel aussortiert. In einem ersten Schritt wurden die stimmgleichen Wahlzettel den Parteien zugeordnet, in einem zweiten Schritt unter den Wahlzetteln mit unterschiedlichen Stimmen nochmals jeweils einzeln nach die Erst- und Zweitstimme gezählt. Als Kontrolle mußte die Summe der abgegebenen Erst- und Zweitstimmen jeweils der Summe der gültigen Wahlzettel entsprechen. Erforderlichenfalls (und auch das kam vor) mußten einzelne Stapel von Zetteln noch einmal nachgezählt werden. Um 18:48 Uhr wurde das Elbenauer Ergebnis an die Wahlleitung in Schönebeck gemeldet. Der Rest der Arbeiten waren vor allem die nötigen Formalitäten. So wurden, um die Sicherheit und Nachprüfbarkeit der Ergebnisse sicherzustellen, die nach Parteien sortierten Wahlzettel gebündelt und nach Schönebeck ins Wahlbüro gebracht. Erst nach 19 Uhr endete für die Wahlhelfer im Elbenauer Wahllokal ein langer Sonntag.
Von den 455 in Elbenau gemeldeten Wahlberechtigten hatten sich 65 für eine Briefwahl entschieden. Von den übrigen 390 Wahlberechtigten gingen 304 zur Wahl. Geht man davon aus, daß alle Briefwähler ihre Stimmzettel auch abgeschickt haben, dann entspräche das einer Wahlbeteiligung von 81,1 %. Bezogen auf die 390 im Wahllokal wahlberechtigten (ohne die Briefwähler) sind es immer noch 77,9 % Wahlbeteiligung.
In den beiden Diagrammen sehen Sie die Ergebnisse der Bundestagswahl, getrennt nach Erst- und Zweitstimme. In Klammern angegeben ist die Zahl der Stimmen für die jeweilige Partei.

Erststimme
CDU, T. Sorge Wahlergebnis 30,6 % (91)
Die Linke, E. v. Angern Wahlergebnis 16,5 % (49)
SPD, B. Lischka Wahlergebnis 22,2 % (66)
AfD, F. Pasemann Wahlergebnis 18,5 % (55)
Grüne, M. Borowiak Wahlergebnis 4,0 % (12)
FDP, K.-H. Paqué Wahlergebnis 5,7 % (17)
NPD, G. Haenschke Wahlergebnis 0,3 % (1)
Freie Wähler, K. Körner Wahlergebnis 0,3 % (1)
MLPD, D. Wiegenstein Wahlergebnis 0,3% (1)
Tierschutzallianz, J. Fassl Wahlergebnis 0,6% (2)
-- Wahlergebnis
-- Wahlergebnis
MD Gartenpartei, M. Guderjahn  Wahlergebnis 1,3% (4)
-- Wahlergebnis
ungültige Stimmen  Wahlergebnis 2,0 % (6)
Zweitstimme
CDU Wahlergebnis 29,2 % (87)
Die Linke Wahlergebnis 18,8 % (56)
SPD Wahlergebnis 16,4 % (49)
AfD Wahlergebnis 20,5 % (61)
Grüne Wahlergebnis 4,7 % (14)
FDP Wahlergebnis 7,4 % (22)
NPD Wahlergebnis 0,7 % (2)
Freie Wähler Wahlergebnis 0,7 % (2)
MLPD  Wahlergebnis 0,0 % (0)
Tierschutzallianz Wahlergebnis 0,3 % (1)
BGE Wahlergebnis 0,0 % (0)
DiB Wahlergebnis 0,0 % (0)
MD Gartenpartei Wahlergebnis 1,3 % (4)
Die PARTEI Wahlergebnis 0,0 % (0)
ungültige Stimmen  Wahlergebnis 2,0 % (6)

23.09. Erntedankmusik in Elbenau

Die Schönebecker Kirchgemeinde St. Jakobi hatte bereits eine Woche vor dem offiziellen Termin des Erntedankfestes zu Musik und Texten in die Elbenauer St.-Pankratius-Kirche eingeladen. Verbunden mit einer Andacht erklang Musik vom Barock bis zur Romantik.
Die vier Musiker um Carsten Miseler spielen in dieser Besetzung seit dem vergangenen Jahr zusammen. Das Konzert in Elbenau war ihr erste Auftritt unter dem gemeinsamen Ensemble-Namen "Sonus Varius". Die beiden lateinischen Begriffe bieten eine Reihe von Übersetzungsmöglichkeiten, am ehesten fällt da vielleicht "veränderbarer Klang" ein. Carsten Miseler erläuterte dazu: "Sonus heißt sowohl Klang als auch Stimme und varius bedeutet veränderbar. Wir wollen uns einerseits eine große Bandbreite an Musik offen halten und uns andererseits auch nicht auf eine genaue Besetzung festlegen. Da könnte also zum Beispiel auch mal zusätzlich ein Trompeter oder ein Klarinettist mitspielen". Und weil in der Musik selbst der Begriff der Stimme mehrdeutig ist, gab es sowohl instrumentale als auch gesungene Musik. Die Musiker von Sonus Varius sind:
Ulrike Miseler Flöte – Sopran, Querflöte
Birgit Beyer – Violine, Flöte, Klavier
Sarah Zucker – Cello
Carsten Miseler – Piano, Trompete
Johannes Beyer – Texte
Nach dem Konzert war zu einem Imbiss eingeladen. Bei frühherbstlich warmem Wetter wurden die Stehtische kurzerhand ins Freie gestellt. Weil es die Speisen und Getränke gleich aus dem Kofferraum eines Fahrzeuges gab, verbreitete sich im Kirchgarten eine fröhliche Stimmung wie bei einem spontanen Picknick.

17.09. Erster Rauhreif

Heute morgen, das Thermometer zeigte bei klarem Himmel nur noch vier Grad über Null, lag erster Rauhreif auf den Dächern. Die Morgensonne taute ihn bald weg. Sicher wird es bald auch den ersten richtigen Bodenfrost geben. Noch aber ist Zeit, die warmen Tage des Spätsommers zu genießen.

16.09. Elbenauer gibt Startsignal zum Bürgerfest des Salzlandkreises

Böllerschütze aus Elbenau Böllerschütze aus Elbenau
Heute fand im Ringheiligtum Pömmelte das Bürgerfest zum zehnjährigen Bestehen des Salzlandkreises statt. Zahlreiche Vereine des Kreises gestalteten ein vielfältiges und interessantes Kulturprogramm. Der Elbenauer Bauunternehmer Henry Selonke durfte als Mitglied der Schönebecker Böllergruppe mit seiner Kanone das Signal zum Beginn des Festes geben – unüberhörbar laut dröhnten fünf Kanonenschüsse der Böllergruppe über das Festgelände.

11.09. Wetterrückblick auf den August: Spätsommer

Der Wetterrückblick auf den August blieb liegen und wird hier nachgereicht:

Niederschlag:
Summe: 40 mm
Maxima:
17,6 mm/d am 18.08.
11,6 mm/h am 18.08.
Niederschlagstage: 9 Tage

Temperatur:
max. + 30,8 °C am 30.08.
min. + 8,4 °C am 23.08.
Mittelwert 19,7 °C
18 Sommertage > 25 °C
1 Heiße Tage > 30 °C

Der August hatte zu mehr als die Hälfte seiner Zeit meteorologische Sommertage, mit Temperaturen von über 25 Grad, und war deshalb nochmal ein schöner Sommermonat. Der größte Teil des Niederschlags fiel an nur zwei Tagen, an den restlichen 7 Regentagen gab es dann nur noch Regenmengen von jeweils etwa einen Liter je Quadratmeter. So führten die insgesamt nur 40 Liter Regen je Quadratmeter zu einem trockenen Monat. Der natürlich auch sonnig und warm war, selbst wenn in der zweiten Monatshälte das Thermometer an einem Morgen nur noch einstellige Temperaturen anzeigte.

02.09. Fußball: Elbenau spielt gegen sich selbst

Fußball in Elbenau Anna-Lena Zech und Leonard Schmidt
Eigentlich sollte am Sonnabend das im vergangenen Jahr unentschieden gebliebene Fußballspiel zwischen Elbenau und Grünewalde (wegen der großen Hitze verzichteten damals beide Mannschaften auf Nachspielzeit oder Elfmeter) weitergeführt und entschieden werden. Allein, es kamen keine Grünewalder. Stadionsprecher Jens Hildebrand verkündete, die Grünewalder hätten sich krankgemeldet. Böse Zungen behaupteten später, sie hätten wohl eher den Termin verschwitzt und vorher nicht trainiert. Wie auch immer, die Elbenauer wollten sich den Spaß am Spiel nicht nehmen lassen und teilten sich kurzerhand in zwei Mannschaften auf, die mit sechs Feldspielern und einem Torwart spielten. Dabei ging es doch recht ordentlich zur Sache, es gab etliche Tore zu bejubeln. Nach zwei mal 30 Minuten Spielzeit stand es wieder unentschieden: 8:8 lautete das Ergebnis. Die Elbenauer beließen es bei diesem Gleichstand von Elbenau I gegen Elbenau II, das anschließende Elfmeterschießen wurde dann nicht mehr ernsthaft betrieben.
Organisiert und vorbereitet wurde das Spiel hauptsächlich von Nils Bergmann, Martin Deutscher und Helmut Gulatz. Die drei Elbenauer hatten sich um Grill und Getränke gekümmert und auch eine provisorische Bar im Zelt des Sportvereins aufgebaut.
Nach dem Spiel standen Anna-Lena Zech (Gitarre) und Leonard Schmidt (Keyboard) auf der improvisierten Bühne des Elbenauer Waldstations. Daß sie Poptitel auf eine sehr zarte Weise spielen, haben sie schon bei anderen Gelegenheiten unter Beweis gestellt. Diesmal hatten sie eine vom Elbenauer Helmut Gulatz verfaßte Fußballhymne dabei – die selbstverständlich viel mit Elbenau zu tun hatte: "Bei uns ist nicht nur der Himmel blau / denn hier spielt blau-weiß Elbenau" hieß es darin.
Hier gibt es Fotos vom Fußballspiel.
Beim Mannschaftsfoto (in der Fotostrecke) sind noch einige Namen offengeblieben. Falls jemand die fehlenden Namen nachreichen kann, wäre ich dankbar.

