Startseite der Ort Aktuelles Geschichte Bilder Links

Veranstaltungen

Termine für aktuelle und für regelmäßig stattfindende Veranstaltungen in Elbenau finden Sie hier.

Aktuelle Informationen aus Elbenau und Umgebung – 2017

Archivierte Informationen aus den Vorjahren: 2016 2015 2014 2013 2012 2011 2010 2009 2008 2007 2006

20.05. "Kollektiv Elbenau" geht an Bord

Schiffsfahrt des FCM-Fanclub Kollektiv Elbenau
Daß es in Elbenau sehr aktive Fans des FCM gibt, ist zum Beispiel an den blauweißen FCM-Fahnen unübersehbar. Inzwischen sind die Elbenauer Fans auch als "Kollektiv Elbenau" beim FCM als Fanclub registriert. Vor zwei Jahren kam zum ersten Mal die Idee auf, etwas "ganz verrücktes" zu tun und mit dem Schiff nach Magdeburg zu einem Heimspiel des FCM zu fahren. Als sie das erste mal die Marco Polo der Schönebecker Reederei Süßenbach charterten, waren etwa 50 Fans mit an Bord. Im vergangenen Jahr waren es dann etwa 100 und in diesem Jahr war das Schiff mit 140 Fans an Bord ausverkauft. Ein großartiger Erfolg, wie Mario Bolze und Jens Hildebrand, zwei der Elbenauer Organisatoren zu Recht meinten. Denn inzwischen hat sich in Fan-Kreisen die Schiffsfahrt des Kollektiv Elbenau weit herumgesprochen, selbst aus dem Harz gab es Interessenten.
Am Sonnabendmorgen ab viertel acht wurden statt einer Eintrittskarte speziell für die Fahrt gedruckte blauweiße FCM-T-Shirts ausgegeben, kurz vor acht begann das Boarding und pünktlich um acht hieß es "Leinen los!" zur Fahrt nach Magdeburg. Das Schiff war ringsum mit blauweißen Fahnen geschmückt, auch ein Elbenau-Banner war an der Bordwand zu sehen. Vom Schiff her schallten laute Trommelrhythmen und Fan-Gesänge "Einmal blauweiß immer blauweiß" über die Elbe und von den Häusern reflektiert als Echo zurück. Bis zum Anlegen am Schiffsanleger am Magdeburger Rotehornpark blieb noch Zeit für eine längere Fahrt die Elbe auf und ab. Zum 2:0-Sieg des FCM haben die mit dem Schiff angereisten Fans ganz sicher beigetragen. Daß der FCM dennoch nicht den begehrten 3. Platz erreichte hatte sicher länger zurückliegende Ursachen.
Der Käpt'n, vor der Abreise danach befragt, ob er etwa Sorge um sein Schiff habe, winkte nur lachend ab: "Nein, das sind die Guten". Und so steht bereits fest, daß es auch im kommenden Jahr wieder eine Schiffsfahrt zum Fußballspiel geben wird.
Schiffsfahrt des FCM-Fanclub Kollektiv Elbenau Schiffsfahrt des FCM-Fanclub Kollektiv Elbenau Schiffsfahrt des FCM-Fanclub Kollektiv Elbenau Schiffsfahrt des FCM-Fanclub Kollektiv Elbenau

16.05. Die Straße nach Plötzky ist dicht

Seit Montag ist die Straße von Elbenau nach Plötzky abgesperrt und die Sperrschilder stehen nicht nur "einfach so" – es gibt auch keinen Schleichweg an der Baustelle vorbei. Die Deichüberfahrt Richtung Plötzky hinter der Ziegelei wird im Zuge des Deichbaus ebenfalls erneuert und auf eine größere Höhe gebracht. Dort gibt es kein Durchkommen.
Allerdings wurden bei den Sperr-Informationen mal wieder die Fahrradfahrer vergessen. Mit dem Fahrrad kann man bis zur Ziegelei fahren und von dort z.B. Richtung Sandgrube, durch den Wald zum Ferienpark oder nach Gommern und auch auf dem Deich Richtung Pechau.
Daher gelten folgende Empfehlungen:

13.05. Arbeitseinsatz in der Waldschule

Arbeitseinsatz in der Waldschule Arbeitseinsatz in der Waldschule
Am Sonnabendvormittag durften sich die Eltern auf dem Schulhof der Elbenauer Waldschule austoben – beim Verschönern und Instandsetzen. Auf dem Seilgarten-Kletterspielplatz wurden 18 Kubikmeter Holzhackschnitzel verteilt. Das unbehandelt angelieferte natürliche Material bleibt bei der Herstellung von Brennholz übrig. Die Kosten dafür wurden vom benachbarten Friedwald gesponsert.
Auf dem Schulhof steht eine Weide, unter deren bis auf den Boden herunterhängenden Zweigen die Kinder gern spielen. Dort wurde der Boden mit Holzpflaster befestigt. Andere Eltern waren dabei, Bänken einen neuen Anstrich zu geben.
Schulleiter Frank Faust, der selbst mit anpackte, freute sich über die große Hilfe der Eltern und stellte dafür das gemeinsame Feiern nach der Arbeit in Aussicht. "Nach dem Arbeitseinsatz gibt es ein vorgezogenes ‚Vatertagsgrillen' für alle Helfer", sagte er, "das haben wir schon in den vergangenen Jahren so gemacht". Auch dafür liefen bereits die Vorbereitungen – in der Küche des Speiseraumes.
Auch die nächsten Veranstaltungen der Schule kündigte Frank Faust gleich an: am Sonnabend, dem 20. Mai gibt es von 14 bis 17 Uhr das Schulfest der Waldschule. Diesmal unter dem Motto "Piraten" und in dem Zusammenhang um 15 Uhr mit einem Auftritt des Shanty-Chores.

