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Veranstaltungen

Termine für aktuelle und für regelmäßig stattfindende Veranstaltungen in Elbenau finden Sie hier.

Aktuelle Informationen aus Elbenau und Umgebung – 2019

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13.02. Internet soll schneller werden, Funklöcher bleiben

Auf der Einwohnerversammlung wurde unter anderem die Versorgung mit Internet und Mobiltelefon-Netz kritisiert. Vor einigen Tagen teilte die Schönebecker Stadtverwaltung den aktuellen Stand dazu mit.
Der Magdeburger Internetanbieter MDDSL wird Elbenau im Verlauf des Jahres 2019 über Glasfaser anschließen und stellt dann Geschwindigkeiten von 50 bis 100 Mbit/s in Aussicht. Anzumerken ist aus technischer Sicht, dass die Verteilung innerhalb des Dorfes weiterhin über das Telefonkabel erfolgt, so dass die Geschwindigkeit wohl wie bisher von der Entfernung vom Schaltkasten (Ecke Plötzkyer/Elbenauer Straße) abhängen dürfte. Und für die Kunden der Telekom ändert sich dadurch ebenfalls nichts, hier wäre auch dieses Unternehmen aufgefordert, entsprechende Leitungen zu bauen.
Zur Mobilfunkversorgung gaben die Deutsche Telekom (D1-Netz) und Vodafone (D2-Netz) Auskunft über die Netzabdeckung. Die Telekom stellte für Grünewalde bis auf kleine Gebiete am Nordostrand eine „recht gute“ Versorgungsqualität fest, für Elbenau bestätigte sie bestehende Funklöcher. „Es gibt dort durchaus schlecht bzw. nicht versorgte Bereiche. Für diesen Bereich ist aus heutiger Sicht kein Neubau eines Standortes geplant. Eine Erweiterung bestehender Standorte im Umkreis (Pretzien/Plötzky, Randau-Calenberge, Schönebeck) würde aufgrund der Entfernung zu den Ortsteilen (1,6 bis 2,8 km) keine merkliche Verbesserung bringen.“
Vodafone schrieb: „Der Ortsteil Grünewalde wird von uns teilweise mit LTE und fast komplett mit UMTS versorgt. Der Ortsteil Elbenau ist nahezu flächendeckend mit LTE versorgt, wobei es hier Einschränkungen im südlichen Ortsbereich gibt. Der Abschnitt zwischen beiden Orten ist mit GSM und UMTS versorgt. Planungen für einen weiteren Ausbau in diesem Bereich gibt es für den Zeitraum bis 2020 derzeit nicht.“