25.08. An der Elbenauer Schule flattern Fledermäuse durch die Nacht

Fledermäuse fotografieren
Am Freitag abend lud der NABU Schönebeck zu seiner 9. Fledermausnacht ein. Wie in den vergangenen Jahren nach Elbenau. Denn unter dem Dach des Heizhauses der hiesigen Waldschule lebt eine Kolonie Fledermäuse. Vor allem Mückenfledermäuse, wie Michael Wunschik vom NABU erklärt.
Bereits am frühen Abend trafen die Besucher ein, eine ganze Weile bevor die Fledermäuse zu sehen waren. Die Zeit bis dahin verging aber schnell ("wie im Flug" wäre an dieser Stelle wohl nicht ganz falsch). Verkürzt wurde die Wartezeit auch durch die Eltern der Waldschule, die Würstchen grillten und Getränke bereitstellten. Der NABU hielt einen Vortrag zum Leben der Fledermäuse und organisierte mehrere Bastelstände. An einem wurden Fledermauskästen zusammengenagelt, mit denen Fledermäusen ein Unterschlupf gegeben wird. Schließlich gibt es nicht mehr überall solche an einigen Stellen offenen Dächer, die den geflügelten Säugetieren ermöglichen, dort zu leben. Aber auch Fledermäuse aus Pappe konnten bemalt werden, entweder vampirschwarz oder lustig bunt. Eine der Attraktionen war eine ausgestopfte Fledermaus, deren weiches Fell die Kinder auch berühren durften. Die Kinder waren begeistert von der Fledermausnacht und super informiert. Sie berichteten den Erwachsenen Details von den Fledermäusen, über die die Großen nur staunen konnten.
Gegen 21 Uhr verstärkten sich die Klicklaute aus dem Lautsprecher des Fledermaus-Detektors, eines Gerätes, das die Ultraschall-Töne der Tiere auf niedrigere Frequenzen heruntersetzt. Damit werden sie für Menschen hörbar. Es dauerte dann auch nicht lange, bis die ersten Fledermäuse sichtbar wurden, allerdings nur für kurze Zeit. Sie kamen aus dem Dach des Heizhauses, ließen sich fallen, entfalteten ihre Flügel und verschwanden flatternd in der dunklen Nacht.
Hier gibt es Fotos der Fledermausnacht.

23.08. Frauenchor Concordia lädt zum Chorfest

Einladung Chorfest
Den Elbenauer Frauenchor "Concordia" gibt es seit 25 Jahren, die "ßwiet ßisters" seit 15 Jahren. Grund für beide Chöre, das 17. Schönebecker Chorfest zu organisieren. Allerdings nicht in Elbenau, sondern in Pretzien, im dortigen Dorfgemeinschaftshaus "Alter Krug".
Das Chorfest findet am 9. September statt und beginnt um 14 Uhr.
"Wir laden alle Elbenauer dazu ein, uns und die mit uns befreundeten Gastchöre zuzuhören", sagte Karin Crackau vom Elbenauer Frauenchor.

23.08. Sportverein lädt zu Fußballspiel und Radtour

Der September gehört gleich zweimal dem Sport:
Am Sonnabend, dem 2. September findet um 16 Uhr auf dem Elbenauer Sportplatz das Fußballturnier Elbenau – Grünewalde statt. Im vergangenen Jahr endete das Spiel unentschieden, nachdem beide Mannschaften wegen der großen Hitze auf schweißtreibende Nachspielzeit und nervenzehrendes Elfmeterschießen verzichteten. Vielleicht gibt es in diesem Jahr wieder eine eindeutigere Entscheidung. Für die gastronomische Versorgung ist auf dem Sportplatz gesorgt, auch im Anschluss an das Spiel.
Am Sonnabend dem 16. September lädt der Sportverein die Elbenauer und weiter Gäste zu seiner Radtour ein. Treffpunkt ist 11 Uhr an der Elbenauer Waldschule. Während der Radtour wird es ein Mittagessen (Kosten ca. 8 Euro) geben. Aus diesem Grund bittet der Sportverein um eine vorherige Anmeldung bei Dieter Durawa (Ranieser Str. 3, Tel. 403604).

12.08. Einladung zum Grillabend bei Gärtners am 19. August

Veronika und Heiner Gärtner laden am 19. August ab 17 Uhr in ihr Bistro zum Elbenauer Grillabend ein. Wie Heiner Gärtner mitteilte, wird es Speisen und Getränke zu sehr moderaten Preisen geben.

12.08. Einladung zur Fledermausnacht am 25. August in der Waldschule Elbenau

Fledermaus (Foto: Nabu/Klaus Bogon)
Großes Mausohr im Laubwald fliegend
(Foto: NABU/Klaus Bogon)
NABU Schönebeck und Waldschule Elbenau laden zur 4. Fledermausnacht
Zum 21. Mal findet traditionell am letzten Wochenende im August in mittlerweile weltweit über 35 Ländern die internationale Fledermausnacht (Batnight) statt. Im Vordergrund steht die Wissensvermittlung über die Fledermäuse, oft verbunden mit der Beobachtung der nächtlichen Insektenjäger. In Deutschland wird sie vom NABU organisiert: Im letzten Jahr haben NABU und LBV rund 250 Batnight-Veranstaltungen angeboten! Auch die NABU Gruppe Schönebeck gehörte dazu, die in Schönebeck seit 2009 sich an der Aktion beteiligt. Gemeinsam mit der Waldschule Elbenau wird die Batnight nun zum vierten Mal auf dem Schulgelände der Waldschule in der Elbenauer Straße durchgeführt.
Alle Fledermausfans sind wieder eingeladen, sich am Freitag, den 25. August ab 18 Uhr über die Fledermäuse, ihren Schutz, die technischen Möglichkeiten der Erfassung und Bestimmung der Arten zu informieren, spezielle Fledermauskästen zu bauen und "eigene" Fledermäuse zu basteln.
Matthias Bley vom Büro für Fledermauskunde und Faunistik aus Bernburg wird abends einen Vortrag "Das Jahr einer Fledermaus“ zur Einstimmung auf den anschließenden Ausflug abhalten und versuchen, den Ausflug der Mückenfledermäuse aus dem dortigen Heizhaus des Schulgeländes auf einer Leinwand darzustellen. Dieser findet mit Einbruch der Dunkelheit ab 20.30 Uhr statt.
Für die Verpflegung wird auch wieder seitens der Waldschule gesorgt werden. Es wird darum gebeten, bevorzugt mit dem Fahrrad nach Elbenau zu kommen, da nur eine begrenzte Anzahl an Parkplätzen zur Verfügung steht.
Die Veranstaltung ist kostenfrei!

04.08. Wetterrückblick auf den Juli: Warmer Regen

Niederschlag:
Summe: 102 mm
Maxima:
22,2 mm/d am 25.07.
8,2 mm/h am 27.07.
Niederschlagstage: 16 Tage

Temperatur:
max. + 33,9 °C am 30.07.
min. + 10,9 °C am 03.07.
Mittelwert 20,0 °C
15 Sommertage > 25 °C
3 Heiße Tage > 30 °C

Der Juli war eine recht verrückter Monat: 15 Sommertagen und zwanzig Grad Temperaturmittel, aber auch 16 Regentage und 102 Millimeter Niederschlagssumme.
Im Durchschnitt des Monats ergibt das: einen warmen Regen.

Das große Regengebiet vom 25. bis 27. Juli, das im Harz Flüsse über die Ufer treten ließ, kam hier aber nur abgeschwächt an. Statt der für den 25. Juli vorhergesagten bis zu 90 Liter je Quadratmeter waren es am Ende dann nur 42 Liter, die insgesamt in den drei Tagen herunterkamen.

Ich habe auch noch in meine Notizen geschaut: im Mittel der vergangenen 10 Jahre sind für den Juli 80 Liter je Quadratmeter normal, da weichen die aktuell gefallenen 102 nicht mal sehr stark ab. Auch die von Jahresbeginn an gefallene Regenmenge nicht: Die liegt mit 315 Liter je Quadratmeter leicht unter dem Durchschnitt von 344 Liter je Quadratmeter.

22.07. Hinweistafel in Elbenau

Hinweistafel in ELbenau
Seit einigen Wochen brauchen Radtouristen und Wanderer nicht mehr orientierungslos durch Elbenau zu fahren oder zu laufen. Auf dem Elbenauer Anger, gegenüber der Kirche, informiert eine Hinweistafel über den Stadtplan von Elbenau, über Sehenswertes, über Firmen im Dorf und über geschichtliche Details. Auf der Rückseite ist der Verlauf des Elberadweges dargestellt.
Die Initiative zur Aufstellung der Tafel kam von Andreas Eberle, der beim Teutloff-Bildungszentrum die Holzarbeiten durchführen ließ. Das Dach wurde vom Elbenauer Dachdeckerbetrieb Norbert Förder gedeckt.

04.07. Wetterrückblick auf den Juni: Sommer mit Unwetter

Niederschlag:
Summe: 65 mm
Maxima:
23,8 mm/d am 22.06.
14,5 mm/h am 22.06.
Niederschlagstage: 12 Tage

Temperatur:
max. + 34,3 °C am 22.06.
min. + 9,4 °C am 02.06.
Mittelwert 19,9 °C
14 Sommertage > 25 °C
4 Heiße Tage > 30 °C

Der Juni war mit 14 Sommertagen und fast zwanzig Grad Temperaturmittel passend zum Ferienbeginn ein echter Sommermonat. In einigen Nächten lag die Tiefsttemperatur nur knapp unter 20 Grad. Der heißeste Tag des Monats brachte am 22. Juni jedoch ein Unwetter mit sich. Innerhalb weniger Minuten fielen 15 Liter pro Quadratmeter und starke Windböen knickten selbst dicke Bäume um. Elbenau bekam davon nur relativ wenig ab. Die Dörfer Pretzien und Plötzky östlich der Elbe und das dortige Naherholungsgebiet waren wesentlich stärker betroffen.

Das warme Wetter setzte sich auch im letzten Monatsdrittel fort, dann allerdings mit mehr Niederschlag. Dadurch hatte der Monat am Ende Niederschlagsmengen, die leicht über dem langjährigen Mittel lagen.

25.06. Waldweg zwischen Elbenau und Grünewalde gesperrt

Heruntergefallene Äste im Radweg
Wegen mehrerer heruntergefallener Äste und der Gefahr, daß weitere, bereits abgerissene Äste auf den Weg fallen, ist der Waldweg entlang der Straße von Elbenau nach Grünewalde gesperrt. Zu Fuß würde man dort zwar entlang kommen, das Fahrrad jedoch müßte über Äste hinweg gehoben oder unter ihnen hindurch geschoben werden. Als Alternative bietet sich (zumindest mit dem Fahrrad) die Straße an oder der Nachtigallenstieg – dieser liegt weiter im Wald und ist deshalb weniger stark von den Sturmschäden betroffen.
Der Teil des Weges von Elbenau bis zum Heuweg gehört zum Friedwald, der Teil vom Heuweg bis nach Grünewalde zum Landesforstbetrieb. Beide müssen jetzt in ihrem Teil des Waldes für einen sicheren Zustand sorgen. Wann dies erfolgt sein sein wird, kann derzeit noch nicht angegeben werden.

22.06. Kindergarten in Grünewalde – der Anfang vom Ende

In der heutigen Stadtratssitzung wurde heftig über die Schließung des Grünewalder Kindergartens diskutiert. Unter anderem kritisierten Holger Goldschmidt und Thoralf Winkler, daß der Antrag zum Neubau eines Kindergartens in der Schillerstraße (für den der Grünewalder Kindergarten geschlossen werden soll) sehr kurzfristig, ohne die nötigen Dokumente (z. B. ohne ein Kindergarten-Entwicklungskonzept der Stadt Schönebeck als Bedarfsanalyse), mit falschen Angaben zu den finanziellen Auswirkungen und ohne Zeit für eine gründliche Beratung eingebracht wurde. Außerdem wurden keine Alternativen untersucht, einen Kindergarten an einem Standort in Grünewalde zu bauen.
Für einen Änderungsantrag der Linken, die zumindest die Schließung des Grünewalder Kindergartens aus der Beschlußvorlage streichen wollten, fanden sich viel zu wenige Befürworter. So war dann die Schließung des Grünewalder Kindergartens bei nur ganz wenigen Gegenstimmen sehr schnell besiegelt. Ein Trauerspiel für die beiden Dörfer Elbenau und Grünewalde, die bei der Stadtentwicklung mal wieder kalt abserviert wurden.
Die Fertigstellung des Kindergartens in der Schillerstraße plant die Wohnungsbaugesellschaft Schönebeck für das Jahr 2019. Dann wird der Grünewalder Kindergarten geschlossen werden.

