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Veranstaltungen

Termine für aktuelle und für regelmäßig stattfindende Veranstaltungen in Elbenau finden Sie hier.

Aktuelle Informationen aus Elbenau und Umgebung – 2021

Archivierte Informationen aus den Vorjahren:
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11.04. Einladung zur Nachtigallenwanderung am Nachtigallenstieg

Vogelwanderung
Wenn es hier schon den Nachtigallenstieg zwischen Elbenau und Grünewalde gibt – was liegt da näher als auf einer Nachtigallenwanderung dem Gesang der Vögel zu lauschen? Der Bürger- und Kulturverein Elbenau hat dazu den Vogelexperten Ernst Paul Dörfler zu einer geführten Vogelstimmenwanderung eingeladen:
Freitag, den 23. April um 18 Uhr
Treffpunkt: an der Waldschule Elbenau
Werden dann auch Nachtigallen zu hören sein? Dazu sagte Dörfler: "Die ersten Nachtigallen kommen Anfang April zurück nach Deutschland, das ist aber Süddeutschland. In unserer Gegend erwarte ich sie für den 20. April zurück. Dann können wir sie hoffentlich hören, wenn sie mit ihrem Gesang auf Partnersuche gehen". Nach kurzem Nachdenken fügt er hinzu, "wir brauchen aber Glück mit dem Wetter – wenn es regnerisch und windig ist, halten sie die Klappe". Aber es gibt ja im Wald noch so viele andere Singvögel, so dass es auf jeden Fall etwas zu hören geben wird.
Dass Dörfler zu einer solchen Wanderung hier war, liegt schon knapp 10 Jahre zurück (2011 in der Elbenauer Schweiz und 2012 in Grünewalde auf den Elbwiesen). Ernst Paul Dörfler versteht es, in einer sehr verständlichen, freundlichen und liebenswürdig-lustigen Art über das Leben der Vögel und die Zusammenhänge der Natur zu informieren. Dies hat er auch in vielen Büchern getan, zuletzt in "Nestwärme". Im Anschluss an die Wanderung gibt es die Möglichkeit, vom Autor persönlich signierte Bücher zu erwerben.
Wegen der Corona-Pandemie müssen bei der Wanderung die dann geltenden Bestimmungen für Abstände bzw. die Maskenpflicht bei Unterschreitung von 1,5 m Abstand eingehalten werden. Für Luftaustausch und saubere Luft sorgt die Natur.

03.04. Einladung zur Osterandacht

Die Kirchgemeinde lädt am Ostermontag zur Osterandacht in die Elbenauer Kirche ein.
Ostermontag, 05.04. um 16:00 Uhr. Andacht: Pfarrer Johannes Beyer. Die Andacht findet unter Einhaltung des vorgegebenen Sicherheits- und Hygienekonzepts statt: Maskenpflicht und Einhaltung der notwendigen Abstände (mit gekennzeichneten Sitzplätzen). Die Kirche ist geheizt.

02.04. Aprilscherz? Ein bisschen jedenfalls.

Der Wanderweg an der Alten Elbe
Einige werden es vielleicht gemerkt haben: der Beitrag zum Alte-Elbe-Radweg war ein Aprilscherz. Jedenfalls was den Namen "Alte-Elbe-Radweg" und die Aussagen des Tourismusverbandes zur Förderung der kleinen Nebenwege betrifft. Auch wenn das eine schöne und wichtige Sache wäre.
Was aber stimmt ist, dass der Weg Richtung "Biberkopf" und weiter nach Calenberge immer noch genutzt wird, dass es immer noch Leute gibt, die dort spazieren gehen – und damit auch verhindern, dass der Weg zuwächst. Vor ein paar Jahren war der Weg sogar schon durch nach Forstarbeiten abgelagerte Holzreste unpassierbar gemacht worden, das konnte zum Glück wieder rückgängig gemacht werden. Und immer wieder merkt man, dass es Leute gibt, die den Weg von heruntergefallenen Ästen oder umgestürzten Bäumen befreien. Ein herzliches Dankeschön an die unbekannten Helfer.
Was tatsächlich noch fehlt, ist die Ausschilderung des Weges. Aber das kann ja noch werden. Mal sehen.