12.05. Jahresversammlung des Bürger- und Kulturvereins: "für das Dorf was tun"

Am Freitag fand die jährliche Versammlung des Elbenauer Bürger- und Kulturvereins statt. Zunächst blickte Vereinsvorsitzende Sabine Krause zurück auf das vergangene Jahr, bevor die für jeden Verein vorgeschriebenen Formalitäten absolviert wurden: Finanzbericht und Kassenbericht (übrigens beides ohne Beanstandungen). Im vergangenen Jahr gab es einige Veranstaltungen, teilweise auch gemeinsam mit anderen Vereinen gestaltet, zu denen auch Nichtmitglieder eingeladen waren und mit denen der Verein gemeinnützig zum dörflichen Leben beiträgt. Das Osterfeuer gehört ganz selbstverständlich dazu, ebenso das Nikolausfest an der Kirche, nach dem Chorkonzert. Aber auch Kabarettbesuche, eine Advents-Busfahrt nach Bremen, ein Ausflug zum Ringheiligtum und das Weihnachtsbasteln bei Beymes standen auf der Liste.
Anschließend wurden Ideen für Aktivitäten im Jahr 2017 zusammengetragen. Die Beteiligung am Osterfeuer 2018 (das Abrechnungsjahr geht immer bis zum Mai des folgenden Jahres) und die Unterstützung des Chorsingens in der Kirche sind dabei selbstverständlich, ebenso wie Adventsbasteln und Busfahrt zum Jahresende hin. Auch eine Radtour wird es wieder geben, dafür wurden mögliche Ziele diskutiert. Im Frühjahr 2018 wird es eine Nachtigallenwanderung geben.
Was auf beiden Listen – der für 2016 und der für das aktuelle Jahr – fehlte, war das Dorffest. "Das gab es nicht und wird es auch in diesem Jahr nicht geben", erklärte Sabine Krause. Grund dafür sind einfach die fehlenden personellen Möglichkeiten. Damit steht der Bürger- und Kulturverein nicht allein da – so wie auch die anderen Vereine in Elbenau, die sich üblicherweise an den großen Veranstaltungen beteiligen, sammelt er Kraft (und Ideen) für das im Jahr 2018 bevorstehende 725. Gründungsjubiläum. Da sich in dem Jahr auch der Bau der Kirche zum 275. mal jährt, wird auch überlegt, beides zusammenzulegen. Wer hier nachrechnet, kommt auf 1000 Jahre. "1000 Jahre Elbenau" wäre übrigens ein schönes Motto für ein Dorffest.
Da das auf jeden Fall Aufwand bei der Vorbereitung bedeutet, würden sich alle Vereine über mehr Beteiligung freuen. Im Juni wird es aber erst einmal ein Treffen von Vertretern aller Elbenauer Vereine (Bürger- und Kulturverein, Sportverein, Chor, Volkssolidarität, Linedancer) und der Elbenauer Feuerwehr geben, zu dem auch Schule und Kirche eingeladen werden. Dann wird über das weitere Vorgehen bei der Vorbereitung des Dorffestes 2018 gesprochen und werden wohl auch erste Ideen zusammengetragen werden. Der Bürger- und Kulturverein hat schon einiges auf seiner Vorschlagsliste stehen.

12.05. Ab Montag: Straßensperrung Richtung Plötzky

Die Sperr- und Umleitungsschilder stehen schon bereit: vom 15. Mai bis zum 14. Juli ist die Kreisstraße K1296 Richtung Plötzky gesperrt. Grund sind Straßenbauarbeiten. Welcher Art, wurde nicht mitgeteilt. Es kann vermutet werden, daß im Zuge der Deichbauarbeiten die Deichüberfahrten erhöht werden.
Die Umleitung wird über Grünewalde und die B246A führen. Von der Nutzung des ortskundigen bekannten Schleichweges wird abgeraten, da dort vermutlich wieder kontrolliert werden wird.

01.05. Wetterrückblick auf den April: sonnig mit Nachtfrost

Niederschlag:
Summe: 18 mm
Maxima:
7,7 mm/d am 18.04.
4,6 mm/h am 18.04.
Niederschlagstage: 10 Tage

Temperatur:
max. + 21,8 °C am 01.04.
min. - 2,6 °C am 20.04.
Mittelwert + 9,1 °C
5 Frosttage

Der April begann sonnig und warm. Von wenigen Regentagen unterbrochen blieb der Monat auch so. Etwas mehr Regen gab es nur um die Ostertage herum, auch wenn die ursprünglich dafür angekündigten Regenmengen dann doch nicht eintraten. So blieb der Monat dann insgesamt sehr trocken. So wie das bereits in den letzten Jahren der Fall war (2007, 2009 und 2010 waren sogar noch trockener).
Nach Ostern sorgte ein Hoch für sonniges Wetter - und durch den klaren Himmel auch für teils kräftigen Nachtfrost. In den Gärten ist dadurch einiges an Blüten erfroren.

15.04. Das Osterfeuer leuchtet in die Osternacht

Osterfeuer Elbenau 2017
Der Morgen des Ostersonnabend begann mit Regen. Deshalb kamen die Elbenauer zögerlich mit ihrem Brenngut zur Wiese an der Straße nach Ranies. Die Elbenauer Feuerwehr war aber pünktlich vor Ort, um die Anlieferung zu beaufsichtigen.
Am Abend war dann alles fertig vorbereitet. Die Männer vom Sportverein hatten die Grills angeheizt und die Frauen vom Bürger- und Kulturverein die Getränke bereitgestellt und den Glühweinkocher angeworfen. Die Feuerwehr hatte nicht nur geholfen, das Osterfeuer aufzustapeln. Sie sorgten mit ihrem Notstromaggregat auch für Strom für den Getränkestand und am Abend auch für die Beleuchtung des Platzes.
Um halb acht – die Sonne stand da nur noch knapp über dem Horizont – wurde das Feuer entzündet. Der kräftige Wind blies die Flammen in den Holzstoß, es dauerte nicht lange, bis er voll in Flammen stand. Bei den dicken Qualmwolken (und sicher auch jeder Menge Feinstaub) die weit sichtbar über den Acker trieben, klingt es vielleicht verwunderlich – aber das Elbenauer Osterfeuer ist das ökologischste von allen Osterfeuern in Schönebeck und wohl auch im Salzlandkreis: Dadurch, daß das Feuer hier immer erst am Ostersonnabend und unter Aufsicht der Feuerwehr aufgestapelt wird, vermeiden die Elbenauer nicht nur das vorzeitige Abfackeln des Feuers. Es kommen so auch weder behandeltes Holz noch Gummireifen ins Feuer. Außerdem können sich anders als in schon Tage zuvor aufgestapelten Feuern keine Tier in den Reisighaufen verstecken, die sonst im Feuer verbrennen würden.
Der Ostersonnabend war ab Mittag entgegen den Wettervorhersagen trocken und sonnig. So kamen dann etwa 200 Besucher aus Elbenau und den Nachbarorten zum Osterfeuer. Nicht nur der Wärme des Feuers wegen, sondern auch, um mit Freunden und Bekannten zu erzählen. Davon wurde dann auch reichlich Gebrauch gemacht. Die letzten auf dem Platz waren wie immer die Kameraden der Feuerwehr. Sie mussten noch so lange Brandwache halten, bis auch die letzten Besucher gegangen waren.
Hier gibt es Fotos vom Osterfeuer.