22.06. Unwetter zog über Elbenau – die Schäden blieben überschaubar

Unwetterschäden
Das Unwetter, das heute nachmittag über Elbenau mit Sturm und Starkregen (insgesamt 24 Millimeter) zog, hinterließ im Ort, soweit zu sehen war, keine größeren Schäden. Lediglich ein paar Äste, auch ein paar dickere, waren abgeknickt. So wie auf dem linken Foto bei einem Pflaumenbaum auf dem Elbenauer Anger. Aus Magdeburg oder den Nachbardörfern Plötzky und Pretzien wurden dagegen viel größere Schäden gemeldet.
Hier traf es nur ein paar Bäume an der Straße von Elbenau nach Plötzky, die teilweise auch von der Straße geräumt werden mußten. Auch die Kameraden der Elbenauer Feuerwehr mußten ausrücken, um Schäden zu beheben.
Unter anderem wurden auch alte Weiden an der Haberlandbrücke umgeknickt. Für den dort lebenden Biber muß das Holz, das ihm so plötzlich vor seinen Bau geweht wurde, im wahrsten Wortsinn ein gefundenes Fressen sein.
Unwetterschäden Unwetterschäden Unwetterschäden Unwetterschäden

18.06. Der Deich zwischen der Haberlandbrücke und Pechau ist bald sicher

Im Februar begannen die Bauarbeiten zur Sicherung des linken Umflutdeiches zwischen der Haberlandbrücke und Pechau mit einer Spundwand. Inzwischen stehen die Arbeiten kurz vor dem Abschluss. Der Startpunkt lag etwa in der Mitte des Deichabschnittes, in Höhe Calenberge. Von dort aus wurde in beide Richtungen gearbeitet. Am Pechauer Siel, ab wo der Deich auf konventionelle Weise saniert wird, sind die Arbeiten beendet, in Richtung Haberlandbrücke fehlen nur noch wenige hundert Meter.
An der Baustelle fallen Spundbohlen auf, die horizontal auf die fertige Spundwand aufgeschweißt sind. "Das gehört zum sogenannten GRB-System", erklärt Polier Michél Rech vom Wasserbauunternehmen Reinhold Meister aus dem bayerischen Hengersberg. "Bei diesem vom Anlagenhersteller Giken entwickelten System könnten Spundwände sogar eingebaut werden, ohne überhaupt einen Fuß auf den Boden setzen zu müssen". Ganz so schwierig ist das hier am Deich zwar nicht, wie Rech erläutert, aber es fehlt eben an einer Baustraße, auf der zum Beispiel ein Kran fahren kann. In der aufgeschweißten Rinne werden die Spundbohlen mit einem motorbetriebenen Wagen bis zum Einbauort transportiert, zuletzt über eine Strecke von mehr als anderthalb Kilometer. Dort hält sich ein Kran auf der bereits eingebauten Spundwand fest. Der Kran befördert die Spundbohlen Stück für Stück zur Pressmaschine. Auch das Hydraulikaggregat ist auf den Spundwänden aufgebracht und wandert langsam mit der hydraulischen Presse mit.
Deichbauarbeiten Deichbauarbeiten
Deichbauarbeiten
An der bereits eingepressten Spundwand hält sich eine mächtige hydraulische Presse fest. Mit 30 Tonnen Presskraft drückt sie die 6,5 Meter langen Spundbohlen in den Körper des bisherigen Deiches und arbeitet sich mit jeder Spundbohle 60 Zentimeter weiter vor. Wo es schwerer geht, wird aus einem Schlauch Wasser auf die Einpressstelle gerieselt, das sorgt für eine gleitende Schicht zwischen Spundbohle und Erdreich. Das Einpressen selbst geschieht dann überraschend leise, ohne Hämmern oder Vibrationen. Die Presse, von Bernd Sommer mit einer Fernbedienung gesteuert, klemmt die Spundbohle zwischen ihre kräftigen Spannbacken, schiebt sie ins Erdreich, setzt nach einem halben Meter nach und wiederholt den Vorgang Stück für Stück. Würde nicht ein paar Meter daneben das große dieselbetriebene Hydraulikaggregat laufen, wäre der Einpressvorgang selbst nahezu lautlos. Nachdem die Spundbohle ihre Tiefe lasergenau erreicht hat, wird sie im oberen Bereich mit der vorherigen verschweißt. Das sorgt zusätzlich für Stabilität. "Das Einpressen selbst macht die wenigste Arbeit", erklärt Polier Rech. "Zeitaufwendiger sind das Verschweißen und das Heranholen der Materialien".
Michél Rech weist auf die gute Zusammenarbeit mit dem Auftraggeber, dem Landesbetrieb für Hochwasserschutz Sachsen-Anhalt (LHW), hin. Auch das Einhalten von Umweltschutzauflagen sei unproblematisch. Das geht bis hin zum Hydrauliköl, das biologisch abbaubar ist. Wie lange werden die Arbeiten noch dauern, frage ich den Wasserbauer. "So etwa im Juli oder August werden wir mit allem fertig sein", schätzt Michél Rech ein. Das wäre dann etwas früher als geplant. Die Spundwände selbst werden bereits im Juni fertig eingebaut sein. Jedoch gehört zu den Arbeiten nicht nur der Einbau der Spundwand selbst, sondern auch das Anschütten von sogenannten Kleintierübergängen in regelmäßigen Abständen.
Deichbauarbeiten Deichbauarbeiten
Aus dem LHW war zu erfahren, dass auch dieser Deichabschnitt nach Vorliegen der erforderlichen Naturschutz- und Baugenehmigungen mit einem DIN-gerechten Querschnitt saniert wird. Das ist schon wegen der jetzt fehlenden Möglichkeit einer Befahrung der Deichkrone notwendig. Die Spundwand kann dann im Deich verbleiben und wird als wasserseitiges Dichtungselement dienen. Auf dem Deich werden dann die üblichen Deichkontrollwege und Deichverteidigungswege angelegt werden. Auch wenn bis dahin noch einige Hochwasser den Umflutkanal hinabfließen werden – der Umflutdeich wird aber schon jetzt wieder fest und sicher sein.

15.06. Versammlung im Kindergarten

Unter dem Titel "Das Aus für die Grünewalder Kita?" berichtete heute die Schönebecker Volksstimme über eine Versammlung der Schönebecker SPD, die gestern im Kindergarten Grünewalde stattgefunden hatte. (Online-Ausgabe). Während sich die betroffenen Eltern und zukünftigen Eltern von Kindergartenkindern entsetzt über den so kurzfristig bekanntgemachten Schließungsplan zeigten, schien die Veranstaltung eher eine Werbeveranstaltung der SPD zu sein. Die hat sich bereits für eine Zustimmung zur Schließung des Kindergartens entschieden, wie der Fraktionsvorsitzende Frank Schiwek mitteilte. Diese Entscheidung war absehbar, schließlich ist die AWO über ihre stellvertretende Vorsitzende personell mit der SPD verbunden und wird bereits als neuer Betreiber des Kindergartens im Schillergarten gehandelt. Der von der SPD als Ausgleich ins Spiel gebrachte Spielplatz kann jedoch kein Ersatz für den Kindergarten in Grünewalde sein. Grünewalde würde die letzte öffentliche Einrichtung verlieren und die Kinder, die jetzt nach wenigen Schritten mitten in der Natur sind, würden dann in einer Stadtlandschaft aufwachsen. Das faßt Volksstimme-Redakteurin Emily Engels in ihrem Fazit treffend zusammen: "dort hört man nicht mehr das Wasser der Elbe rauschen, sondern allenfalls die Züge am benachbarten Schönebecker Bahnhof vorbeifahren".
Die bisher vorliegenden Informationen lassen erkennen, dass der Kindergarten im Schillergarten vor allem deshalb gebaut werden soll, damit die Städtische Wohnungsbau GmbH (Wobau) ihr neues Baugebiet besser vermarkten kann. Jetzt wäre also erst einmal zu klären, warum in Grünewalde nicht schon längst eine feste und ausreichend große Nachfolgeeinrichtung für die 1992 "nur als Übergangslösung gedachten Container" gebaut wurde, welche Festlegung bei der Einrichtung der Übergangslösung (25 Jahre sind übrigens ein recht langer Übergang) für die Zeit danach getroffen wurde und warum die Wobau den Kindergarten nicht auch in Grünewalde bauen kann. Immerhin ist die Wobau eine 100prozentige Tochter der Stadt Schönebeck. Als solche sollte sie das Wohl der Stadt – inklusive der Ortsteile! – im Sinn haben. Platz könnte in der Kleingartenanlage geschaffen werden, in der nach dem Kleingarten-Entwicklungskonzept ohnehin Flächen frei werden, und die von der Stadtverwaltung genannten Firmen können sich genausogut auch in Grünewalde finanziell beteiligen.
Indes ist es durch die Vorab-Festlegung der SPD als einer der großen Stadtratsfraktionen ein Stück schwieriger geworden, den Kindergarten in Grünewalde zu erhalten.