02.04. Wetterrückblick März: Frühling pur

Niederschlag:
Summe:17 mm
Maxima:
3,6 mm/d am 12.03.
1,7 mm/h am 12.03.
Niederschlagstage: 14 Tage

Temperatur:
max. + 21,7 °C am 31.03.
min. - 2,5 °C am 20.03.
Mittelwert + 5,8 °C
Frosttage: 8

Der März zeigte sich schon von Beginn an als Frühlingsmonat. Die sonnigen und heiteren Tage überwogen. Allerdings gab es bis zum Frühlingsanfang noch einige Tage mit leichtem Nachtfrost. Ab dem 20. März stiegen die Temperaturen, zum Ende des Monats schon auf über 20 Grad.

Obwohl es an 14 Tagen regnete, war der März war ein sehr trockener Monat. Der Schwerpunkt der Niederschläge lag in der Monatsmitte. Das Sturmtief in der Monatsmitte blieb ohne nennenswerte Schäden.

01.04. Alter Weg bekommt neuen Namen: der Alte-Elbe-Radweg

Der Wanderweg an der Alten Elbe
Entlang der Alten Elbe schlängelt sich ein Jahrhunderte alter, wie verwunschen wirkender Pfad, der schon Ende des 19. Jahrhunderts Ausflügler unter schattenspendenen Bäumen durch die Elbenauer Schweiz und weiter zu den Ausflugslokalen an der Alten Elbe wie dem früheren Wolters Gasthaus in Calenberge führte. Auch gegenwärtig wird der Weg von Wanderern genutzt, so wie bei der Elbenauer Grünkohlwanderung im Jahr 2019 (Foto unten links). Im Verlauf des Weges kann man schöne Blicke auf die Alte Elbe werfen und gelegentlich auch Biberdämme (Foto unten rechts) sehen.
Dieser Weg soll in Zukunft stärkere Bedeutung finden. Dies teilte der Tourismusverband Elbe-Börde-Heide e.V., an dem auch der Salzlandkreis und die Stadt Schönebeck beteiligt sind, mit. "Der Elbe-Radweg ist ohne jeden Zweifel ein Dauerbrenner", sagte die Geschäftsführerin des Tourismusverbandes, "aber viel zu viele fahren einfach so auf der Hauptstrecke durch unsere Landschaft, die doch noch viel mehr zu bieten hat". Dies soll nun die Ausschilderung kleiner Nebenwege ändern. Der erste davon wird schon in diesem Frühjahr der Alte-Elbe-Radweg sein. "Wir erwarten uns davon, dass auch diese Wege, wie der an der Alten Elbe von Elbenau nach Calenberge, wieder mehr benutzt werden. Vielleicht auch von Großstädtern, die einfach mal raus ins Grüne und Natur erleben wollen". Umfragen des Verbandes haben dies bestätigt, teilte sie weiter mit. Sie erwartet, dass dieser Trend unabhängig vom Corona-bedingten Urlaub in der Heimat anhalten wird. "Viele haben den Spaß daran gefunden, ihre Heimat neu zu entdecken".
Da bleibt nur noch, "Viel Spaß beim Radfahren und Wandern!" zu wünschen.
Der Wanderweg an der Alten Elbe An der Alten Elbe

28.03. Auch in diesem Jahr: kein Osterfeuer

Normalerweise hätte es am Ostersonnabend ein Osterfeuer gegeben. Angesichts der Pandemielage und der verordneten Abstandsbeschränkung und dem Verbot von Menschenansammlungen kann auch in diesem Jahr das Osterfeuer nicht stattfinden. Dies teilte der Bürger- und Kulturverein mit. Es wird darauf hingewiesen, dass am üblichen Osterfeuer-Platz kein Brenngut abgeladen werden darf.

28.03. Sturmschaden am Nachtigallenstieg

Sturmschaden Baum umgestürzt
Am Wochenende war es etwas windig. Eine kräftige Windböe brachte heute früh diesen großen Baum zu Fall. Inklusive Wurzelscheibe wurde er umgestoßen. Ob er ohnehin geschwächt war oder durch das Fällen der umstehenden Bäume viel mehr Wind abbekam, war nicht festzustellen. Jedenfalls ein weiteres Zeichen dafür, dass viele Bäume stark geschädigt sind und die Warnschilder des Forstbetriebes nicht unbegründet sind. Leider.

03.03. Wetterrückblick Februar: Erst Frost, dann Wärme

Winter in Elbenau
Niederschlag:
Summe: 59 mm (davon 35 cm Schnee)
Maxima:
25,0 mm/d am 07.02. (ca. 20 cm Schnee)
2,4 mm/h am 03.02.
Niederschlagstage: 15 Tage (davon 6 Tage mit Schneefall)

Temperatur:
max. + 18,7 °C am 24.02.
min. - 15,8 °C am 14.02.
Mittelwert + 0,9 °C
Frosttage: 11
Eistage: 8

Am Beginn des Monats gab es milde Temperaturen, aber schon am 6. Februar begann eine Frostperionde mit teils zweistelligen Minusgraden. In der zweiten Monatshälfte kehrte sich das Wetter um und es gab zweistellige Plusgrade. Aus minus 16 wurden plus 19 Grad.