01.04. Wetterrückblick auf den März: sonniger Frühlingsmonat

Niederschlag:
Summe: 35 mm
Maxima:
8,8 mm/d am 09.03.
2,5 mm/h am 19.03.
Niederschlagstage: 12 Tage

Temperatur:
max. + 24,3 °C am 31.03.
min. - 2,4 °C am 13.03.
Mittelwert + 7,9 °C

Der Monat des Frühlingsmonat begann kühl und regnerisch und hatte in der Monatsmitte auch ein paar regnerische Tage. Insgesamt aber zeigte sich das Wetter aber von seiner freundlichen Seite, mit vielen warmen und sonnigen,
teils sogar beinahe frühsommerlichen Tagen und bereits Anfang des Monats den ersten Krokussen.

30.03. Das diesjährige Osterfeuer wirft seinen Schein voraus

Osterfeuer 2016
Auch in diesem Jahr wird es wieder das Elbenauer Osterfeuer geben. Wie in den vergangenen Jahren wird es am Ostersonnabend, am 15. April, auf der Wiese links der Straße nach Ranies stattfinden und gegen Sonnenuntergang entzündet werden.
Die Annahme von Brenngut (nur unbelastetes Brennmaterial – kein Hausrat, Möbel oder behandeltes Holz!) erfolgt aus Umweltschutzgründen ausschließlich am Ostersonnabend von 9 bis 17 Uhr und unter Aufsicht der Elbenauer Feuerwehr.
Für die Entsorgungskosten der Asche (dafür fallen einige hundert Euro an) bittet der Bürger- und Kulturverein um eine Spende. Dafür wird wieder eine Spendenbüchse bereitstehen.
Für Speisen vom Grill und Getränke ist gesorgt.