09.02. Erste Elbenauer Grünkohlwanderung

Kurz vor zehn war der Biergarten vor dem Elbenauer Bistro voller Leute. Insgesamt 55 Wanderer aus Elbenau, Grünewalde und Schönebeck waren gekommen, um an der ersten Elbenauer Grünkohlwanderung teilzunehmen. Die Idee dazu hatte Elbenaus Gastwirt Patric Irmer, der damit eine ursprünglich aus Norddeutschland stammende Idee aufgriff.
Teilnehmer der Ersten Elbenauer Grünkohlwanderung
Die beiden Elbenauer Jens Hildebrandt und Thoralf Winkler machten den Wanderführer. Die Strecke für diese erste Grünkohlwanderung war schnell gefunden: selbstverständlich ging es in die Elbenauer Schweiz, an der Alten Elbe entlang, auf Wegen, die von je her zu Wanderungen einladen.
Elbenauer Grünkohlwanderung
Während die Wanderer losgingen, lud Patric Irmer seinen Hänger voll mit Getränken und fuhr los zur ersten Pausenstation. Bier und Brause, Kaffee und Glühwein, auch der eine oder andere Likör wurde nach den ersten zwei Kilometern gern genommen. Und die Pausen wurden auch dazu genutzt, sich zu unterhalten. Schließlich fanden sich hier Leute zusammen, die sich vielleicht auch nur ab und zu sehen – da kam diese Gelegenheit gerade recht.
Vom breiten Waldweg aus bogen die Wanderer nach dem Überqueren der Alten Elbe links auf einen Trampelpfad ein, der auf einem jahrhundertealten Deich entlang der Alten Elbe führte. Unter den Wanderern waren viele, die sich daran erinnerten, hier früher auch oft langgegangen zu sein. "Auch Rad sind wir hier gefahren", sagte einer. Andere wunderten sich, "daß es diesen Weg immer noch gibt, ich dachte der wäre längst zugewachsen". Einige dagegen kannten diese Gegend überhaupt noch nicht. Deshalb gab es während der Pause von Thoralf Winkler gleich noch ein paar Erklärungen. Zur Alten Elbe, auf der früher, vor dem Bau des Pretziener Wehrs, bis etwa 1870 noch Elbkähne fuhren. Und zur Herkunft der Bezeichnung "Elbenauer Schweiz" für das Gebiet. "Etwa ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts gab es mehr und mehr Industriearbeiter in Schönebeck, und die hatten sonntags frei. In die Schweiz zur Erholung fahren, so wie die reichen Leute, das konnten sie nicht. Und so erklärten sie eben das Gebiet an der Alten Elbe, mit den klaren Wasserläufen und ein paar kleinen Hügeln und Deichen zu ihrer 'Schweiz'. Zu tausenden wanderten oder radelten sie an schönen Frühlings- oder Sommertagen in die Gegend östlich der Elbe".
Elbenauer Grünkohlwanderung
Die Wanderer stellten aber auch fest, wie vernachlässigt, zum Teil auch zugewachsen die schmalen Wege waren. Deshalb kamen einige schon auf die Idee, "laß uns doch einfach mal losgehen und die Wege wenigsten etwas freischneiden". Das und auch die Markierung des Wanderweges werden die Elbenauer sicher mal in die eigenen Hände nehmen. Vielleicht wollen Sie ja mithelfen? Wenn es soweit ist, wird es auf elbenau.de rechtzeitig eine Einladung geben.
Zurück ging es ein Stück auf dem linken Umflutdeich entlang. Dabei konnten die Wanderer anschauen, dass er mit eingerammten Spundwänden soweit gesichert wurde, daß er die nächsten Hochwasser übersteht (elbenau.de berichtete). Anschließend ging es auf einem breiten Waldweg zurück zum Verpflegungsstützpunkt, wo es noch mal Gelegenheit für Getränke – und auch für Gespräche – gab. Durch letzteres dauerten die Pausen länger als gedacht, deshalb ging es ohne weitere Umwege zurück zur Gaststätte. Der Weg hätte die Wanderer sonst noch ein Stück weit Richtung Plötzky geführt.
Im Elbenauer Bistro dampften schon die Schüsseln mit Kartoffeln, Grünkohl, Knackern und Bregenwürsten. Von den zweieinhalb Stunden Wanderung ausgehungert griffen alle reichlich zu. Am Ende gab es noch eine improvisierte Gesangseinlage. Etwa 15 der Wanderer kamen aus den Reihen des Schönebecker Shantychores und während der Wanderung wurden sie gefragt, "Ihr könntet doch nachher ein kleines Ständchen geben?". Kurzentschlossen gab es ein Lied, dessen Refrain auch alle anderen mitsingen konnten: "Auf der Reeperbahn nachts um halb eins". (Dingelingeling!) Ein lustiger Abschluss der Ersten Grünkohlwanderung – und wen man auch fragte, waren sich alle einig, daß dies nicht die letzte gewesen sein sollte.
Hier gibt es ein paar Fotos von der Wanderung.

01.02. Wetterrückblick auf den Januar: erst regnerisch, dann kalt

Rauhreif auf Autoscheibe
Niederschlag:
Summe: 57 mm, darin enthalten: ca. 2,5 cm Schnee
Maxima:
10,8 mm/d am 09.01.
5,1 mm/h am 13.01.
Niederschlagstage: 16 Tage

Temperatur:
max. + 8,4 °C am 05.01.
min. - 6,7 °C am 23.01.
Mittelwert + 1,95 °C

Die erste Hälfte des Januars war noch recht warm, mit Temperaturen, die oft weit über dem Gefrierpunkt lagen. Ab dem 18. Januar wurde es erheblich kälter. Für eine Woche lagen die Temperaturen auch tagsüber unter Null und nachts wurde es unter Hochdruckeinfluss bei klarem Himmel schon empfindlich kalt. Zu dumm nur, dass sich ausgerechnet in der Nacht vom 20. zum 21. Januar eine Inversionsschicht in den Niederungen der Elbe bildete und Nebel die Beobachtung der Mondfinsternis verhinderte. In der einen Woche Kälte bildete sich schon eine dicke Eisschicht auf stehenden Gewässern wie zum Beispiel der Alten Elbe, die auch in der letzten Januarwoche erhalten blieb, als es etwas wärmer wurde. Bei 8 Zentimetern Eisdicke konnte das Eis bereits betreten werden, auch wenn es noch nicht offiziell freigegeben wurde.