12.06. Aufregung um die Schließung des Grünewalder Kindergartens


Kindergarten "Storchennest" in Grünewalde (Archivfoto)
Auf dem nebenstehenden Foto des Grünewalder Kindergartens sind die Rolläden geschlossen und keine Kinder zu sehen. Noch liegt das daran, daß das Bild an einem Wochenende aufgenommen wurde. Bald jedoch könnte das Foto tatsächlich für einen auf immer geschlossenen Kindergarten stehen.
Auf der heutigen Sitzung des Sozialausschusses der Stadt Schönbebeck wurde eine Beschlußvorlage behandelt, deren Titel "Neubau einer Kindertagesstätte im Wohngebiet Am Schillergarten" nach etwas Gutem klang. Einen Kindergarten neu zu bauen – was könnte auch schlecht daran sein. Die Brisanz dieses Papiers verbarg sich im Kleingedruckten. Im Gegenzug zum von der der Wobau beabsichtigten Kindergarten-Neubau in Schönebeck soll die Kita "Storchennest" in Grünewalde geschlossen werden.
Gerüchte um die Schließung des Grünewalder Kindergartens wurden bereits 2016 auf der Einwohnerversammlung in Elbenau intensiv diskutiert, damals vor dem Hintergrund eines im Schönebecker Rathausanbau ("Elbröwer-Quartier") geplanten Kindergartens. Noch auf der Einwohnerversammlung am 17.01.2017 in Elbenau informierte Schönebecks OB Bert Knoblauch, daß es für eine Schließung "zur Zeit keine ernsthaften Pläne" gebe, "die Genehmigung für den jetzigen Kindergarten weiter gültig" sei, der einzige derzeit geplante Neubau der der Kita Gänsewinkel in Felgeleben und "dann auch ein ausreichender Bestand an Kitas vorhanden" sei. Daß nun, kein halbes Jahr später, ganz plötzlich Pläne für einen Kita-Neubau auf dem Tisch lagen, war auch für die Stadträte äußerst überraschend. Immerhin durchläuft ein solcher Antrag einige Stationen in der Stadtverwaltung und hätte viel früher diskutiert werden müssen. Pikant daran ist auch, daß selbst der Bauausschuss nicht von dem geplanten Bauvorhaben informiert wurde.
Daß das Vorhaben nicht ohne Diskussion "durchgewunken" werden würde, muß wohl auch OB Knoblauch klar gewesen sein. Darauf deutet hin, daß er selbst an der Sitzung des Sozialausschusses teilnahm. Wie zu erfahren war, regte sich fraktionsübergreifend Protest gegen die beabsichtigte Schließung der Kita "Storchennest" in Grünewalde. Angesichts der früheren Aussagen zum Grünewalder Kindergarten gab es erheblichen Gegenwind für OB Knoblauch. Selbst die den CDU-Bürgermeister meist unterstützende CDU-Fraktion stand nicht einheitlich hinter der Beschlußvorlage der Stadtverwaltung.
In der Beschlussvorlage und in deren Anlagen können Sie sich über das geplante Vorhaben informieren. Darin wird der Grünewalder Kindergarten bewußt schlechtgeredet, bis hin zu einer angeblichen Kindeswohlgefährdung durch mangelhafte Isolierung des Gebäudes. Das ist schon starker Tobak, den die Stadtverwaltung da auffährt. Vor allem weil die Stadtverwaltung ihr lange bekannt seiende bauliche Mängel auflistet und zugleich darauf verweist, man die Mängel an der Stelle nicht durch einen Neubau beheben könne. Der Platz für einen Neubau wäre jedoch vorhanden gewesen, hätte die Stadt nicht kurz zuvor das neben dem Kindergarten liegende Gebäude des ehemaligen Jugendclubs an einen Unternehmer verkauft, der es als Baustofflager nutzt. Damals wurde den Stadträten der bestehende eigene Bedarf an der Fläche für einer Erweiterung bzw. einen Neubau des Kindergartens verschwiegen.
Das letzte Wort über die Schließung des Kindergartens dürfte noch nicht gesprochen sein, denn noch sind viele Fragen offen – sowohl inhaltlich als auch zur Vorgehensweise der Stadtverwaltung bei der Einbringung der Beschlußvorlage. Eine Zustimmung der Mehrheit des Stadtrates ist nach der heutigen Diskussion keineswegs sicher. Von den aus Grünewalde und Elbenau kommenden Stadträten Marlies Ekrutt (CDU), Holger Goldschmidt (FDP) und Thoralf Winkler (Grüne) war zu erfahren, dass es Widerstand gegen die Schließung geben wird. Der Hauptausschuß des Stadtrates hat das Thema am 19.06. auf der Tagesordnung, die Sitzung des Stadtrates findet am 22.06. statt.

01.06. Wetterrückblick auf den Mai: eigentlich schon Sommer

Niederschlag:
Summe: 37 mm
Maxima:
11,3 mm/d am 13.05.
5,1 mm/h am 13.05.
Niederschlagstage: 11 Tage

Temperatur:
max. + 33,5 °C am 28.05.
min. + 2,2 °C am 11.05.
Mittelwert 16,2 °C
9 Sommertage > 25 °C
2 Heiße Tage > 30 °C

Der Mai begann etwas kühl und regnerisch, erwies sich dann aber vor allem in seiner zweiten Hälfte als ein Sommermonat, worauf auch die mittlere Temperatur von 16,2 Grad hindeutet. Die wenigen Regenperioden am Anfang und in der Mitte konnten an diesem Gesamteindruck nichts ändern. Zumal einige der Regengebiete, die gleich nebenan, z.B. in Magdeburg am 19. Mai, kräftigen und unwetterartigen Regen brachten, an Elbenau vorbeizogen.

Im Garten mussten die Sprenger angestellt werden und die Landwirte warten sicher auch auf Regen. Was den einen ärgert, freut den anderen: am 29. Mai hatte sich das Wasser der nahegelegenen Sandgrube bei 30 Grad Lufttemperatur auf 27 Grad Wassertemperatur aufgewärmt, an der Oberfläche jedenfalls. In 1 Meter Tiefe waren es aber immer noch 24 Grad. Da konnte getrost angebadet werden.

30.05. Straßensperrung und Straßensanierung

Straßenbau in Elbenau Straßenbau in Elbenau
Von heute morgen bis voraussichtlich Donnerstag 01.06. sind Teile der Randauer und der Elbenauer Straße gesperrt. Grund sind Ausbesserungsarbeiten am Straßenbelag. In der Fahrbahnmitte wird ein Streifen herausgefräst und neuer Asphalt aufgebracht.
Umleitungen sind über die Plötzkyer Straße und die Schulzenstraße ausgeschildert.

25.05. Fröhlicher Himmelfahrtstag in Elbenau

Auch wenn der Himmelfahrtstag mit etwa 20 Grad etwas kühl war – es regnete nicht und viele Ausflügler fanden auch in diesem Jahr den Weg nach Elbenau. Dort war Gärtners Bistro der erste Anlaufpunkt. Dementsprechend hatten Familie Gärtner und ihre Mitarbeiter jede Menge zu tun. Getränke, Speisen vom Grill, alles fand guten Absatz.
Schon seit vielen Jahren unterwegs ("schon zu DDR-Zeiten", sagten sie) war eine Gruppe von Herren mit schwarzen Anzügen, Zylindern und uralten Herrenrädern. Mit dem Fahrrad waren an dem Tag wohl auch die meisten unterwegs, andere kamen zu Fuß, mit Trecker oder Pferdekutsche.
Der Tag blieb insgesamt friedlich und auch die Polizei hatte lediglich zwei Radfahrer gemeldet, die in der Elbenauer Straße in Schönebeck kontrolliert wurden und die für Radfahrer erlaubten 1,6 Promille leicht überschritten hatten.
Himmelfahrt in Elbenau Himmelfahrt in Elbenau Himmelfahrt in Elbenau Himmelfahrt in Elbenau

20.05. "Kollektiv Elbenau" geht an Bord

Schiffsfahrt des FCM-Fanclub Kollektiv Elbenau
Daß es in Elbenau sehr aktive Fans des FCM gibt, ist zum Beispiel an den blauweißen FCM-Fahnen unübersehbar. Inzwischen sind die Elbenauer Fans auch als "Kollektiv Elbenau" beim FCM als Fanclub registriert. Vor zwei Jahren kam zum ersten Mal die Idee auf, etwas "ganz verrücktes" zu tun und mit dem Schiff nach Magdeburg zu einem Heimspiel des FCM zu fahren. Als sie das erste mal die Marco Polo der Schönebecker Reederei Süßenbach charterten, waren etwa 50 Fans mit an Bord. Im vergangenen Jahr waren es dann etwa 100 und in diesem Jahr war das Schiff mit 140 Fans an Bord ausverkauft. Ein großartiger Erfolg, wie Mario Bolze und Jens Hildebrand, zwei der Elbenauer Organisatoren zu Recht meinten. Denn inzwischen hat sich in Fan-Kreisen die Schiffsfahrt des Kollektiv Elbenau weit herumgesprochen, selbst aus dem Harz gab es Interessenten.
Am Sonnabendmorgen ab viertel acht wurden statt einer Eintrittskarte speziell für die Fahrt gedruckte blauweiße FCM-T-Shirts ausgegeben, kurz vor acht begann das Boarding und pünktlich um acht hieß es "Leinen los!" zur Fahrt nach Magdeburg. Das Schiff war ringsum mit blauweißen Fahnen geschmückt, auch ein Elbenau-Banner war an der Bordwand zu sehen. Vom Schiff her schallten laute Trommelrhythmen und Fan-Gesänge "Einmal blauweiß immer blauweiß" über die Elbe und von den Häusern reflektiert als Echo zurück. Bis zum Anlegen am Schiffsanleger am Magdeburger Rotehornpark blieb noch Zeit für eine längere Fahrt die Elbe auf und ab. Zum 2:0-Sieg des FCM haben die mit dem Schiff angereisten Fans ganz sicher beigetragen. Daß der FCM dennoch nicht den begehrten 3. Platz erreichte hatte sicher länger zurückliegende Ursachen.
Der Käpt'n, vor der Abreise danach befragt, ob er etwa Sorge um sein Schiff habe, winkte nur lachend ab: "Nein, das sind die Guten". Und so steht bereits fest, daß es auch im kommenden Jahr wieder eine Schiffsfahrt zum Fußballspiel geben wird.
Schiffsfahrt des FCM-Fanclub Kollektiv Elbenau Schiffsfahrt des FCM-Fanclub Kollektiv Elbenau Schiffsfahrt des FCM-Fanclub Kollektiv Elbenau Schiffsfahrt des FCM-Fanclub Kollektiv Elbenau

16.05. Die Straße nach Plötzky ist dicht

Seit Montag ist die Straße von Elbenau nach Plötzky abgesperrt und die Sperrschilder stehen nicht nur "einfach so" – es gibt auch keinen Schleichweg an der Baustelle vorbei. Die Deichüberfahrt Richtung Plötzky hinter der Ziegelei wird im Zuge des Deichbaus ebenfalls erneuert und auf eine größere Höhe gebracht. Dort gibt es kein Durchkommen.
Allerdings wurden bei den Sperr-Informationen mal wieder die Fahrradfahrer vergessen. Mit dem Fahrrad kann man bis zur Ziegelei fahren und von dort z.B. Richtung Sandgrube, durch den Wald zum Ferienpark oder nach Gommern und auch auf dem Deich Richtung Pechau.
Daher gelten folgende Empfehlungen:
  • Autofahrer sollten den Verkehrsschildern und der ausgeschilderten Umleitung über Grünewalde folgen, da auf dem für Kfz gesperrten Schleichweg möglicherweise ab und zu kontrolliert wird.
  • Radfahrer Richtung Plötzky können an der Kirche rechts abbiegen, am Sportplatz vorbei die Kap-Straße zur B246A nutzen und dort dann links Richtung Plötzkly abbiegen.
  • Radfahrer Richtung Gommern oder Ferienpark fahren weiter auf der Kreisstraße Richtung Plötzky und dann an der Ziegelei geradeaus weiter, auf dem Waldweg.

13.05. Arbeitseinsatz in der Waldschule

Arbeitseinsatz in der Waldschule Arbeitseinsatz in der Waldschule
Am Sonnabendvormittag durften sich die Eltern auf dem Schulhof der Elbenauer Waldschule austoben – beim Verschönern und Instandsetzen. Auf dem Seilgarten-Kletterspielplatz wurden 18 Kubikmeter Holzhackschnitzel verteilt. Das unbehandelt angelieferte natürliche Material bleibt bei der Herstellung von Brennholz übrig. Die Kosten dafür wurden vom benachbarten Friedwald gesponsert.
Auf dem Schulhof steht eine Weide, unter deren bis auf den Boden herunterhängenden Zweigen die Kinder gern spielen. Dort wurde der Boden mit Holzpflaster befestigt. Andere Eltern waren dabei, Bänken einen neuen Anstrich zu geben.
Schulleiter Frank Faust, der selbst mit anpackte, freute sich über die große Hilfe der Eltern und stellte dafür das gemeinsame Feiern nach der Arbeit in Aussicht. "Nach dem Arbeitseinsatz gibt es ein vorgezogenes ‚Vatertagsgrillen' für alle Helfer", sagte er, "das haben wir schon in den vergangenen Jahren so gemacht". Auch dafür liefen bereits die Vorbereitungen – in der Küche des Speiseraumes.
Auch die nächsten Veranstaltungen der Schule kündigte Frank Faust gleich an: am Sonnabend, dem 20. Mai gibt es von 14 bis 17 Uhr das Schulfest der Waldschule. Diesmal unter dem Motto "Piraten" und in dem Zusammenhang um 15 Uhr mit einem Auftritt des Shanty-Chores.