03.03. Jahresversammlung der Freiwilligen Feuerwehr

Elbenauer Wehr sucht dringend Freiwillige Text und Fotos: Hans-Peter Wannewitz
In seiner Rede bei der Jahresversammlung der Elbenauer Feuerwehr machte Stadtwehrleiter Uwe Tandler angesichts des flächendeckenden Personalproblems der Schönebecker Freiwilligen Feuerwehren einen unkonventionellen Vorschlag, der Zuspruch erhielt: „Zumindest in kleineren, dörflichen Wehren könnte man doch einfach einmal Aufnahmeanträge in die Briefkästen der Bürger werfen.“ Für die Stadtteilwehr bedeutet dies: In Elbenau und in Grünewalde. Es werden vielleicht nicht Scharen neuer Mitglieder zu erwarten sein, aber immerhin hat man auf das Problem aufmerksam gemacht, und der eine oder andere, dem das selbstlose, interessante und engagierte Ehrenamt der Kameraden noch nicht ganz bewusst war, empfiehlt diesen Antrag vielleicht weiter oder füllt ihn gar selbst aus. Es gab Beifall dafür, denn laut Struktur fehlen allein der Elbenauer Wehr sieben aktive Mitglieder.
Wenn man auch die Erhöhung des Aktivenalters von 65 auf 67 um zwei Jahre verschiebt, dann gibt es ohnehin nur wenige Kameraden, die mit 65 noch aktiv sind oder sein können. 80 Prozent gehen schon vorher in die Alters- und Ehrenabteilung, sagte Stadtteilwehrleiter Ronald Mühlsiegel dazu. Die politischen Verantwortlichen im Land seien deshalb und überhaupt gefordert, die ehrenamtliche Arbeit der Feuerwehren wieder attraktiver zu machen und dazu beizutragen, waren sich die Kameraden einig.
Fünf ganz besondere Elbenauer Kameraden haben das Eintrittsprocedere längst hinter sich und wurden am vergangenen Samstag im Gerätehaus geehrt oder befördert: Hans-Jürgen Ohle (Foto 1) zum Oberlöschmeister, Marcel Ohle (Foto 2) und Stefan Funken (in Abwesenheit) zum 1. Hauptfeuerwehrmann. Sascha Kunstmann (Foto 3), Leiter der Jugendwehr, wurde zum Gruppenführer ernannt. Hartmut Böhmer (Foto 4) wurde für seine 50-jährige Mitgliedschaft geehrt.
Auszeichnungen bei der Feuerwehr Elbenau Auszeichnungen bei der Feuerwehr Elbenau Auszeichnungen bei der Feuerwehr Elbenau Auszeichnungen bei der Feuerwehr Elbenau
Vor den Ehrungen trug Stadtteilwehrleiter Ronald Mühlsiegel den Rechenschaftsbericht für 2016 vor. Hier einige Auszüge aus dieser Bilanz: Die 1922 gegründete Elbenauer Freiwillige Wehr feiert in diesem Jahr ihr 95-jähriges Jubiläum, und man sieht dem 100. Geburtstag schon jetzt mit einiger Zuversicht entgegen. Derzeit gibt es 42 Mitglieder, davon 19 aktive Kameradinnen und Kameraden (davon eine derzeit im Babyjahr und einer wegen Lehrzeit beurlaubt). Drei Kameradinnen machen Innendienst, sechs sind in der Alters- und Ehrenwehr, 14 sind Mitglieder der Jugendwehr und 10 fördern die Arbeit der Feuerwehr.
Das Einsatzgebiet umfasst neben Elbenau und Grünewalde auch größere Waldgebiete. 2016 gab es eine Einsatzübung und insgesamt neun Einsätze, darunter zwei mittelgroße Brände, eine Ölspurbeseitigung, eine PKW-Bergung und fünf Alarmierungen über Brandmeldeanlagen. Insgesamt wurden 68 Einsatzstunden gezählt, etwa sieben pro Kameraden.
Der Ausbildungsstand verzeichnet ein hohes Niveau: Im Rahmen der Standortausbildung wurden 40 Dienst- und Ausbildungsabende mit 754 Stunden geleistet. Kamerad Peter Bitter verzeichnete 38 Dienste, 29 Hans-Jürgen Ohle und 28 Hartmut Böhmer und Marcel Ohle. Es erfolgte ein intensives Training auf dem Löschfahrzeug 10 mit dessen Geräten und Ausrüstung. Spezialausbildungen gab es mit dem SW 2000 zu Wasserversorgung und –transport. Bis 1500 Wegstrecke können hier ohne andere Wehren bewältigt werden. In der Kreisausbildung nahm Thomas Haas am Funklehrgang, Christopher Sperlich am Lehrgang für Atemschutzgeräteträger und Marcel Ohle am diesbezüglichen Notfalltraining teil. Im Einzelnen ergibt sich folgender Stand:
  • 1 Verbandsführer
  • 5 Gruppenführer
  • 12 Truppführer
  • 7 Atemschutzgeräteträger
  • 12 TH1-Lehrgang
  • 7 Maschinisten
  • 1 ABC-Einsatz
  • 1 ABC-Erkundung
  • 3 Notfalltraining Atemschutz
  • 8 Führer der Motorkettensäge
  • 2 Führer TH-Einsatz
  • 3 Jugendfeuerwehrwart
  • 2 in der Ausbildung zum Feuerwehrmann
Ronald Mühlsiegel sagte dazu: „Gerade der Ausbildungsstand spiegelt die hohe Motivation der Elbenauer Kameraden wider. Das erfordert nicht nur den ehrenamtlichen, entgeltlosen Einsatz, sondern auch das Verständnis der jeweiligen Angehörigen. Unsere Wehren fallen nicht als glückliche Hilfe- und Dienstleister vom Himmel, sondern opfern Tag für Tag ihre kostbare Freizeit für das Gemeinwohl.“
Zufrieden sind die Kameraden mit ihrem 20-jährigen, aber immer noch modernen Gerätehaus. Bedarf an Neuanschaffungen von Technik gibt es derzeit nicht. Die Ausstattung entspricht der gültigen Feuerwehr-DIN und EURO-Norm. Ronald Mühlsiegel konstatierte am Samstag auch Höhepunkte außerhalb von Einsätzen und Ausbildung: einen Preisskat, das Osterfeuer, ein Billardturnier, einen erstmaligen Damenabend, einen Familiengrillabend ("hier heißt er noch so und nicht Family Barbeque"), ein Knobelturnier und die Weihnachtsfeiern. Auch im neuen Jahr wird es entsprechende Veranstaltungen geben, darunter eine Donatfahrt ab Steinhafen, blickte er voraus. Abschließend dankte der Stadtteilwehrleiter der Verwaltung für die gute Zusammenarbeit und für die Unterstützung der Kameradschaftspflege, aber auch seinen Kameradinnen und Kameraden für die geleistete Arbeit im vergangenen Jahr.
Sascha Kunstmann von der Jugendwehr zog anschließend ebenfalls eine positive Bilanz: 31 Dienstabende zählte diese, darunter den Löschangriff nass in Ranies. In Erinnerung bleiben auch ein Besuch des Hasseröder Ferienparks und ein Orientierungslauf im September, der Besuch des Badelandes in Wolfsburg im November und nicht zuletzt die Jahresabschlüsse im Dezember. Er sei dankbar, dass Wehrmitglieder, Eltern und Familien allesamt die Jugendwehr unterstützen. Auch für 2017 habe man sich viel vorgenommen, unter anderem ein Zeltlager, wieder einen Löschangriff nass, einen möglichen 24-Stunden-Dienst, eine Wasserschlacht, den Besuch der Jugendwehr Rothensee und jede Menge Spaß bei allen Veranstaltungen.
Oberbürgermeister Bert Knoblauch dankte in seinem Grußwort allen Wehrmitgliedern für ihre Einätze und das Engagement in der Ausbildung. „Schön, dass der Schuh hier in Elbenau nicht so drückt wie manchmal woanders“, sagte er. „Die Wehr ist immer da, wenn sie gebraucht werde“, lobte das Stadtoberhaupt. Er unterstrich die Intentionen der anderen Redner, wonach ehrenamtliches Engagement eine gesellschaftspolitische Herausforderung darstellt. Auch er lobte die „tolle Jugendarbeit“ und brachte die Hoffnung zum Ausdruck, dass möglichst viele in den aktiven Dienst übernommen werden können.
Uwe Tandler, der – wie eingangs erwähnt – das Personalproblem thematisierte, sagte, dass es für ihn mehr als nur eine Pflicht sei, die Jahreshauptversammlungen zu besuchen, er komme jeweils gern. Die Elbenauer Wehr „funktioniere“, und auch die Jugendwehr sei „stabil“, lobte er. In diesem Zusammenhang würdigte er auch das Wirken des neuen Stadtteilwehrleiters Ronald Mühlsiegel. Unter anderem mahnte Uwe Tandler dann die Stabilisierung der ABC-Ausbildung an sowie die Findung einer gemeinsamen Richtlinie für die Bekleidungsordnung der Wehren. Nochmals erinnerte er an die Verantwortung des Stadtrates bezüglich der Brandschutzbedarfsplanung.
Der neu gewählte Abschnittsleiter Stephan Ziem stellte sich den Kameraden zunächst vor, übermittelte die Grüße des Kreisbrandmeisters und zeigte sich für alle anfallenden Fragen offen. Er wünschte der Elbenauer Wehr möglichst wenige Einsätze und ein immer heiles Zurückkommen von dort. Kamerad Ballerstedt vom Kreisfeuerwehrverband, der 99 Wehren im Salzlandkreis betreut, lobte besonders die Arbeit der Jugendfeuerwehr in Elbenau. Der Sicherheitsbeauftragte Siegfried Kliematz, sagte, er stehe für Schulungen gern zur Verfügung, wünschte ein unfallfreies Einsatzjahr 2017 und sprach vom notwendigen Versicherungsschutz durch die Feuerwehr Unfallkasse FUK.
Stadträtin Marlis Eckruth zeigte sich bereit, auch in Grünewalde für die Stärkung der Elbenauer Wehr zu werben. Wie Werner Grundmann auch dankte sie der Wehr für ihre Einsätze. Holger Goldschmidt sagte, dass man auch Jugendeinrichtungen für Werbeaktionen nutzen sollte, um den Bestand der Wehr(en) zu sichern. Und Sabine Krause vom Bürger- und Kulturverein Elbenau sprach von einer immer guten Zusammenarbeit zwischen Wehr und Verein, etwa beim Osterfeuer 2016. Sie blickte schon auf das Fest des 725-jährigen Dorfjubiläums 2018 und kann sich auch hier diese gute Kooperation bei der Vorbereitung vorstellen. Der Jugendwehr übergab sie als Vereinsvorsitzende eine Spende.