Mit 57 Litern je Quadratmeter fiel etwas mehr Niederschlag als im Durchschnitts-Januar. An zwei Tagen kam sogar etwas Schnee herunter, der aber nicht lange liegen blieb. Bei 16 Niederschlagstagen regnete es an jedem zweiten Tag des Monats. Auf den Grundwasserstand wirkte sich der Niederschlag bisher ebensowenig aus wie der höhere Wasserstand der Elbe.

30.01. Ein Wolf in Elbenau?

Peter und der Wolf
Peter öffnete heimlich die Gartenpforte und trat hinaus auf die große grüne Wiese. Da kam der Großvater aus dem Haus. Er war schimpfte, weil Peter die Gartentür offengelassen hatte: "Das ist gefährlich. Wenn nun der Wolf aus dem Wald kommt, was dann?". Der Großvater nahm Peter bei der Hand, machte die Gartentüre fest zu und ging mit ihm ins Haus. Tatsächlich – kaum waren die beiden fort, da kam auch schon der große, graue Wolf aus dem Wald.
Die Geschichte von Peter und dem Wolf kennen sicher viele. Inzwischen könnte diese Geschichte wirklich passieren. Förster Jens Dedow hatte in der Nähe von Elbenau schon öfter einen Wolf in seiner Fotofalle und jetzt berichtete Axel Wengel aus Schönebeck der Volksstimme von der Begegnung mit einem Wolf, mitten in Elbenau. Er war früh um fünf mit dem Auto auf dem Weg nach Magdeburg und kurz hinter dem Ortseingang von Elbenau lief vor ihm der Wolf über die Straße. Der Schönebecker bestätigte gegenüber der Volksstimme seine Sichtung: "Das war eindeutig ein Wolf. Das erkennt man am Kopf. Und der Schwanz ist nach unten gerichtet", sagte er.
Revierförster Jens Dedow ist über die Wiederkehr der Wölfe geteilter Meinung. Einerseits ist es aus Sicht des Naturschutzes gut, andererseits nehmen die Probleme zu, so daß der Mensch irgendwann regulierend eingreifen muß. Gegenüber der Volksstimme sagte er: "Noch ist kein Mensch angegriffen worden. Aber sobald das erste Rotkäppchen gefressen wird, ist das Geschrei groß".
Hier gibt es den kompletten Bericht der Schönebecker Volksstimme.
Peter hatte den Wolf übrigens am Ende gefangen: mit Hilfe seiner Freunde – der Katze und dem kleinen Vogel. Und der Wolf? Der wurde im Triumphzug in den Zoo gebracht. Nur der Großvater war noch immer etwas verärgert, schüttelte den Kopf und sagte: "Aber – wenn Peter den Wolf nun nicht gefangen hätte, was dann?".

29.01. Als Puppendoktor Pille in Elbenau mit Puppen spielte

Puppendoktor Pille
Wohl jeder, der als Kind im Fernsehen den Abendgruß des Sandmännchens schaute, hat sicher nicht nur das Lied des Sandmännchens noch im Ohr ("Wir sehen jetzt den Abendgruß, ehe jedes Kind ins Bettchen muß. Es ist gewiß noch Zeit"), sondern kennt auch noch die Figuren aus dieser Zeit, die jede ihren Sendetermin hatten und auf die man schon wartete. Fuchs und Elster oder Pittiplatsch gehörten als Puppen ebenso dazu wie die echten Menschen Tadeusz Punkt und Puppendoktor Pille.
Was aber hat Frau Puppendoktor Pille mit Elbenau zu tun – außer daß zu Zeiten des DDR-Fernsehens wohl jedes Elbenauer Kind sie kannte? Kürzlich meldete sich die Berliner Journalistin Bärbel Beuchler bei mir und fragte wegen eines Foto des Elbenauer Kinderheims. "Ich habe in meinem Blog Prominentimostblog ein Porträt über Urte Blankenstein (wie Puppendoktor Pille mit richtigem Namen heißt) geschrieben. Sie hat mir berichtet, dass sie gemeinsam mit ihrer Schwester von 1950 bis 1951 Kinderheim in Elbenau untergebracht war".
Grund dafür war, dass ihre alleinstehende Mutter Suselene Blankenstein sich für eine Berufsausbildung als Krankenschwester entschieden hatte und ein Studium an der Medizinischen Fachschule in Magdeburg aufnahm. Für ihre Kinder Elke und Urte brauchte sie in dieser Zeit eine Betreuung. Eine Familie stand dafür nicht zur Verfügung, weil die Mutter im Januar 1945 allein mit den beiden Kindern aus den deutschen Ostgebieten vor dem heranrückenden Krieg geflüchtet war. Die beiden Schwestern kamen deshalb in das Kinderheim nach Elbenau. So etwas war damals und auch später eine ganz normale Sache. In Elbenau blieben die beiden Schwestern für ein Jahr. Im September 1951 kam ihre Schwester in die vierte Klasse, und weil die Dorfschule nur drei Klassen hatte zogen die Kinder um nach Salzelmen, in das dortige Kinderheim.
Dorfteich und Kinderheim Elbenau Spielsaal des Kinderheims Elbenau
Foto: Postkarte des Elbenauer Kinderheims (links), Spielsaal des Kinderheims (rechts)
 