12.05. Jahresversammlung des Bürger- und Kulturvereins: "für das Dorf was tun"

Am Freitag fand die jährliche Versammlung des Elbenauer Bürger- und Kulturvereins statt. Zunächst blickte Vereinsvorsitzende Sabine Krause zurück auf das vergangene Jahr, bevor die für jeden Verein vorgeschriebenen Formalitäten absolviert wurden: Finanzbericht und Kassenbericht (übrigens beides ohne Beanstandungen). Im vergangenen Jahr gab es einige Veranstaltungen, teilweise auch gemeinsam mit anderen Vereinen gestaltet, zu denen auch Nichtmitglieder eingeladen waren und mit denen der Verein gemeinnützig zum dörflichen Leben beiträgt. Das Osterfeuer gehört ganz selbstverständlich dazu, ebenso das Nikolausfest an der Kirche, nach dem Chorkonzert. Aber auch Kabarettbesuche, eine Advents-Busfahrt nach Bremen, ein Ausflug zum Ringheiligtum und das Weihnachtsbasteln bei Beymes standen auf der Liste.
Anschließend wurden Ideen für Aktivitäten im Jahr 2017 zusammengetragen. Die Beteiligung am Osterfeuer 2018 (das Abrechnungsjahr geht immer bis zum Mai des folgenden Jahres) und die Unterstützung des Chorsingens in der Kirche sind dabei selbstverständlich, ebenso wie Adventsbasteln und Busfahrt zum Jahresende hin. Auch eine Radtour wird es wieder geben, dafür wurden mögliche Ziele diskutiert. Im Frühjahr 2018 wird es eine Nachtigallenwanderung geben.
Was auf beiden Listen – der für 2016 und der für das aktuelle Jahr – fehlte, war das Dorffest. "Das gab es nicht und wird es auch in diesem Jahr nicht geben", erklärte Sabine Krause. Grund dafür sind einfach die fehlenden personellen Möglichkeiten. Damit steht der Bürger- und Kulturverein nicht allein da – so wie auch die anderen Vereine in Elbenau, die sich üblicherweise an den großen Veranstaltungen beteiligen, sammelt er Kraft (und Ideen) für das im Jahr 2018 bevorstehende 725. Gründungsjubiläum. Da sich in dem Jahr auch der Bau der Kirche zum 275. mal jährt, wird auch überlegt, beides zusammenzulegen. Wer hier nachrechnet, kommt auf 1000 Jahre. "1000 Jahre Elbenau" wäre übrigens ein schönes Motto für ein Dorffest.
Da das auf jeden Fall Aufwand bei der Vorbereitung bedeutet, würden sich alle Vereine über mehr Beteiligung freuen. Im Juni wird es aber erst einmal ein Treffen von Vertretern aller Elbenauer Vereine (Bürger- und Kulturverein, Sportverein, Chor, Volkssolidarität, Linedancer) und der Elbenauer Feuerwehr geben, zu dem auch Schule und Kirche eingeladen werden. Dann wird über das weitere Vorgehen bei der Vorbereitung des Dorffestes 2018 gesprochen und werden wohl auch erste Ideen zusammengetragen werden. Der Bürger- und Kulturverein hat schon einiges auf seiner Vorschlagsliste stehen.

12.05. Ab Montag: Straßensperrung Richtung Plötzky

Die Sperr- und Umleitungsschilder stehen schon bereit: vom 15. Mai bis zum 14. Juli ist die Kreisstraße K1296 Richtung Plötzky gesperrt. Grund sind Straßenbauarbeiten. Welcher Art, wurde nicht mitgeteilt. Es kann vermutet werden, daß im Zuge der Deichbauarbeiten die Deichüberfahrten erhöht werden.
Die Umleitung wird über Grünewalde und die B246A führen. Von der Nutzung des ortskundigen bekannten Schleichweges wird abgeraten, da dort vermutlich wieder kontrolliert werden wird.

01.05. Wetterrückblick auf den April: sonnig mit Nachtfrost

Niederschlag:
Summe: 18 mm
Maxima:
7,7 mm/d am 18.04.
4,6 mm/h am 18.04.
Niederschlagstage: 10 Tage

Temperatur:
max. + 21,8 °C am 01.04.
min. - 2,6 °C am 20.04.
Mittelwert + 9,1 °C
5 Frosttage

Der April begann sonnig und warm. Von wenigen Regentagen unterbrochen blieb der Monat auch so. Etwas mehr Regen gab es nur um die Ostertage herum, auch wenn die ursprünglich dafür angekündigten Regenmengen dann doch nicht eintraten. So blieb der Monat dann insgesamt sehr trocken. So wie das bereits in den letzten Jahren der Fall war (2007, 2009 und 2010 waren sogar noch trockener).
Nach Ostern sorgte ein Hoch für sonniges Wetter - und durch den klaren Himmel auch für teils kräftigen Nachtfrost. In den Gärten ist dadurch einiges an Blüten erfroren.

15.04. Das Osterfeuer leuchtet in die Osternacht

Osterfeuer Elbenau 2017
Der Morgen des Ostersonnabend begann mit Regen. Deshalb kamen die Elbenauer zögerlich mit ihrem Brenngut zur Wiese an der Straße nach Ranies. Die Elbenauer Feuerwehr war aber pünktlich vor Ort, um die Anlieferung zu beaufsichtigen.
Am Abend war dann alles fertig vorbereitet. Die Männer vom Sportverein hatten die Grills angeheizt und die Frauen vom Bürger- und Kulturverein die Getränke bereitgestellt und den Glühweinkocher angeworfen. Die Feuerwehr hatte nicht nur geholfen, das Osterfeuer aufzustapeln. Sie sorgten mit ihrem Notstromaggregat auch für Strom für den Getränkestand und am Abend auch für die Beleuchtung des Platzes.
Um halb acht – die Sonne stand da nur noch knapp über dem Horizont – wurde das Feuer entzündet. Der kräftige Wind blies die Flammen in den Holzstoß, es dauerte nicht lange, bis er voll in Flammen stand. Bei den dicken Qualmwolken (und sicher auch jeder Menge Feinstaub) die weit sichtbar über den Acker trieben, klingt es vielleicht verwunderlich – aber das Elbenauer Osterfeuer ist das ökologischste von allen Osterfeuern in Schönebeck und wohl auch im Salzlandkreis: Dadurch, daß das Feuer hier immer erst am Ostersonnabend und unter Aufsicht der Feuerwehr aufgestapelt wird, vermeiden die Elbenauer nicht nur das vorzeitige Abfackeln des Feuers. Es kommen so auch weder behandeltes Holz noch Gummireifen ins Feuer. Außerdem können sich anders als in schon Tage zuvor aufgestapelten Feuern keine Tier in den Reisighaufen verstecken, die sonst im Feuer verbrennen würden.
Der Ostersonnabend war ab Mittag entgegen den Wettervorhersagen trocken und sonnig. So kamen dann etwa 200 Besucher aus Elbenau und den Nachbarorten zum Osterfeuer. Nicht nur der Wärme des Feuers wegen, sondern auch, um mit Freunden und Bekannten zu erzählen. Davon wurde dann auch reichlich Gebrauch gemacht. Die letzten auf dem Platz waren wie immer die Kameraden der Feuerwehr. Sie mussten noch so lange Brandwache halten, bis auch die letzten Besucher gegangen waren.
Hier gibt es Fotos vom Osterfeuer.

01.04. Wetterrückblick auf den März: sonniger Frühlingsmonat

Niederschlag:
Summe: 35 mm
Maxima:
8,8 mm/d am 09.03.
2,5 mm/h am 19.03.
Niederschlagstage: 12 Tage

Temperatur:
max. + 24,3 °C am 31.03.
min. - 2,4 °C am 13.03.
Mittelwert + 7,9 °C

Der Monat des Frühlingsmonat begann kühl und regnerisch und hatte in der Monatsmitte auch ein paar regnerische Tage. Insgesamt aber zeigte sich das Wetter aber von seiner freundlichen Seite, mit vielen warmen und sonnigen,
teils sogar beinahe frühsommerlichen Tagen und bereits Anfang des Monats den ersten Krokussen.

30.03. Das diesjährige Osterfeuer wirft seinen Schein voraus

Osterfeuer 2016
Auch in diesem Jahr wird es wieder das Elbenauer Osterfeuer geben. Wie in den vergangenen Jahren wird es am Ostersonnabend, am 15. April, auf der Wiese links der Straße nach Ranies stattfinden und gegen Sonnenuntergang entzündet werden.
Die Annahme von Brenngut (nur unbelastetes Brennmaterial – kein Hausrat, Möbel oder behandeltes Holz!) erfolgt aus Umweltschutzgründen ausschließlich am Ostersonnabend von 9 bis 17 Uhr und unter Aufsicht der Elbenauer Feuerwehr.
Für die Entsorgungskosten der Asche (dafür fallen einige hundert Euro an) bittet der Bürger- und Kulturverein um eine Spende. Dafür wird wieder eine Spendenbüchse bereitstehen.
Für Speisen vom Grill und Getränke ist gesorgt.