01.03. Eiscafé Ebeling eröffnet die Eissaison in Elbenau

Eiscafé Ebeling Elbenau
Nein, das Wetter sah ganz und gar nicht nach dem Beginn der Eis-Saison aus: es war kühl, windig und zuweilen regnete es auch. Die Gäste ließen dennoch nicht auf sich warten. Dajana Ebeling hatte gut zu tun, Eisbecher zusammenzustellen und Waffeltüten zu füllen. Bei den knapp zwanzig Behältern in der Eistheke fällt die Auswahl nicht leicht. Gibt es eigentlich wieder etwas neues zum Probieren, eine Empfehlung der Chefin vielleicht? "Neu haben wir Brownie-Eis im Angebot. Oder probieren Sie mal das Raffaelo-Eis", sagte Dajana Ebeling. "Aber eigentlich haben wir neben einigen Standards immer täglich wechselnde Sorten, in der Hauptsaison sogar beinahe stündlich neue".
Auf die Frage nach ihrem Kundenkreis konnte Dajana Ebeling von interessanten Begegnungen berichten: "die meisten kommen natürlich aus der Umgebung. Aber ich kenne inzwischen auch Stammkunden aus Hamburg. Die fahren regelmäßig auf dem Elbe-Radweg und versäumen es nie, hier anzuhalten".
Eine Bitte gab die Eiscafé-Chefin dann auch noch mit: sie sucht dringend Angestellte für die Arbeit im Eiscafé: "bitte einfach im Café melden", sagte sie.
Das Eiscafé Ebeling ist jetzt, in der Vorsaison, Mittwoch bis Sonntag von 13 bis 18 Uhr geöffnet.

01.03. Wetterrückblick auf den Februar: Erst Winter, dann Frühling

Eis auf der Alten Elbe
Niederschlag:
Summe: 29 mm
Maxima:
15,0 mm/d am 22./23.02.
6,2 mm/h am 22.02.
Niederschlagstage: 10 Tage

Temperatur:
max. + 14,0 °C am 27.02.
min. - 7,8 °C am 14.02.
Mittelwert + 2,8 °C
15 Frosttage
3 Eistage

Anfang Februar setzte zunächst Tauwetter ein. Dann folgte jedoch ein kräftiges Hochdruckgebiet, das klaren Himmel und kräftigen Frost brachte, mit teilweise auch am Tag unter Null liegenden Werten. Im letzten Monatsdrittel gab es zwei aufeinanderfolgende Tiefdruckgebiete, die Regen und stürmischen Wind brachten und die Temperaturen kräftig steigen ließen. Der Mittelwert des Februar lag dann mit 2,8 °C auch deutlich über Null.
Auf vielen Gewässern hielt sich die aus dem kalten Januar stammende dicke Eisdecke noch bis zum 20. Februar. Erst dann taute der einsetzende Regen das Eis innerhalb weniger Tage. Wegen der Nachtfröste blieb das Eis bis dahin jedoch fest und tragfähig, mit einer Dicke zwischen 10 und 14 Zentimetern. Trotz einiger sehr warmer Tage war Schlittschuhlaufen noch bis zum 19. Februar möglich (an den wärmeren Tagen jeweils nur vormittags).

24.02. Deichverstärkung beginnt

Deichbauarbeiten Deichbauarbeiten
Im vergangenen Jahr wurde durch den Landesbetrieb für Hochwasserschutz angekündigt, dass der Deich des Umflutkanals mit Spundwänden verstärkt werden soll (elbenau.de berichtete). Inzwischen ist die Baustelle neben dem Deich eingerichtet. Auf dem Deich steht bereits die kräftige hydraulische Presse, die die fünf Meter langen Spundwände in den Deichkörper drücken wird.

01.02. Wetterrückblick auf den Januar: Endlich Winter!

Niederschlag:
Summe: 34 mm, davon 10 cm als Schnee
Maxima:
7,2 mm/d am 30.01.
3,1 mm/h am 04.01.
Niederschlagstage: 9 Tage

Temperatur:
max. + 5,2 °C am 12.01.
min. - 10,6 °C am 06.01.
Mittelwert -0,77 °C
22 Frosttage
10 Eistage

Im Januar wurde das Wetter durch zwei kräftige Hochdruckgebiete mit einem dazwischen liegenden Tief bestimmt. Dabei lagen 60 Hektopascal zwischen Minimum und Maximum.

Das neue Jahr begann gleich am 2. Januar mit einem Zentimeter Schnee. Der jedoch taute in der Wärme der Wintersonne und blieb allenfalls an schattigen Stellen liegen. Dann kam das erste Hoch ins Spiel und ließ am Dreikönigstag das Quecksilber auf frostige minus zehn Grad fallen. Das folgende kräftige Tief sorgte für etwas Regen und anschließend für immerhin neun Zentimeter Schnee. Der blieb in der Kälte des zweiten Hochs sogar beinahe bis zum Monatsende liegen.

An 22 Tagen gab es nachts Temperaturen unter Null, in der zweiten Monatshälfte stieg die Temperatur auch am Tag nur wenige Grad über den Gefrierpunkt und an zehn Tagen gab es sogar Dauerfrost. Darüber konnten sich die Wintersportler freuen. Ein paar Tage genügte der frische Schnee zum Langlaufski laufen und auf stehenden Gewässern war das Eis am Ende des Monats mit 12 Zentimetern dick genug zum Schlittschuhlaufen.

28.01. Auf dem Eis

Der Frost der vergangenen Tage hat die Eisdicke auf der Alten Elbe bis Freitag auf 10 bis 12 Zentimeter wachsen lassen. Ob Schlittschuhlaufen oder Eisangeln – vielen Leuten macht das kalte Wetter Spaß und liefert Möglichkeiten, ihre freie Zeit an der frischen Luft zu verbringen.