Am 7. und 8. Februar kam es zu kräftigem Schneefall. Der Nordostwind trieb den Pulverschnee vor sich her und führte zu hohen Schneeverwehungen. Das Ergebnis waren winterliche Verhältnisse, wie wir sie schon lange nicht hatten, mit schwer befahrbaren Straßen und hohen Schneebergen am Straßenrand.

Nach einigen Tagen Frost hatte sich auf einigen Gewässern eine tragfähige Eisdecke von 8 bis 12 Zentimeter Dicke gebildet. Am Pretziener Wehr konnte das an der Alten Elbe nach Rückgang des Hochwassers auf den überfluteten Wiesen verbliebene Eis gefahrlos betreten werden.

27.02. Beginn der Eiszeit

Eiscafe Ebeling Elbenau Eiscafe Ebeling Elbenau
Der Winter ist vorbei – die Eiszeit kann beginnen. Heute, am letzten Februarwochenende, öffnete das Eiscafé Ebeling in Elbenau zum ersten Mal wieder nach der Winterpause. Rote Luftballons am Aufsteller mit den Eisangeboten setzen bunte Punkte in den etwas diesigen Februartag und weisen auf die Eröffnung hin. Im Eiscafé wird den Vorschriften entsprechend bedient, mit Mundschutz und hinter Glasscheiben. Die Eistheke ist gefüllt wie immer – alle Eisfächer sind voller süßer Köstlichkeiten. Nur ist es gerade heute nach den sehr warmen Tagen Anfang der Woche wieder etwas kühler. Läuft es dennoch gut am ersten Öffnungstag, frage ich Dajana Ebeling. "Ja, wir sind zufrieden", sagt sie, "es waren schon sehr viele Stammgäste hier". Und sie erklärt, dass es schön wäre, wenn man wieder ganz normal Eis auch im Eiscafé anbieten könnte. Denn derzeit gibt es das Eis nur zum mitnehmen, in der Waffel und in Eisboxen (die man auch vorher bestellen kann).
Geöffnet ist ab jetzt Mittwoch bis Freitag von 13 bis 17 Uhr, Sonnabend und Sonntag von 12 bis 18 Uhr.

13.02. Schneefeuerwerk

Schneefeuerwerk Mpemba-Effekt
Heute morgen war es nach einer klaren Nacht minus 15 Grad kalt. Auf freiem Feld zwischen Elbenau und Grünewalde zeigte das Thermometer sogar minus 17 Grad an. Gelegenheit für ein physikalisches Experiment: den Mpemba-Effekt. Nach einer etwas unglaublich klingenden Theorie gefriert heißes Wasser schneller als kaltes und warum das so ist, ist nicht völlig geklärt. Es kann was mit der Verdunstungskälte zu tun haben, mit gelösten Gasen oder den im Wasser enthaltenen Carbonaten. Genau weiß es keiner. Für einen optisch sehr schönen Versuch wird heißes Wasser mit Schwung in die kalte Winterluft geschleudert und kommt dann zu Schnee gefroren herunter. Im Gegenlicht der tiefstehenden Morgensonne ergaben sich eindrucksvolle Wolken aus Wasser, Dampf und Eiskristallen.

11.02. Elbenauer Kirche in der Blauen Stunde

Elbenauer Kirche in der Blauen Stunde
Die schneebedeckte Elbenauer Kirche, fotografiert in der Blauen Stunde zwischen Tag und Nacht, irgendwann nach Sonnenuntergang, wenn das Abendrot verblasst und allmählich das Blau der Nacht das Licht bestimmt. Eines der wenigen vorbeikommenden Autos zog eine lange Lichtspur durch das mit einer Langzeitbelichtung aufgenommene Bild. Beim Fotografieren in frostiger Stunde bei minus 6 Grad wurden die Finger bald starr vor Kälte.