03.03. Jahresversammlung der Freiwilligen Feuerwehr

Elbenauer Wehr sucht dringend Freiwillige Text und Fotos: Hans-Peter Wannewitz
In seiner Rede bei der Jahresversammlung der Elbenauer Feuerwehr machte Stadtwehrleiter Uwe Tandler angesichts des flächendeckenden Personalproblems der Schönebecker Freiwilligen Feuerwehren einen unkonventionellen Vorschlag, der Zuspruch erhielt: „Zumindest in kleineren, dörflichen Wehren könnte man doch einfach einmal Aufnahmeanträge in die Briefkästen der Bürger werfen.“ Für die Stadtteilwehr bedeutet dies: In Elbenau und in Grünewalde. Es werden vielleicht nicht Scharen neuer Mitglieder zu erwarten sein, aber immerhin hat man auf das Problem aufmerksam gemacht, und der eine oder andere, dem das selbstlose, interessante und engagierte Ehrenamt der Kameraden noch nicht ganz bewusst war, empfiehlt diesen Antrag vielleicht weiter oder füllt ihn gar selbst aus. Es gab Beifall dafür, denn laut Struktur fehlen allein der Elbenauer Wehr sieben aktive Mitglieder.
Wenn man auch die Erhöhung des Aktivenalters von 65 auf 67 um zwei Jahre verschiebt, dann gibt es ohnehin nur wenige Kameraden, die mit 65 noch aktiv sind oder sein können. 80 Prozent gehen schon vorher in die Alters- und Ehrenabteilung, sagte Stadtteilwehrleiter Ronald Mühlsiegel dazu. Die politischen Verantwortlichen im Land seien deshalb und überhaupt gefordert, die ehrenamtliche Arbeit der Feuerwehren wieder attraktiver zu machen und dazu beizutragen, waren sich die Kameraden einig.
Fünf ganz besondere Elbenauer Kameraden haben das Eintrittsprocedere längst hinter sich und wurden am vergangenen Samstag im Gerätehaus geehrt oder befördert: Hans-Jürgen Ohle (Foto 1) zum Oberlöschmeister, Marcel Ohle (Foto 2) und Stefan Funken (in Abwesenheit) zum 1. Hauptfeuerwehrmann. Sascha Kunstmann (Foto 3), Leiter der Jugendwehr, wurde zum Gruppenführer ernannt. Hartmut Böhmer (Foto 4) wurde für seine 50-jährige Mitgliedschaft geehrt.
Auszeichnungen bei der Feuerwehr Elbenau Auszeichnungen bei der Feuerwehr Elbenau Auszeichnungen bei der Feuerwehr Elbenau Auszeichnungen bei der Feuerwehr Elbenau
Vor den Ehrungen trug Stadtteilwehrleiter Ronald Mühlsiegel den Rechenschaftsbericht für 2016 vor. Hier einige Auszüge aus dieser Bilanz: Die 1922 gegründete Elbenauer Freiwillige Wehr feiert in diesem Jahr ihr 95-jähriges Jubiläum, und man sieht dem 100. Geburtstag schon jetzt mit einiger Zuversicht entgegen. Derzeit gibt es 42 Mitglieder, davon 19 aktive Kameradinnen und Kameraden (davon eine derzeit im Babyjahr und einer wegen Lehrzeit beurlaubt). Drei Kameradinnen machen Innendienst, sechs sind in der Alters- und Ehrenwehr, 14 sind Mitglieder der Jugendwehr und 10 fördern die Arbeit der Feuerwehr.
Das Einsatzgebiet umfasst neben Elbenau und Grünewalde auch größere Waldgebiete. 2016 gab es eine Einsatzübung und insgesamt neun Einsätze, darunter zwei mittelgroße Brände, eine Ölspurbeseitigung, eine PKW-Bergung und fünf Alarmierungen über Brandmeldeanlagen. Insgesamt wurden 68 Einsatzstunden gezählt, etwa sieben pro Kameraden.
Der Ausbildungsstand verzeichnet ein hohes Niveau: Im Rahmen der Standortausbildung wurden 40 Dienst- und Ausbildungsabende mit 754 Stunden geleistet. Kamerad Peter Bitter verzeichnete 38 Dienste, 29 Hans-Jürgen Ohle und 28 Hartmut Böhmer und Marcel Ohle. Es erfolgte ein intensives Training auf dem Löschfahrzeug 10 mit dessen Geräten und Ausrüstung. Spezialausbildungen gab es mit dem SW 2000 zu Wasserversorgung und –transport. Bis 1500 Wegstrecke können hier ohne andere Wehren bewältigt werden. In der Kreisausbildung nahm Thomas Haas am Funklehrgang, Christopher Sperlich am Lehrgang für Atemschutzgeräteträger und Marcel Ohle am diesbezüglichen Notfalltraining teil. Im Einzelnen ergibt sich folgender Stand:
  • 1 Verbandsführer
  • 5 Gruppenführer
  • 12 Truppführer
  • 7 Atemschutzgeräteträger
  • 12 TH1-Lehrgang
  • 7 Maschinisten
  • 1 ABC-Einsatz
  • 1 ABC-Erkundung
  • 3 Notfalltraining Atemschutz
  • 8 Führer der Motorkettensäge
  • 2 Führer TH-Einsatz
  • 3 Jugendfeuerwehrwart
  • 2 in der Ausbildung zum Feuerwehrmann
Ronald Mühlsiegel sagte dazu: „Gerade der Ausbildungsstand spiegelt die hohe Motivation der Elbenauer Kameraden wider. Das erfordert nicht nur den ehrenamtlichen, entgeltlosen Einsatz, sondern auch das Verständnis der jeweiligen Angehörigen. Unsere Wehren fallen nicht als glückliche Hilfe- und Dienstleister vom Himmel, sondern opfern Tag für Tag ihre kostbare Freizeit für das Gemeinwohl.“
Zufrieden sind die Kameraden mit ihrem 20-jährigen, aber immer noch modernen Gerätehaus. Bedarf an Neuanschaffungen von Technik gibt es derzeit nicht. Die Ausstattung entspricht der gültigen Feuerwehr-DIN und EURO-Norm. Ronald Mühlsiegel konstatierte am Samstag auch Höhepunkte außerhalb von Einsätzen und Ausbildung: einen Preisskat, das Osterfeuer, ein Billardturnier, einen erstmaligen Damenabend, einen Familiengrillabend ("hier heißt er noch so und nicht Family Barbeque"), ein Knobelturnier und die Weihnachtsfeiern. Auch im neuen Jahr wird es entsprechende Veranstaltungen geben, darunter eine Donatfahrt ab Steinhafen, blickte er voraus. Abschließend dankte der Stadtteilwehrleiter der Verwaltung für die gute Zusammenarbeit und für die Unterstützung der Kameradschaftspflege, aber auch seinen Kameradinnen und Kameraden für die geleistete Arbeit im vergangenen Jahr.
Sascha Kunstmann von der Jugendwehr zog anschließend ebenfalls eine positive Bilanz: 31 Dienstabende zählte diese, darunter den Löschangriff nass in Ranies. In Erinnerung bleiben auch ein Besuch des Hasseröder Ferienparks und ein Orientierungslauf im September, der Besuch des Badelandes in Wolfsburg im November und nicht zuletzt die Jahresabschlüsse im Dezember. Er sei dankbar, dass Wehrmitglieder, Eltern und Familien allesamt die Jugendwehr unterstützen. Auch für 2017 habe man sich viel vorgenommen, unter anderem ein Zeltlager, wieder einen Löschangriff nass, einen möglichen 24-Stunden-Dienst, eine Wasserschlacht, den Besuch der Jugendwehr Rothensee und jede Menge Spaß bei allen Veranstaltungen.
Oberbürgermeister Bert Knoblauch dankte in seinem Grußwort allen Wehrmitgliedern für ihre Einätze und das Engagement in der Ausbildung. „Schön, dass der Schuh hier in Elbenau nicht so drückt wie manchmal woanders“, sagte er. „Die Wehr ist immer da, wenn sie gebraucht werde“, lobte das Stadtoberhaupt. Er unterstrich die Intentionen der anderen Redner, wonach ehrenamtliches Engagement eine gesellschaftspolitische Herausforderung darstellt. Auch er lobte die „tolle Jugendarbeit“ und brachte die Hoffnung zum Ausdruck, dass möglichst viele in den aktiven Dienst übernommen werden können.
Uwe Tandler, der – wie eingangs erwähnt – das Personalproblem thematisierte, sagte, dass es für ihn mehr als nur eine Pflicht sei, die Jahreshauptversammlungen zu besuchen, er komme jeweils gern. Die Elbenauer Wehr „funktioniere“, und auch die Jugendwehr sei „stabil“, lobte er. In diesem Zusammenhang würdigte er auch das Wirken des neuen Stadtteilwehrleiters Ronald Mühlsiegel. Unter anderem mahnte Uwe Tandler dann die Stabilisierung der ABC-Ausbildung an sowie die Findung einer gemeinsamen Richtlinie für die Bekleidungsordnung der Wehren. Nochmals erinnerte er an die Verantwortung des Stadtrates bezüglich der Brandschutzbedarfsplanung.
Der neu gewählte Abschnittsleiter Stephan Ziem stellte sich den Kameraden zunächst vor, übermittelte die Grüße des Kreisbrandmeisters und zeigte sich für alle anfallenden Fragen offen. Er wünschte der Elbenauer Wehr möglichst wenige Einsätze und ein immer heiles Zurückkommen von dort. Kamerad Ballerstedt vom Kreisfeuerwehrverband, der 99 Wehren im Salzlandkreis betreut, lobte besonders die Arbeit der Jugendfeuerwehr in Elbenau. Der Sicherheitsbeauftragte Siegfried Kliematz, sagte, er stehe für Schulungen gern zur Verfügung, wünschte ein unfallfreies Einsatzjahr 2017 und sprach vom notwendigen Versicherungsschutz durch die Feuerwehr Unfallkasse FUK.
Stadträtin Marlis Eckruth zeigte sich bereit, auch in Grünewalde für die Stärkung der Elbenauer Wehr zu werben. Wie Werner Grundmann auch dankte sie der Wehr für ihre Einsätze. Holger Goldschmidt sagte, dass man auch Jugendeinrichtungen für Werbeaktionen nutzen sollte, um den Bestand der Wehr(en) zu sichern. Und Sabine Krause vom Bürger- und Kulturverein Elbenau sprach von einer immer guten Zusammenarbeit zwischen Wehr und Verein, etwa beim Osterfeuer 2016. Sie blickte schon auf das Fest des 725-jährigen Dorfjubiläums 2018 und kann sich auch hier diese gute Kooperation bei der Vorbereitung vorstellen. Der Jugendwehr übergab sie als Vereinsvorsitzende eine Spende.

01.03. Eiscafé Ebeling eröffnet die Eissaison in Elbenau

Eiscafé Ebeling Elbenau
Nein, das Wetter sah ganz und gar nicht nach dem Beginn der Eis-Saison aus: es war kühl, windig und zuweilen regnete es auch. Die Gäste ließen dennoch nicht auf sich warten. Dajana Ebeling hatte gut zu tun, Eisbecher zusammenzustellen und Waffeltüten zu füllen. Bei den knapp zwanzig Behältern in der Eistheke fällt die Auswahl nicht leicht. Gibt es eigentlich wieder etwas neues zum Probieren, eine Empfehlung der Chefin vielleicht? "Neu haben wir Brownie-Eis im Angebot. Oder probieren Sie mal das Raffaelo-Eis", sagte Dajana Ebeling. "Aber eigentlich haben wir neben einigen Standards immer täglich wechselnde Sorten, in der Hauptsaison sogar beinahe stündlich neue".
Auf die Frage nach ihrem Kundenkreis konnte Dajana Ebeling von interessanten Begegnungen berichten: "die meisten kommen natürlich aus der Umgebung. Aber ich kenne inzwischen auch Stammkunden aus Hamburg. Die fahren regelmäßig auf dem Elbe-Radweg und versäumen es nie, hier anzuhalten".
Eine Bitte gab die Eiscafé-Chefin dann auch noch mit: sie sucht dringend Angestellte für die Arbeit im Eiscafé: "bitte einfach im Café melden", sagte sie.
Das Eiscafé Ebeling ist jetzt, in der Vorsaison, Mittwoch bis Sonntag von 13 bis 18 Uhr geöffnet.

01.03. Wetterrückblick auf den Februar: Erst Winter, dann Frühling

Eis auf der Alten Elbe
Niederschlag:
Summe: 29 mm
Maxima:
15,0 mm/d am 22./23.02.
6,2 mm/h am 22.02.
Niederschlagstage: 10 Tage

Temperatur:
max. + 14,0 °C am 27.02.
min. - 7,8 °C am 14.02.
Mittelwert + 2,8 °C
15 Frosttage
3 Eistage

Anfang Februar setzte zunächst Tauwetter ein. Dann folgte jedoch ein kräftiges Hochdruckgebiet, das klaren Himmel und kräftigen Frost brachte, mit teilweise auch am Tag unter Null liegenden Werten. Im letzten Monatsdrittel gab es zwei aufeinanderfolgende Tiefdruckgebiete, die Regen und stürmischen Wind brachten und die Temperaturen kräftig steigen ließen. Der Mittelwert des Februar lag dann mit 2,8 °C auch deutlich über Null.
Auf vielen Gewässern hielt sich die aus dem kalten Januar stammende dicke Eisdecke noch bis zum 20. Februar. Erst dann taute der einsetzende Regen das Eis innerhalb weniger Tage. Wegen der Nachtfröste blieb das Eis bis dahin jedoch fest und tragfähig, mit einer Dicke zwischen 10 und 14 Zentimetern. Trotz einiger sehr warmer Tage war Schlittschuhlaufen noch bis zum 19. Februar möglich (an den wärmeren Tagen jeweils nur vormittags).