21.01. Eiszeit

Eis an der Haberlandbrücke

Nach über einer Woche Frost sind bereits die ersten Schlittschuhspuren auf dem Eis zu sehen. Auch die Eisangler haben schon die Haken in ihre Eislöcher gehängt. Wie ein erster Test zeigte, ist das Eis knackfrei und trägt. 6 Zentimeter Eisdicke gelten für Einzelpersonen als Mindestwert, besser sind aber 8 Zentimeter, die dann auch für Personengruppen ausreichen.
Am Sonnabend morgen wurde auf der Elbenauer Liesekuhle eine Eisdicke von 8 Zentimeter gemessen. Auf der Alten Elbe zwischen Haberlandbrück und Alter Fähre ist das Eis ebenfalls 8 Zentimeter dick. Dünner ist es allerdings unter der Brücke der Alten Fähre. Dort beträgt die Eisdicke nur 6 Zentimeter. Durch den auf dem Eis getauten und dann wieder gefrorenen Schnee ist das Eis allerdings etwas holprig. Bei Natureisbahnen muß das aber in Kauf genommen werden.
Auf jeden Fall müssen beim Betreten des Eises oder Schlittschuhlaufen die üblichen Vorsichtsregeln für das Verhalten auf dem Eis beachtet werden. Die Wasserwacht des Roten Kreuzes hat sie auf dem abgebildeten Plakat (anklicken zum Vergrößern) in grafischer Form gut verständlich zusammengestellt.