09.02. Skifahren in Elbenau

Skifahren in Elbenau
Der Schneefall der vergangenen Tage hat das Flachland in so etwas wie ein kleines Wintersportparadies verwandelt. Die Zeiten, da es nur ein paar Kilometer weiter eine Sprungschanze gab, sind zwar lange vorbei. Und rodeln kann man hier nur auf ein paar kleinen Hügeln wie in Elbenau auf "Hoffmanns Berg". Dies ist vor allem etwas für Eltern mit ihren Kindern. Aber Skilaufen kann man ganz bei 30 Zentimeter Schnee und auch tagsüber kräftigem Frost ganz passabel. Schon am Sonntag waren die ersten Elbenauer auf Ski zu sehen. Auch wenn man jetzt nicht in die gerade begonnenen Winterferien fahren kann, muss man eben auf den Wintersport noch lange nicht verzichten. Dies dachten sich auch diese drei jungen Leute aus Grünewalde, die sich heute ihre Langlaufski anschnallten und bis nach Elbenau fuhren.

08.02. Schwere Technik im Einsatz

Heute schneite es weiter. Nicht so viel wie am Sonntag, aber immerhin kamen weitere 9 Zentimeter Pulverschnee vom Himmel. Insgesamt sind es jetzt also 29 Zentimeter Schnee. Pulverschnee ist leicht, deshalb waren es im aufgetauten Zustand nur 6,5 l/m², die in die Niederschlagsmessung eingehen.
Aber auch Pulverschnee hindert am Fahren. Und nachdem es in der Neuen Straße nicht mehr weiterging, rief Feuerwehrmann Marcel Ohle auf kurzem Dienstweg den Elbenauer Landwirt an. Dieser kam mit seinem 90 kW starken Radlader und ruckzuck war mit der 2,24 Meter breiten Schaufel der Schnee weggeräumt. So kann Nachbarschaftshilfe auch gehen.

07.02. Flockdown – Elbenau versinkt im Schnee

Schnee schippen
Die Überschrift hätte wohl genauer "Elbenau versinkt (nicht ganz) im Schnee" lauten müssen, denn das in vielen Medien angekündigte Schneechaos (in einer Nachrichtensendung war vom "Flockdown" die Rede) trat jedenfalls hier in Elbenau nicht in vollem Ausmaß ein. Statt 40 waren es etwa 20 Zentimeter Neuschnee. Der Schnee kam allerdings mit einem scharfen Ostwind daher, der ihn beinahe wagerecht fallen ließ und für Schneeverwehungen sorgt. Den ganzen Tag über schneite es beinahe ununterbrochen. Und so sah man immer wieder Elbenauer mit Schneeschiebern, die die Gehwege vor ihren Häusern von Schnee befreiten. Teilweise wurde der Schnee sogar mit Schubkarren abtransportiert, weil die Schneehaufen auf der Fahrbahn sonst zu groß geworden wären.
Sogar Wintersport wurde möglich – man sah einzelne Elbenauer mit Skiern an den Füßen durch den Wald laufen. Wegen des starken Schneefalls waren kaum Autos unterwegs, die Winterwanderer hatten die Straßen für sich. Der eisige Wind machte das Wandern allerdings ein wenig unangenehm. Der Wind peitschte die Flocken ins Gesicht und aus den sechs grad Minus wurden durch die zusätzlich kühlende Wirkung des Windes ("Windchill") etwa minus zwölf Grad.
Die letzten Jahre über gab es nur vereinzelt Schnee. Das letzte Mal Schnee in diesem Ausmaß liegt schon zehn Jahre zurück: im Dezember 2010 fielen insgesamt 53 Zentimeter Schnee. Damals hingen an vielen Dächern lange Eiszapfen, weil sich durch die isolierende Wirkung des Schnees die Null-Grad-Grenze vom Dach in die Schneeschicht verlagert hatte, auf den Dächern der Schnee zum Teil schmolz und in den Regenrinnen nicht abfließen konnte.
Winter in Elbenau Winter in Elbenau
Winter in Elbenau Winter in Elbenau
Winter in Elbenau Winter in Elbenau