24.02. Deichverstärkung beginnt

Deichbauarbeiten Deichbauarbeiten
Im vergangenen Jahr wurde durch den Landesbetrieb für Hochwasserschutz angekündigt, dass der Deich des Umflutkanals mit Spundwänden verstärkt werden soll (elbenau.de berichtete). Inzwischen ist die Baustelle neben dem Deich eingerichtet. Auf dem Deich steht bereits die kräftige hydraulische Presse, die die fünf Meter langen Spundwände in den Deichkörper drücken wird.

01.02. Wetterrückblick auf den Januar: Endlich Winter!

Niederschlag:
Summe: 34 mm, davon 10 cm als Schnee
Maxima:
7,2 mm/d am 30.01.
3,1 mm/h am 04.01.
Niederschlagstage: 9 Tage

Temperatur:
max. + 5,2 °C am 12.01.
min. - 10,6 °C am 06.01.
Mittelwert -0,77 °C
22 Frosttage
10 Eistage

Im Januar wurde das Wetter durch zwei kräftige Hochdruckgebiete mit einem dazwischen liegenden Tief bestimmt. Dabei lagen 60 Hektopascal zwischen Minimum und Maximum.

Das neue Jahr begann gleich am 2. Januar mit einem Zentimeter Schnee. Der jedoch taute in der Wärme der Wintersonne und blieb allenfalls an schattigen Stellen liegen. Dann kam das erste Hoch ins Spiel und ließ am Dreikönigstag das Quecksilber auf frostige minus zehn Grad fallen. Das folgende kräftige Tief sorgte für etwas Regen und anschließend für immerhin neun Zentimeter Schnee. Der blieb in der Kälte des zweiten Hochs sogar beinahe bis zum Monatsende liegen.

An 22 Tagen gab es nachts Temperaturen unter Null, in der zweiten Monatshälfte stieg die Temperatur auch am Tag nur wenige Grad über den Gefrierpunkt und an zehn Tagen gab es sogar Dauerfrost. Darüber konnten sich die Wintersportler freuen. Ein paar Tage genügte der frische Schnee zum Langlaufski laufen und auf stehenden Gewässern war das Eis am Ende des Monats mit 12 Zentimetern dick genug zum Schlittschuhlaufen.

28.01. Auf dem Eis

Der Frost der vergangenen Tage hat die Eisdicke auf der Alten Elbe bis Freitag auf 10 bis 12 Zentimeter wachsen lassen. Ob Schlittschuhlaufen oder Eisangeln – vielen Leuten macht das kalte Wetter Spaß und liefert Möglichkeiten, ihre freie Zeit an der frischen Luft zu verbringen.

21.01. Eiszeit

Eis an der Haberlandbrücke

Nach über einer Woche Frost sind bereits die ersten Schlittschuhspuren auf dem Eis zu sehen. Auch die Eisangler haben schon die Haken in ihre Eislöcher gehängt. Wie ein erster Test zeigte, ist das Eis knackfrei und trägt. 6 Zentimeter Eisdicke gelten für Einzelpersonen als Mindestwert, besser sind aber 8 Zentimeter, die dann auch für Personengruppen ausreichen.
Am Sonnabend morgen wurde auf der Elbenauer Liesekuhle eine Eisdicke von 8 Zentimeter gemessen. Auf der Alten Elbe zwischen Haberlandbrück und Alter Fähre ist das Eis ebenfalls 8 Zentimeter dick. Dünner ist es allerdings unter der Brücke der Alten Fähre. Dort beträgt die Eisdicke nur 6 Zentimeter. Durch den auf dem Eis getauten und dann wieder gefrorenen Schnee ist das Eis allerdings etwas holprig. Bei Natureisbahnen muß das aber in Kauf genommen werden.
Auf jeden Fall müssen beim Betreten des Eises oder Schlittschuhlaufen die üblichen Vorsichtsregeln für das Verhalten auf dem Eis beachtet werden. Die Wasserwacht des Roten Kreuzes hat sie auf dem abgebildeten Plakat (anklicken zum Vergrößern) in grafischer Form gut verständlich zusammengestellt.