17.01. Einwohnerversammlung für Elbenau und Grünewalde

Einwohnerversammlung
Bereits vor der Einwohnerversammlung war abzusehen, daß es in diesem Jahr keine "Aufregerthemen" geben würde. So sprach es für das allgemeine Interesse der Bürger an ihren Dörfern, daß dennoch immerhin etwa 40 Elbenauer und Grünewalder den Weg zur Versammlung in den Saal von Gärtners Bistro fanden.
Zu Beginn informierte Oberbürgermeister Bert Knoblauch über einige aktuell in der Verwaltung diskutierte Vorhaben. Einen großen Raum nahm dabei die jetzt wieder machbar scheinende Renaturierung der Alten Elbe ein. Um das 2010 vom BUND vorgeschlagene Projekt war es schon lange sehr ruhig geworden (elbenau.de berichtete zuletzt am 10.01.2011 darüber). Allerdings soll es in der Form nochmals grundlegend überarbeitet werden. Der nach dem Ort ihres Abzweiges aus der Elbe "Dornburger Alte Elbe" genannte Altarm ist zum großen Teil stark verschlammt, zum Teil sogar bereits verlandet. Sie soll vom Schlamm befreit werden und dann wieder mit Wasser gefüllt sein. Allerdings nicht wie ursprünglich geplant auf ihrer gesamten Länge, sondern nur auf einem Teil. Ein anderer Teil, möglicherweise zwischen der Haberlandbrücke und Elbenau, soll den herausgebaggerten Schlamm aufnehmen und zum Feutbiotop werden. In dem Fall würden keine Entsorgungskosten anfallen. "Für Elbenau hätte das Projekt einen großen Vorteil: der in die Alte Elbe fließende Elbenauer Landgraben würde dann mehr Aufnahmevolumen vorfinden, das Wasser könnte aus Elbenau besser abfließen", erklärte OB Knoblauch. Aus seiner Sicht ist die Zeit günstig für dieses Projekt: "der Landesbetrieb für Hochwasserschutz muß für seine Deichbaumaßnahmen einiges an Ausgleichsmaßnahmen durchführen, da könnte auch dieses Projekt angerechnet werden". Und fügt hinzu: "Im Gegenzug für die Durchführung der Renaturierung der Alten Elbe könnte der BUND seinen Widerstand gegen die Auslichtung des Umflutkanals aufgeben". Damit wäre dann der Weg für beide Maßnahmen bereitet. Das Vorhaben befindet sich zur Zeit in einer behördeninternen Abstimmung unter anderem mit dem Salzlandkreis und den federführend verantwortlichen Behörden der Stadt Magdeburg. Auch der Bauernverband wird einbezogen. Mitte Februar wird es ein Abstimmungsgespräch mit in diesem Gebiet tätigen Landwirten, den Städten Schönebeck und Magdeburg und einigen Ortsbürgermeistern geben. Elbenau.de wird weiter berichten.
In der Diskussion schlug ein Bürger vor, die Liesekuhle auch zum Aufnehmen des Schlammes zu nutzen. Nach Worten von OB Knoblauch ist das nicht geplant. Und im Sinne der Elbenauer ist auch zu hoffen, daß wenigsten der verbliebene Rest des einst viel größeren Dorfteiches erhalten bleibt. Eigentlich müßte die Liesekuhle vielmehr selbst ausgebaggert und renaturiert werden.
Ein weiterer Punkt, der vor allem Grünewalde betrifft, ist das Kleingartenentwicklungskonzept der Stadt Schönebeck (KEKS). In der Grünewalder Kleingartensparte "Waldesruh" gibt es ein hohes Maß an Leerstand, in einigen Lauben hat es bereits gebrannt. Kleingartenanlagen mit ungenutzten Pachtgärten sind stärker als andere durch die fälligen Pachtzahlungen belastet, da die Pacht dennoch aufzubringen ist. Bei der Erstellung des KEKS wurde versucht, Einvernehmen zwischen den Kleingärtnern und den Besitzern der Grundstücke (teils die Stadt Schönebeck, teils Kirchgemeinden oder private Eigentümer) über das Freimachen und mögliche Nachnutzung größerer zusammenhängender Flächen herzustellen. Flächen, die dann zur Bebauung oder für Streuobstwiesen genutzt werden könnten. Ein Problem wird noch die Beräumung der verwilderten Gärten und der daraufstehenden, verlassenen Lauben sein. Dabei will die Stadt den Kleingartensparten helfen.
Zur Hochwasserschadensbeseitigung gab es seitens der Stadt nicht viel zu melden. In Grünewalde wurde im vergangenen Jahr die Straße am ehemaligen Sportplatz (zwischen Deichstaße und Salzstraße) asphaltiert. In diesem Jahr sollen einige in der Schulzenstraße entstandene Absenkungen beseitigt werden.
Nächster Punkt des Oberbürgermeisters war die Zukunft des alten, nicht genutzten Schulgebäudes. Eigentlich ist dies die "neue Schule" – nur sieht dieses aus den 1970er Jahren stammende Gebäude im aktuellen Zustand viel älter aus als das eigentlich ältere, aber sanierte Schulgebäude der Elbenauer Waldschule. Für das ungenutzte Gebäude bestanden bereits Abrißpläne. Allerdings hatte der Elbenauer Sportverein, der bereits die Turnhalle nutzt, vor einiger Zeit angefragt, Räume in dem Schulgebäude nutzen zu wollen. "Ich habe seitdem nichts wieder davon gehört", sagte OB Knoblauch und bittet darum, daß "der Sportverein in der Sache nochmals kurzfristig auf die Stadt zugehen" solle. Da der Vorsitzende des Sportvereins nicht anwesend war, blieb dieser Punkt vorerst offen. Susanne Brandt sagte zu, diese Frage an den Sportverein weiterzugeben.
Zur Nutzung des Schulgebäudes durch die Waldschule gab es unterschiedliche Aussagen. OB Knoblauch erklärte den Bürgern, daß die Oskar-Kämmer-Schule ursprünglich eine Schule in Schönebeck eröffnen und die Elbenauer Schule bis dahin nur vorübergehend nutzen wollte. Um der Schule entgegenzukommen, hatte die Stadt Schönebeck das Gebäude bisher ohne Mietzahlungen zur Verfügung gestellt. Schulleiter Frank Faust sagte dagegen, daß die Schule eine Miete zahlen würde. "Allerdings ist diese Miete wirklich sehr niedrig, das ist ein sehr großes Entgegenkommen der Stadt", betonte Faust und stimmte mit OB Knoblauch darin überein, daß man über eine Aktualisierung des Mitvertrages sprechen müsse – schließlich gebe es jetzt keine Pläne mehr, mit der Schule nach Schönebeck zu gehen. "Wir hätten die Schule auch bereits kaufen können", sagte Faust, "aber mit der drohenden Belastung durch einen notwendigen Abriß des ungenutzten Schulteils konnten wir das nicht. So reich wird man mit dem Betrieb einer Schule nicht". OB Knoblauch sicherte zu, eine für beide Seiten verträgliche Lösung finden zu wollen. Wenn jetzt Baumaßnahmen fällig werden, dürfe aber auch die Stadt nicht ohne Miete auf den Kosten sitzen bleiben.
Als die Diskussion eröffnet wurde, ergriff Holger Goldschmidt als erster das Wort. Er sprach die immer schmaler werdende KAP-Straße Richtung Randau an. Zum einen gibt es auf dieser (nicht für den öffentlichen Verkehr freigegebenen) Straße einen immer stärkeren Verkehr, zum anderen würde das Gebüsch am Ackerrand den Weg immer weiter überwuchern und müßte dringend freigeschnitten werden, führte Goldschmidt dazu aus. Schönebecks Baudezernent Guido Schmidt erklärte, daß das dann aber wiederum zu noch mehr Verkehr führen könnte. Auch OB Knoblauch verwies darauf, daß es kein öffentlicher Weg und das Freischneiden eigentlich nur dem Bedarf der Landwirtschaft gemäß vorgenommen werden müsse.
In einem weiteren Punkt lobte Goldschmidt Stadt und Landkreis: "bei der Beseitigung von Altreifen an der Steinablage hat die Zusammenarbeit hervorragend funktioniert". In diese Richtung ging auch die Anfrage von Thoralf Winkler, der klargestellt haben wollte, an wen illegale Müllablagerungen gemeldet werden müßten – an die Stadt oder die Kreisreinigung. Der für Ordnung und Sicherheit zuständige Dezernent Joachim Schulke verdeutlichte die Sachlage so: zuständig ist zunächst die Stadt Schönebeck. Das Ordnungsamt untersucht den Fall und beauftragt dann je nach Art des Mülls entweder gleich die Kreisreinigung oder informiert das Umweltamt des Landkreises. "Wenn Sie es uns mitteilen, ist das auf jeden Fall richtig", sagte Schulke und verwies auch auf den seit Anfang Januar betriebenen "Schönebeck-Melder" auf der Schönebecker Internetseite. Dieser ist unter schoenebeck.sagsunseinfach.de/ zu erreichen und enthält neben einer Eingabemaske für eine Beschreibung und die Art der Meldung auch eine Online-Karte, in der der Ort eines Schadens oder einer Müllablagerung auf den Meter genau markiert werden kann.
Einen weitere Frage drehte sich um die Zukunft des Grünewalder Kindergartens. OB Knoblauch erklärte, daß es dazu keinen neuen Stand gebe. Zwar gab es Überlegungen beim Neubau eines Rathauscenters dort auch einen Kindergarten einzuplanen. Allerdings werde dieses Projekt nicht mit Vorrang vorangetrieben. "Es gibt dafür zur Zeit keine ernsthaften Pläne", sagte er. Auch sei die Genehmigung für den jetzigen Kindergarten weiter gültig. "Der einzige Neubau, der derzeit geplant ist, ist der Neubau der Kita Gänsewinkel in Felgeleben", sagte Knoblauch, "und dann ist auch ein ausreichender Bedarf an Kitas vorhanden". Damit sieht die Lage anders als zum Beispiel in Magdeburg aus.
Sabine Bernhardt aus Grünewalde plädierte ausdrücklich für den Erhalt der dortigen Kita. "Warum nutzt man nicht freiwerdende Flächen in der Kleingartensparte?", fragte sie und schlug damit den Bogen zu den vorherigen Ausführungen des Oberbürgermeisters. "Das wäre dann sehr schön für junge Familien in Grünewalde". In seiner Antwort bat OB Knoblauch darum, aus seinen Worten "keinen falschen Zungenschlag herauszuhören". "Ich will mich auch nicht gegen einen Neubau in Grünewalde sperren", sagte er, "nur gibt es gegenwärtig wirklich keinen Bedarf". Außerdem kämen zur Zeit nur 30 Prozent der Kinder aus Grünewalde und der größte Teil aus Schönebeck, für die dann der Weg sogar kürzer wäre. Hinzu fügte er aber auch noch die Information, daß unabhängig von der Stadt die (stadteigene) Wohnungsgesellschaft SWB über den Bau eines Betriebskindergartens in der Schönebecker Altstadt nachgedacht habe.
Herr Manske wollte wissen, ob in Elbenau schnelles Internet gefördert werde. Er sprach einen konkreten Fall in Alt Elbenau an, wo das Internet nur sehr langsam ankomme. OB Knoblauch konnte zwar darauf verweisen, daß die Stadt kontinuierlich an dem Thema arbeite. Aber Elbenau und Grünewalde seien dabei keine Schwerpunkte. Trotz des durch MDDSL vorgenommenen Ausbaus könne es in sehr weit von den Kabelverteilern entfernten Grundstüken sein, daß das Signal nicht gut genug ankomme.
Hartmut Böhmer sprach Baumängel an der Brücke über den Graben auf dem Elbenauer Anger an: dort sind die Platten der Brüstung teilweise locker. Auch Dieter Krause sah ein bauliches Problem, in diesem Fall ein straßenbauliches. Er bemängelte die mangelhafte Ausbesserung von Rissen im Asphalt von Elbenauer und Randauer Straße. Diese wurden mit Teer begossen und dann Sand aufgetragen. "Sogar einen Unfall mit einem Zweirad gab es deswegen schon", sagte er. Baudezernent Schmidt verwies auf den für diese Kreisstraßen zuständigen Salzlandkreis und wird das mit dem Kreis klären.
Mit der Schule hing eine Frage von Schulleiter Frank Faust zusammen. Er wollte wissen, ob man für die Anordnung von Tempo 30 im Bereich der Schule einen neuen Anlauf starten könne. "Wäre das im Interesse der Anwohner? Was kann die Schule dafür tun? Und würde die Stadt das mittragen?" fragte er. Von den anwesenden Elbenauern war Zustimmung zu hören und auch OB Knoblauch sah seitens der Stadt keine Hinderungsgründe. Nach vor kurzem beschlossenen verkehrsgesetzlichen Änderungen sei Tempo 30 an Schulen und Kitas nun einfacher umzusetzen. Baudezernent Guido Schmidt wird dem Kreis sprechen, um das nochmal anzuschieben.
Ein unangenehm riechendes Problem brachte Almut Meyer aus Grünewalde mit. Sie erwähnte unregelmäßig auftretende Geruchsbelästigungen, bei denen es nach schwelendem Plastik rieche. Sie habe das schon dem Umweltamt gemeldet, aber bisher hätten Tests nichts ergeben. Sie war über das weitere Vorgehen etwas ratlos und fragte, um damit nicht allein zu sein, in die Runde, ob auch andere diese Problem kennen würden. Es stellte sich heraus, daß sie nicht die einzige mit dieser Geruchswahrnehmung war und auch andere Grünewalder – und auch Elbenauer – derartige Gerüche bereits festgestellt hatten. Nur konnte niemand etwas zu einer Ursache beitragen. Vermutet wurde die Verbrennung von Abfällen zum Beispiel im Kamin. "Dann würde es aber wahrscheinlich jedesmal anderes riechen", erwiderte Meyer, "aber in dem Fall roch es jedesmal gleich". OB Knoblauch konnte zu dem Problem immerhin beitragen, daß die Stadt schon bei der Hermania nachgefragt hatte, aber dort seien keine Havarien oder ähnliche mögliche Ursachen protokolliert. Er schlug vor, den Landkreis das untersuchen zu lassen. Jedoch könne das – wie beim in der Presse berichteten Fall von Staubablagerungen in Staßfurt – auch ergebnislos enden. Auch Dezernet Schulke konnte nur berichten, daß seine Mitarbeiter selbst nichts feststellen konnten. Er schlug vor, daß alle bei der Wahrnehmung derartiger Gerüche Tag, Uhrzeit und Windrichtung protokollieren sollten. "Daraus können sich dann Anhaltspunkte auf mögliche Verursacher ergeben".
Otto Blässing aus Grünewalde wies auf die Zerstörung oder Zuschüttung des Entwässerungsrohres am Grünewalder Sportplatz hin. "Dort gab es mal ein Rohr unter der Straße", sagte er, "man hätte vor den Arbeiten mal die Anwohner fragen sollen". Künftig werde nach einem Hochwasser das Wasser dort nicht ablaufen können, sagte er. Auch dieser Frage werde sich Dezernent Schmidt annehmen. Eine weitere Frage ging über die Dörfer hinaus: "Wie ist eigentlich der Stand zum Bahnhofstunnel", wollte Otto Blässing noch wissen. Dezernent Schmidt erklärte dazu, daß das Projekt noch offen sein und es jetzt an der Bahn sei, Unterlagen dazu vorzulegen. Dann erst würde sich der Stadtrat damit befassen. Das sei aber eher etwas für die Jahre 2019/20.
Am Ende ging es noch um den gegenwärtig gesperrten Gehweg am Ortsausgang Richtung Plötzky. Baudezernent Schmidt erläuterte den Sachstand: Dort ist die Stützwand für den Gehweg abgerutscht und der Gehweg ein Stück abgesackt. Die Brücke selbst liegt in der Baulast des Kreises und ist auch nicht betroffen. Für Stützwand und Gehweg ist die Stadt zuständig. Die Reparatur ist im Haushalt 2017 nicht berücksichtigt und wird erst im nächsten Jahr gemacht werden.
Trotz der wenigen Themen dauerte die Veranstaltung volle zwei Stunden. Anscheinend sind diese zwei Stunden eine Naturkonstante für derartige Versammlungen: gibt es weniger zu besprechen, wird dies dann eben länger getan. Dennoch gingen die anwesenden Bürger mit einem guten Gefühl nach Hause, aktuelle Themen mit maßgeblichen Vertretern der Stadt besprochen zu haben. Und im nächsten Januar wird es sicher eine Fortsetzung geben.