06.02. Beim Schneefeegen: auch die Hydranten freihalten

Angesichts der in der Nacht und morgen zu erwartenden Schneefälle wies die Freiwillige Feuerwehr Elbenau darauf hin, beim Schneefegen auch die Unterflurhydranten von Schnee zu räumen. Zu erkennen und zu finden sind die ovalen Stahlgussdeckel der Hydranten an roten Hinweisschildern. Im nebenstehenden Foto ist die Bedeutung der Zahlen auf den Schildern erklärt. Im Beispiel steht in der Mitte unter dem "T" eine 4,0 und rechts eine 4,9. Das bedeutet, dass der Hydrant in einer Entfernung von 4,00 Meter vor dem Schild und 4,90 Meter rechts vom Schild zu finden ist.
Die Kameraden der Jugendfeuerwehr haben auch in diesem Herbst jeden der Elbenauer Hydranten auf seine Funktion getestet und mit einer Plastefolie dafür gesorgt, dass sich der Deckel auch bei Frost öffnen lässt. Ein Freihalten von Schnee hilft im Fall eines Brandes, den Hydranten auch tatsächlich schnell auffinden und in Betrieb nehmen zu können. Wenn erst noch Schnee geschaufelt werden muss, könnten wertvolle Minuten vergehen, bis die Feuerwehr das Löschwasser entnehmen kann. Also schauen Sie am besten selbst vor Ihren Häusern, ob und wo sich dort ein Hydrant befindet.

05.02. Bäume fallen am Nachtigallenstieg

In der letzten Januarwoche kreischten Kettensägen im Nachtigallenstieg, dem Wald zwischen Elbenau und Grünewalde. Bereits vor einigen Monaten wurden Teilflächen des Waldes gefällt, um sie neu aufzuforsten. Diesmal geht es bei den Arbeiten um die Sicherheit der Kreisstraße von Grünewalde nach Elbenau und des Radweges, der im Wald parallel zur Straße verläuft. Gerade erst zwei Wochen zuvor war ein dicker Baum direkt auf den Radweg gestürzt. Mehrere weitere sind selbst von interessierten Laien als gefährdet anzusehen.
Baumarbeiten im Wald bei Elbenau
Nun ist der Radweg schon immer ein Thema ständigen Anstoßes der Elbenauer. Er war schon seit Jahrzehnten der Schulweg der Grünewalder Kinder, er ist der Weg auf dem viele Radfahrer in die Stadt fahren. Aber er ist auch sehr weit von den Standards eines Radweges entfernt. Die Stadt Schönebeck ist froh, überhaupt einen Weg zu haben (und kümmert sich auch gelegentlich um das Freischneiden des Weges). Der Salzlandkreis, dem die Straße gehört, hat kein Geld, einen ordentlichen Weg an der Straße entlang zu bauen. Bleibt noch der Eigentümer des Waldes. Das ist der Landesforstbetrieb. Und für diesen ist der Wald zunächst ein Forstweg, mit einer entsprechend dem Waldgesetz eingeschränkten Verkehrssicherungspflicht.
Die Wälder um Elbenau herum liegen im Forstrevier "Elbaue". Revierleiter Jens Dedow hat wegen der Vielzahl geschädigter Bäume jetzt eine Firma aus Schopsdorf mit der Fällung aller Bäume beauftragt, die wegen mangelnder Standsicherheit auf den Radweg stürzen könnten. Und das sind beachtlich viele, wie die bereits entstandenen Lücken zeigen. "Von weitem sehen die Bäume vielleicht noch gut aus", erklärt der Vorarbeiter, "aber von nahem sieht man schon die Bohrlöcher in der Rinde und untendrunter die Fraßgänge von Käfern. Und in der Krone fallen die toten Äste auf. Da ist nicht mehr viel zu retten", sagt der Fachmann. Und weist darauf hin, dass sich viele der Bäume zum Weg hin neigen: "die sind zum Licht hin gewachsen". Also noch mehr Gefahr, dass geschwächte Bäume auf den Weg stürzen würden.
Die Neigung der Bäume ist auch Grund für die Fäll-Technologie. Ein Forstarbeiter steigt mit einer Leiter am Baum hinauf, befestigt dort eine Seilschlinge. Das Seil führt in den Wald hinein zu einer motorbetriebenen Winde. Die Säge kreischt, die Winde zieht den Baum beim Fallen vom Weg weg. Fertig. Wieder ein Baum weniger.
Baum Fällen nahe Elbenau