17.01. Einwohnerversammlung für Elbenau und Grünewalde

Einwohnerversammlung
Bereits vor der Einwohnerversammlung war abzusehen, daß es in diesem Jahr keine "Aufregerthemen" geben würde. So sprach es für das allgemeine Interesse der Bürger an ihren Dörfern, daß dennoch immerhin etwa 40 Elbenauer und Grünewalder den Weg zur Versammlung in den Saal von Gärtners Bistro fanden.
Zu Beginn informierte Oberbürgermeister Bert Knoblauch über einige aktuell in der Verwaltung diskutierte Vorhaben. Einen großen Raum nahm dabei die jetzt wieder machbar scheinende Renaturierung der Alten Elbe ein. Um das 2010 vom BUND vorgeschlagene Projekt war es schon lange sehr ruhig geworden (elbenau.de berichtete zuletzt am 10.01.2011 darüber). Allerdings soll es in der Form nochmals grundlegend überarbeitet werden. Der nach dem Ort ihres Abzweiges aus der Elbe "Dornburger Alte Elbe" genannte Altarm ist zum großen Teil stark verschlammt, zum Teil sogar bereits verlandet. Sie soll vom Schlamm befreit werden und dann wieder mit Wasser gefüllt sein. Allerdings nicht wie ursprünglich geplant auf ihrer gesamten Länge, sondern nur auf einem Teil. Ein anderer Teil, möglicherweise zwischen der Haberlandbrücke und Elbenau, soll den herausgebaggerten Schlamm aufnehmen und zum Feutbiotop werden. In dem Fall würden keine Entsorgungskosten anfallen. "Für Elbenau hätte das Projekt einen großen Vorteil: der in die Alte Elbe fließende Elbenauer Landgraben würde dann mehr Aufnahmevolumen vorfinden, das Wasser könnte aus Elbenau besser abfließen", erklärte OB Knoblauch. Aus seiner Sicht ist die Zeit günstig für dieses Projekt: "der Landesbetrieb für Hochwasserschutz muß für seine Deichbaumaßnahmen einiges an Ausgleichsmaßnahmen durchführen, da könnte auch dieses Projekt angerechnet werden". Und fügt hinzu: "Im Gegenzug für die Durchführung der Renaturierung der Alten Elbe könnte der BUND seinen Widerstand gegen die Auslichtung des Umflutkanals aufgeben". Damit wäre dann der Weg für beide Maßnahmen bereitet. Das Vorhaben befindet sich zur Zeit in einer behördeninternen Abstimmung unter anderem mit dem Salzlandkreis und den federführend verantwortlichen Behörden der Stadt Magdeburg. Auch der Bauernverband wird einbezogen. Mitte Februar wird es ein Abstimmungsgespräch mit in diesem Gebiet tätigen Landwirten, den Städten Schönebeck und Magdeburg und einigen Ortsbürgermeistern geben. Elbenau.de wird weiter berichten.
In der Diskussion schlug ein Bürger vor, die Liesekuhle auch zum Aufnehmen des Schlammes zu nutzen. Nach Worten von OB Knoblauch ist das nicht geplant. Und im Sinne der Elbenauer ist auch zu hoffen, daß wenigsten der verbliebene Rest des einst viel größeren Dorfteiches erhalten bleibt. Eigentlich müßte die Liesekuhle vielmehr selbst ausgebaggert und renaturiert werden.
Ein weiterer Punkt, der vor allem Grünewalde betrifft, ist das Kleingartenentwicklungskonzept der Stadt Schönebeck (KEKS). In der Grünewalder Kleingartensparte "Waldesruh" gibt es ein hohes Maß an Leerstand, in einigen Lauben hat es bereits gebrannt. Kleingartenanlagen mit ungenutzten Pachtgärten sind stärker als andere durch die fälligen Pachtzahlungen belastet, da die Pacht dennoch aufzubringen ist. Bei der Erstellung des KEKS wurde versucht, Einvernehmen zwischen den Kleingärtnern und den Besitzern der Grundstücke (teils die Stadt Schönebeck, teils Kirchgemeinden oder private Eigentümer) über das Freimachen und mögliche Nachnutzung größerer zusammenhängender Flächen herzustellen. Flächen, die dann zur Bebauung oder für Streuobstwiesen genutzt werden könnten. Ein Problem wird noch die Beräumung der verwilderten Gärten und der daraufstehenden, verlassenen Lauben sein. Dabei will die Stadt den Kleingartensparten helfen.
Zur Hochwasserschadensbeseitigung gab es seitens der Stadt nicht viel zu melden. In Grünewalde wurde im vergangenen Jahr die Straße am ehemaligen Sportplatz (zwischen Deichstaße und Salzstraße) asphaltiert. In diesem Jahr sollen einige in der Schulzenstraße entstandene Absenkungen beseitigt werden.
Nächster Punkt des Oberbürgermeisters war die Zukunft des alten, nicht genutzten Schulgebäudes. Eigentlich ist dies die "neue Schule" – nur sieht dieses aus den 1970er Jahren stammende Gebäude im aktuellen Zustand viel älter aus als das eigentlich ältere, aber sanierte Schulgebäude der Elbenauer Waldschule. Für das ungenutzte Gebäude bestanden bereits Abrißpläne. Allerdings hatte der Elbenauer Sportverein, der bereits die Turnhalle nutzt, vor einiger Zeit angefragt, Räume in dem Schulgebäude nutzen zu wollen. "Ich habe seitdem nichts wieder davon gehört", sagte OB Knoblauch und bittet darum, daß "der Sportverein in der Sache nochmals kurzfristig auf die Stadt zugehen" solle. Da der Vorsitzende des Sportvereins nicht anwesend war, blieb dieser Punkt vorerst offen. Susanne Brandt sagte zu, diese Frage an den Sportverein weiterzugeben.
Zur Nutzung des Schulgebäudes durch die Waldschule gab es unterschiedliche Aussagen. OB Knoblauch erklärte den Bürgern, daß die Oskar-Kämmer-Schule ursprünglich eine Schule in Schönebeck eröffnen und die Elbenauer Schule bis dahin nur vorübergehend nutzen wollte. Um der Schule entgegenzukommen, hatte die Stadt Schönebeck das Gebäude bisher ohne Mietzahlungen zur Verfügung gestellt. Schulleiter Frank Faust sagte dagegen, daß die Schule eine Miete zahlen würde. "Allerdings ist diese Miete wirklich sehr niedrig, das ist ein sehr großes Entgegenkommen der Stadt", betonte Faust und stimmte mit OB Knoblauch darin überein, daß man über eine Aktualisierung des Mitvertrages sprechen müsse – schließlich gebe es jetzt keine Pläne mehr, mit der Schule nach Schönebeck zu gehen. "Wir hätten die Schule auch bereits kaufen können", sagte Faust, "aber mit der drohenden Belastung durch einen notwendigen Abriß des ungenutzten Schulteils konnten wir das nicht. So reich wird man mit dem Betrieb einer Schule nicht". OB Knoblauch sicherte zu, eine für beide Seiten verträgliche Lösung finden zu wollen. Wenn jetzt Baumaßnahmen fällig werden, dürfe aber auch die Stadt nicht ohne Miete auf den Kosten sitzen bleiben.
Als die Diskussion eröffnet wurde, ergriff Holger Goldschmidt als erster das Wort. Er sprach die immer schmaler werdende KAP-Straße Richtung Randau an. Zum einen gibt es auf dieser (nicht für den öffentlichen Verkehr freigegebenen) Straße einen immer stärkeren Verkehr, zum anderen würde das Gebüsch am Ackerrand den Weg immer weiter überwuchern und müßte dringend freigeschnitten werden, führte Goldschmidt dazu aus. Schönebecks Baudezernent Guido Schmidt erklärte, daß das dann aber wiederum zu noch mehr Verkehr führen könnte. Auch OB Knoblauch verwies darauf, daß es kein öffentlicher Weg und das Freischneiden eigentlich nur dem Bedarf der Landwirtschaft gemäß vorgenommen werden müsse.
In einem weiteren Punkt lobte Goldschmidt Stadt und Landkreis: "bei der Beseitigung von Altreifen an der Steinablage hat die Zusammenarbeit hervorragend funktioniert". In diese Richtung ging auch die Anfrage von Thoralf Winkler, der klargestellt haben wollte, an wen illegale Müllablagerungen gemeldet werden müßten – an die Stadt oder die Kreisreinigung. Der für Ordnung und Sicherheit zuständige Dezernent Joachim Schulke verdeutlichte die Sachlage so: zuständig ist zunächst die Stadt Schönebeck. Das Ordnungsamt untersucht den Fall und beauftragt dann je nach Art des Mülls entweder gleich die Kreisreinigung oder informiert das Umweltamt des Landkreises. "Wenn Sie es uns mitteilen, ist das auf jeden Fall richtig", sagte Schulke und verwies auch auf den seit Anfang Januar betriebenen "Schönebeck-Melder" auf der Schönebecker Internetseite. Dieser ist unter schoenebeck.sagsunseinfach.de/ zu erreichen und enthält neben einer Eingabemaske für eine Beschreibung und die Art der Meldung auch eine Online-Karte, in der der Ort eines Schadens oder einer Müllablagerung auf den Meter genau markiert werden kann.
Einen weitere Frage drehte sich um die Zukunft des Grünewalder Kindergartens. OB Knoblauch erklärte, daß es dazu keinen neuen Stand gebe. Zwar gab es Überlegungen beim Neubau eines Rathauscenters dort auch einen Kindergarten einzuplanen. Allerdings werde dieses Projekt nicht mit Vorrang vorangetrieben. "Es gibt dafür zur Zeit keine ernsthaften Pläne", sagte er. Auch sei die Genehmigung für den jetzigen Kindergarten weiter gültig. "Der einzige Neubau, der derzeit geplant ist, ist der Neubau der Kita Gänsewinkel in Felgeleben", sagte Knoblauch, "und dann ist auch ein ausreichender Bestand an Kitas vorhanden". Damit sieht die Lage anders als zum Beispiel in Magdeburg aus.
Sabine Bernhardt aus Grünewalde plädierte ausdrücklich für den Erhalt der dortigen Kita. "Warum nutzt man nicht freiwerdende Flächen in der Kleingartensparte?", fragte sie und schlug damit den Bogen zu den vorherigen Ausführungen des Oberbürgermeisters. "Das wäre dann sehr schön für junge Familien in Grünewalde". In seiner Antwort bat OB Knoblauch darum, aus seinen Worten "keinen falschen Zungenschlag herauszuhören". "Ich will mich auch nicht gegen einen Neubau in Grünewalde sperren", sagte er, "nur gibt es gegenwärtig wirklich keinen Bedarf". Außerdem kämen zur Zeit nur 30 Prozent der Kinder aus Grünewalde und der größte Teil aus Schönebeck, für die dann der Weg sogar kürzer wäre. Hinzu fügte er aber auch noch die Information, daß unabhängig von der Stadt die (stadteigene) Wohnungsgesellschaft SWB über den Bau eines Betriebskindergartens in der Schönebecker Altstadt nachgedacht habe.
Herr Manske wollte wissen, ob in Elbenau schnelles Internet gefördert werde. Er sprach einen konkreten Fall in Alt Elbenau an, wo das Internet nur sehr langsam ankomme. OB Knoblauch konnte zwar darauf verweisen, daß die Stadt kontinuierlich an dem Thema arbeite. Aber Elbenau und Grünewalde seien dabei keine Schwerpunkte. Trotz des durch MDDSL vorgenommenen Ausbaus könne es in sehr weit von den Kabelverteilern entfernten Grundstüken sein, daß das Signal nicht gut genug ankomme.
Hartmut Böhmer sprach Baumängel an der Brücke über den Graben auf dem Elbenauer Anger an: dort sind die Platten der Brüstung teilweise locker. Auch Dieter Krause sah ein bauliches Problem, in diesem Fall ein straßenbauliches. Er bemängelte die mangelhafte Ausbesserung von Rissen im Asphalt von Elbenauer und Randauer Straße. Diese wurden mit Teer begossen und dann Sand aufgetragen. "Sogar einen Unfall mit einem Zweirad gab es deswegen schon", sagte er. Baudezernent Schmidt verwies auf den für diese Kreisstraßen zuständigen Salzlandkreis und wird das mit dem Kreis klären.
Mit der Schule hing eine Frage von Schulleiter Frank Faust zusammen. Er wollte wissen, ob man für die Anordnung von Tempo 30 im Bereich der Schule einen neuen Anlauf starten könne. "Wäre das im Interesse der Anwohner? Was kann die Schule dafür tun? Und würde die Stadt das mittragen?" fragte er. Von den anwesenden Elbenauern war Zustimmung zu hören und auch OB Knoblauch sah seitens der Stadt keine Hinderungsgründe. Nach vor kurzem beschlossenen verkehrsgesetzlichen Änderungen sei Tempo 30 an Schulen und Kitas nun einfacher umzusetzen. Baudezernent Guido Schmidt wird dem Kreis sprechen, um das nochmal anzuschieben.
Ein unangenehm riechendes Problem brachte Almut Meyer aus Grünewalde mit. Sie erwähnte unregelmäßig auftretende Geruchsbelästigungen, bei denen es nach schwelendem Plastik rieche. Sie habe das schon dem Umweltamt gemeldet, aber bisher hätten Tests nichts ergeben. Sie war über das weitere Vorgehen etwas ratlos und fragte, um damit nicht allein zu sein, in die Runde, ob auch andere diese Problem kennen würden. Es stellte sich heraus, daß sie nicht die einzige mit dieser Geruchswahrnehmung war und auch andere Grünewalder – und auch Elbenauer – derartige Gerüche bereits festgestellt hatten. Nur konnte niemand etwas zu einer Ursache beitragen. Vermutet wurde die Verbrennung von Abfällen zum Beispiel im Kamin. "Dann würde es aber wahrscheinlich jedesmal anderes riechen", erwiderte Meyer, "aber in dem Fall roch es jedesmal gleich". OB Knoblauch konnte zu dem Problem immerhin beitragen, daß die Stadt schon bei der Hermania nachgefragt hatte, aber dort seien keine Havarien oder ähnliche mögliche Ursachen protokolliert. Er schlug vor, den Landkreis das untersuchen zu lassen. Jedoch könne das – wie beim in der Presse berichteten Fall von Staubablagerungen in Staßfurt – auch ergebnislos enden. Auch Dezernet Schulke konnte nur berichten, daß seine Mitarbeiter selbst nichts feststellen konnten. Er schlug vor, daß alle bei der Wahrnehmung derartiger Gerüche Tag, Uhrzeit und Windrichtung protokollieren sollten. "Daraus können sich dann Anhaltspunkte auf mögliche Verursacher ergeben".
Otto Blässing aus Grünewalde wies auf die Zerstörung oder Zuschüttung des Entwässerungsrohres am Grünewalder Sportplatz hin. "Dort gab es mal ein Rohr unter der Straße", sagte er, "man hätte vor den Arbeiten mal die Anwohner fragen sollen". Künftig werde nach einem Hochwasser das Wasser dort nicht ablaufen können, sagte er. Auch dieser Frage werde sich Dezernent Schmidt annehmen. Eine weitere Frage ging über die Dörfer hinaus: "Wie ist eigentlich der Stand zum Bahnhofstunnel", wollte Otto Blässing noch wissen. Dezernent Schmidt erklärte dazu, daß das Projekt noch offen sein und es jetzt an der Bahn sei, Unterlagen dazu vorzulegen. Dann erst würde sich der Stadtrat damit befassen. Das sei aber eher etwas für die Jahre 2019/20.
Am Ende ging es noch um den gegenwärtig gesperrten Gehweg am Ortsausgang Richtung Plötzky. Baudezernent Schmidt erläuterte den Sachstand: Dort ist die Stützwand für den Gehweg abgerutscht und der Gehweg ein Stück abgesackt. Die Brücke selbst liegt in der Baulast des Kreises und ist auch nicht betroffen. Für Stützwand und Gehweg ist die Stadt zuständig. Die Reparatur ist im Haushalt 2017 nicht berücksichtigt und wird erst im nächsten Jahr gemacht werden.
Trotz der wenigen Themen dauerte die Veranstaltung volle zwei Stunden. Anscheinend sind diese zwei Stunden eine Naturkonstante für derartige Versammlungen: gibt es weniger zu besprechen, wird dies dann eben länger getan. Dennoch gingen die anwesenden Bürger mit einem guten Gefühl nach Hause, aktuelle Themen mit maßgeblichen Vertretern der Stadt besprochen zu haben. Und im nächsten Januar wird es sicher eine Fortsetzung geben.

06.01. Einladung zur Einwohnerversammlung für Elbenau und Grünewalde am 17. Januar

Wie die Stadtverwaltung mitteilte, findet am Dienstag, dem 17. Januar um 18 Uhr im Saal von Gärtners Bistro die nächste Einwohnerversammlung für die beiden Dörfer Elbenau und Grünewalde statt.
Oberbürgermeister Bert Knoblauch und Mitarbeiter der Verwaltung werden über aktuelle Themen informieren und Fragen beantworten. Die Stadtverwaltung bittet die Bürgerinnen und Bürger, ihre Fragen und Hinweise schon jetzt mitzuteilen. Damit soll die Veranstaltung fachlich gezielter vorbereitet werden und vor allem vermieden werden, daß bei einigen Themen auf spätere, schriftliche Antworten verwiesen werden muß.

01.01. Was vom Tier übrig bleibt

Totes Reh
Irgendwo am Wegesrand an der Kapstraße von Elbenau nach Ranies gesehen: die Überreste eines Rehs. Die Decke des Tieres, der Kopf und die Läufe wurden dort liegen gelassen. Das ist, wenn die Decke an Ort und Stelle abgezogen wird, zwar zulässig (und wenige Tage später dürften die Überreste vom Raubwild vertilgt worden sein). Aber dennoch eine Bitte an die Jäger: legt doch die Reste etwas weiter vom Weg entfernt. Zumindest für kleine Kinder, mit denen man dort spazieren geht, ist das kein schöner Anblick.

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