06.01. Einladung zur Einwohnerversammlung für Elbenau und Grünewalde am 17. Januar

Wie die Stadtverwaltung mitteilte, findet am Dienstag, dem 17. Januar um 18 Uhr im Saal von Gärtners Bistro die nächste Einwohnerversammlung für die beiden Dörfer Elbenau und Grünewalde statt.
Oberbürgermeister Bert Knoblauch und Mitarbeiter der Verwaltung werden über aktuelle Themen informieren und Fragen beantworten. Die Stadtverwaltung bittet die Bürgerinnen und Bürger, ihre Fragen und Hinweise schon jetzt mitzuteilen. Damit soll die Veranstaltung fachlich gezielter vorbereitet werden und vor allem vermieden werden, daß bei einigen Themen auf spätere, schriftliche Antworten verwiesen werden muß.

01.01. Was vom Tier übrig bleibt

Totes Reh
Irgendwo am Wegesrand an der Kapstraße von Elbenau nach Ranies gesehen: die Überreste eines Rehs. Die Decke des Tieres, der Kopf und die Läufe wurden dort liegen gelassen. Das ist, wenn die Decke an Ort und Stelle abgezogen wird, zwar zulässig (und wenige Tage später dürften die Überreste vom Raubwild vertilgt worden sein). Aber dennoch eine Bitte an die Jäger: legt doch die Reste etwas weiter vom Weg entfernt. Zumindest für kleine Kinder, mit denen man dort spazieren geht, ist das kein schöner Anblick.

Impressum  

Stand der Bearbeitung: (siehe Datum der jeweils oben stehenden aktuellsten Einträge)