Elbenauer Waldschadensbericht

Und wie geht es nun weiter, frage ich Jens Dedow und seine Antwort ist dann ein wenig wie ein Waldschadensbericht. "Erst mal geht es uns hier nur um die Verkehrssicherheit und um den zur Straße gelegenen Teil des Waldes", sagt er, "aber wir müssen uns irgendwann auch den Rest des Waldes vornehmen". Nun ist ja bereit kurz vor Grünewalde ein Stück Wald fast kahl geschlagen und neu bepflanzt. Müssen wir damit rechnen, dass das so weitergeht? "Da muss man leider von ausgehen", antwortet Dedow. "Der Wald ist in einem katastrophalen Zustand. Die Eichen leiden seit den letzten Sommern unter Wassermangel und am Hitzestress, dann kommen noch Käfer dazu, der Wald ist in seiner Funktion nicht mehr gegeben. Sie haben ja schon gesehen, wie Bäume 'einfach so' umfallen. Die Kronen können wir uns anschauen, aber wir können nicht absehen, wie es im Wurzelbereich aussieht."
Eigentlich doch Eichen in der Elbaue zu Hause und robuste Bäume, was ist da passiert? "Die alten Eichen sind nicht mehr in der Lage, mit ihren Wurzeln in tieferer Richtung an das Grundwasser zu kommen", sagt Jens Dedow und erklärt das für Laien am Beispiel eines Blumenstraußes: "Das können die schönsten Blumen sein, aber wenn das Wasser weg ist, dann hängen die Köpfe und das wird dann auch nichts mehr".
Und werden wenigstens einige Bäume stehengelassen? "Das ist ein Abwägungsprozess, wir schauen uns die Bäume natürlich an. Und wir warten auch erst mal, ob vielleicht doch wieder etwas Grundwasser zurückkommt. Aber ich habe meine Zweifel, ob es die stark geschädigten Bäume schaffen." Bei einigen Bäumen hat es aber auch mit Naturschutzgründen zu tun, dass sie stehenbleiben. "Wir haben hier unter anderem den Heldbockkäfer und der ist streng geschützt". Der Heldbock oder Großer Eichenbock ist einer der größten in Deutschland vorkommende Käfer, er befällt vor allem absterbende Stieleichen, für einen gesunden Bestand ist er eher keine Gefahr. Beim Thema Käfer kommt Dedow auch auf die Vermarktung des Holzes zu sprechen: "Die Borkenkäfer sind da unbedeutend. Aber wir haben hier auch Schäden durch den Werftkäfer, der am Holz von Schiffen große Schäden anrichtet, aber auch an Bäumen, wo er nicht nur unter der Rinde, sondern von außen bis ganz nach innen Gänge bohrt. Das Holz ist dann eigentlich nicht mehr zu verbrauchen und beinahe wertlos". Was darauf hindeutet, dass die Bäume nicht vorrangig gefällt werden, um damit Geld zu machen.

02.02. Wetterrückblick Januar: Erst nieselig, dann kurzer knackiger Winter

Winter in Elbenau
Niederschlag:
Summe: 40 mm (davon 17 cm Schnee)
Maxima:
8,0 mm/d am 30.01.
1,9 mm/h am 19.01.
Niederschlagstage: 22 Tage (davon 6 Tage mit Schneefall)

Temperatur:
max. + 10,9 °C am 21.01.
min. - 8,9 °C am 31.01.
Mittelwert + 1,4 °C
Frosttage: 13
Eistage: 4

Der Januar begann mild, aber gleich am 3. Januar kamen 3 Zentimeter Schnee vom Himmel, auch am 9. Januar noch einmal. Allerdings bei Temperaturen, bei denen der Schnee nicht lange liegenblieb. Die erste Hälfte des Monats lagen die Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt. Nach ein paar frostigen Tagen wurde es nochmal warm, bevor dann Ende des Monats ein kurzer, aber kräftiger Kälteeinbruch kam. Nachttemperaturen von knapp zehn Grad unter Null (auf freiem Feld sogar -15 Grad) ließen die Gewässer zufrieren. Immerhin 5 Zentimeter war das Eis auf der Alten Elbe dick.

Der Januar war mit 22 Niederschlagstagen ein feuchter Monat, meist waren es aber nur wenige Millimeter. Mehr wurde es erst an den beiden Schneetagen Ende des Monats. In der Summe reichte es dann, um beinahe an den Januar-Durchschnitt heran zu kommen.

31.01. Erste Kraniche fliegen gen Norden

Am Morgen des 31. Januar, bei Schnee und minus acht Grad, flog ein Schwarm von etwa 70 Kranichen über uns hinweg nach Nordosten, unverkennbar an ihren typischen Rufen. Kraniche? Um diese Zeit? Vogelexperte Paul Dörfler bestätigte: "Ein Teil der Kraniche fliegt tatsächlich schon jetzt in Richtung ihrer nördlichen Heimat. 'Meine' Kraniche fliegen neuerdings, seit zwei Jahren, überhaupt nicht mehr weg. 'Wozu nach Spanien, wenns hier auch was zu futtern gibt und der Winter eh ausfällt?' werden sie sich wohl denken."

30.01. Schneekünstler

Über Nacht hat es geschneit, eine zehn Zentimeter dicke Schneedecke lud heute ein zur Winterwanderung, zum Schlittenfahren – und zum Schneemann bauen. Dies taten auch Johannes und Julia Gürtler aus Elbenau. Sie bauten aber nicht den klassischen Schneemann aus drei Kugeln. Ein Schnee-Bauer sitzt am Wegesrand, ruht sich von der Arbeit aus, die Hacke noch in der Hand, die Gummistiefel an den Füßen – und den Adventskranz als Hut auf dem Kopf.

24.01. Landrats-Wahl: In Elbenau liegt Amtsinhaber Markus Bauer vorn

Wahllokal mit Maskenpflicht
Nichts ungewohntes mehr: bei der Landratswahl galt Maskenpflicht. Deshalb sahen die Wahlhelferinnen und ebenso auch die Wählerinnen und Wähler so wie auf der Grafik an der Eingangstür aus. Bis zur Schließung des Wahllokals um 18 Uhr hatten 129 Wähler ihre Stimme abgegeben. Bis zum Mittag waren etwas weniger als die Hälfte der Stimmen im Kasten. In Elbenau gibt es aktuell 451 Wahlberechtigte (Einwohner ab 16 Jahren). Davon hatten 39 einen Wahlschein für die Briefwahl beantragt. Für die verbleibenden Wähler ergibt sich eine Wahlbeteiligung von nur 31,3 Prozent. (Wenn man davon ausgeht, dass die Briefwähler diese Möglichkeit auch genutzt haben, dann wären es für Elbenau 37,2 Prozent). Bei der Oberbürgermeisterwahl im Oktober letzten Jahres lag die Wahlbeteiligung noch bei 50 Prozent. Ob das Interesse geringer war oder die neue Corona-Welle und die Furcht vor einer Ansteckung zur Abnahme der Wählerzahlen führten, wird wohl keiner genau sagen können.
Die Stimmauszählung verlief wieder reibungslos. Schon um 18:08 Uhr lag das Ergebnis vor und um 18 gelang es, telefonisch zum Wahlleiter durchzukommen, um die Ergebnisse aus Elbenau zu melden:
Bewerber  Stimmen  Stimmanteil 
Markus Bauer (SPD)   67  54,03 %
Dr. Alexander Goebel (CDU)   57 45,97 % 
ungültige Stimmen     5  

In Elbenau, wo das Wahlergebnis meist zugunsten der CDU ausfällt, liegt der Amtsinhaber Markus Bauer deutlich vor seinem Herausforderer. Das dürfte ein Zeichen für das erst am Abend erwartete Ergebnis sein.

Diesmal geht ein besonders herzlicher Dank an die Wahlhelferinnen, die nicht nur den Sonntag für die Durchführung der Wahl geopfert haben, sondern dies auch unter erschwerten Bedingungen taten – die gesamte Zeit mit Maske und immer mit dem Desinfizieren von Stiften und gelegentlich auch der Wahlkabinen beschäftigt.

Das Ergebnis für die gesamte Stadt Schönebeck sah dann ziemlich genau so aus wie zuvor bereits in Elbenau:
Bewerber  Stimmanteil 
Markus Bauer (SPD)  55,57 % 
Dr. Alexander Goebel (CDU)  44,43 %
Die Wahlbeteiligung im gesamten Gebiet der Stadt Schönebeck betrug nur 20,47 Prozent.

Im gesamten Salzlandkreis ergab sich ein deutlicherer Vorsprung des Amtsinhabers, bei 22,07 Prozent Wahlbeteiligung:
Bewerber  Stimmanteil 
Markus Bauer (SPD)  65,16 % 
Dr. Alexander Goebel (CDU)  34,84 %

Mit diesem eindeutigen Ergebnis bleibt Markus Bauer Landrat des Salzlandkreises.

14.01. Sturmschaden am Radweg

Beim leichten Sturm gestern abend brach eine 70 Zentimeter dicke Ulme in fünf Meter Höhe ab und stürzte auf den Radweg zwischen Elbenau und Grünewalde, etwa dort wo die Kapstraße Richtung Randau abzweigt. Bis heute vormittag war der Baum noch nicht weggeräumt. An der Abbruchstelle hatte der Stamm immer noch etwa 50 Zentimeter Durchmesser, das Gewicht des herabfallenden Baumes hätte also Radfahrer oder Fußgänger auf dem Weg schwer verletzen können, wenn nicht gar noch schlimmeres. Da der Weg von vielen Elbenauern benutzt wird, auf dem Weg zur Arbeit, zur Schule oder zum Spazieren, sollte dringend die Verkehrssicherheit des Weges in Augenschein genommen werden. Die Stadt ist bereits informiert.
Baum auf Radweg Baum auf Radweg

Viele Bäume geschädigt

Dass es um den Wald schlecht bestellt ist, ist durchaus schon länger bekannt. Im Bewusstsein der Elbenauer wie auch der Grünewalder und Schönebecker gehört der Wald des Nachtigallenstieges aber immer noch zur Grünen Lunge der Stadt, zur naheliegenden Möglichkeit zum Spazierengehen, zur Erholung in der Natur. Indes sind viele Bäume durch den Klimawandel geschädigt. Die Wärme der letzten Jahre traf auf zurückgehende Grundasserstände und schwächte die Bäume. Vor allem die Eschen sind durch Pilze geschädigt. Aber auch der auf den Radweg gestürzte Baum war bereits von Pilzen befallen. Die Bruchstelle zeigt die Vorschädigung (Foto links). Das Holz besaß keine Festigkeit mehr – es war also nur noch eine Frage der Zeit, bis der Baum abbrach. Und leider stehen am Radweg weitere geschädigte Bäume. Der Landesforst Sachsen-Anhalt hat deswegen an allen Waldwegen um Elbenau herum Warnschilder befestigt, die auf die Gefahr hinweisen (Foto rechts, anklicken zum vergrößern). Es wird darauf auf die "aufgrund der anhaltenden Trockenheit" absterbenden Bäume hingewiesen und "für unbestimmte Zeit" empfohlen, vom Betreten der Wälder und der Waldwege abzusehen. Der Forstbetrieb ist damit aus der Haftung.
Baum auf Radweg Warnschild

Unklarer Status des Weges

Hier ergibt sich ein grundsätzliches Problem. Bei Wäldern ist klar, dass man sich dort in Acht nehmen, sich eigenverantwortlich verhalten muss. Beim Weg nach Grünewalde aber handelt es sich um einen Weg mit Verkehrsbedeutung. Der Weg liegt jedoch im Eigentum des Landesforstes und ist aus dessen Sicht ein normaler Forstweg, der einer geringeren Verkehrssicherungspflicht unterliegt. Die Straße nebenan ist die Kreisstraße K1296, für diese ist ganz klar der Salzlandkreis zuständig. Für den Wald weg aber nicht. Für die Elbenauer ist der Weg neben der Straße aber "ihr" Radweg in die Stadt. Jedoch weder Kreis noch Stadt fühlen sich zuständig und sind es dem Gesetz nach auch nicht. Immerhin wurde der Weg mit städtischer Unterstützung ab und zu freigeschnitten und die Oberfläche instandgehalten. Eine schnelle Lösung ist nicht in Sicht.

Schäden der Wälder in der Elbaue sind Thema in "MDR um vier"

Passend zum konkreten Schaden kam gerade vor wenigen Tagen im MDR ein Beitrag, in dem Jens Dedow, Revierleiter des Forstreviers Elbaue, mit dem Filmteam durch die Wälder irgendwo zwischen Elbenau und der Elbe läuft und die Ursachen des schlechten Zustandes vieler Bäume erklärt: "Es sieht so aus, dass hier in der Elbaue ein Viertel bis zur Hälfte unserer Bestände stark von Absterbeerscheinungen betroffen ist". Besonders betroffen: die Eschen. "Das Eschentriebsterben wird verursacht von einem kleinen Pilz, dem weißen Stengelbecherchen, hinzu kommt die Trockenheit, und wenn kein Saftfluss mehr vorhanden ist, kann sich der Baum nicht mehr wehren". Und dann kommt der Eschenbastkäfer (wie mir eine Forstwissenschaftlerin erklärte: jeder Baum hat seine eigenen Schädlinge, so wie der Borkenkäfer an den Fichten im Harz) und erledigt den Rest. Dem Forstmann ist die Verzweiflung über den Zustand des Waldes anzuhören, wenn er feststellt: "es ist unser klimastabiler Mischwald, der uns gerade vor unseren Augen wegstirbt". Aufgeforstet wird überwiegend mit Eichen. Aber auch mit anderen Baumarten wie Schwarzpappel oder Schwarznuss wird versucht, einen gesunden Baumbestand zu erreichen. In der Hoffnung, dass die jungen Bäume bis in tiefere Wasserschichten Wurzeln schlagen. Der Fernsehbeitrag ist noch bis zum 7. Februar in der MDR-Mediathek zu sehen.

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Stand der Bearbeitung: (siehe Datum der jeweils oben stehenden aktuellsten Einträge)