Urte Blankenstein kann sich noch gut an das Elbenauer Kinderheim mit dem Dorfteich davor erinnern. So wie auf der undatierten Postkarte des Kinderheims auf dem linken Foto muß es zu dieser Zeit ausgesehen haben. Und im Spielsaal des Kinderheims im rechten Foto wird wohl auch die kleine Urte mit ihren Puppen gespielt haben.
Elke und Urte Blankenstein, 1951
Vielleicht hat sie sie auch getröstet, wenn ihnen etwas fehlte – und ihnen vielleicht auch damals schon gesagt: "Habt ihr Kummer oder Sorgen, dann schreibt gleich morgen an Frau Puppendoktor Pille mit der großen klugen Brille". Jedenfalls berichtete Urte Blankenstein davon, daß sie eine Puppe mit einem Porzellankopf hatte, durch den ein Riß ging, und daß es neue gestrickte Puppenkleider als Geschenk zu Weihnachten gab. Auch daran, daß sie als Kinder im Winter über den Teich geschlittert sind, erinnert sie sich noch.
 Schlittschuhlaufen auf der Liesekuhle
 Foto auf dem Eis der Liesekuhle: Archivbild, ca. 1940
   
Auf dem nebenstehenden Foto aus dem Jahr 1951 sind die beiden Schwestern Elke und Urte Blankenstein abgebildet. Vielleicht erinnert sich ja noch jemand aus Elbenau oder Schönebeck an die beiden kleinen Mädchen aus dem Elbenauer Kinderheim bzw. später aus dem Kinderheim in Salzelmen? Dann schreiben Sie mir doch mal eine Nachricht an webmaster@elbenau.de.

Die Puppendoktorin aus dem Kinderfernsehen hat sicher jeder noch wie auf dem Foto unten links in Erinnerung. So wie unten rechts sieht sie aus, wenn sie auch heute noch gelegentlich auf der Bühne ihre große kluge Brille aufsetzt. Zu Puppendotor Pille gibt es Informationen auf ihrer Internetseite puppendoktor-pille.de. Den kompletten Beitrag "Wer ist eigentlich Frau Puppendoktor Pille?" von Bärbel Beuchler können Sie hier in ihrem Blog lesen.
Puppendoktor Pille schwarzweiß Puppendoktor Pille heute

Dank an Bärbel Beuchler für die Informationen und an Uwe Tölle für das aktuelle Foto.

27.01. Senior-Landwirt Josef Hofreiter gestorben

Josef Hofreiter kannte in Elbenau jeder, wenn vielleicht nicht dem Namen nach, so doch als "den Bayern". Er kam aus Bayern her, übernahm die ehemalige LPG Elbenau und führte den Landwirtschaftsbetrieb auf ökologischer Basis. Hofreiter war ein Landwirt durch und durch, der die Rolle der Landwirtschaft als Ernährerin des Volkes verinnerlicht hatte. Selbst erlebte ich ihn mal in einer Diskussion, mag sein dass es in einer Einwohnerversammlung in Elbenau war, als es um Ausgleichsflächen für Straßenbaumaßnahmen ging. In seinem bayrischen Akzent sagte er leidenschaftlich "Ihr habt wohl noch keinen Hunger erlebt. Ihr werdet noch sehen, wo das hinführt, wenn Ihr landwirtschaftliche Flächen dafür wegnehmt!". Auch nachdem er seinen Betrieb in jüngere Hände geleg hatte, sah man ihn oft zu Fuß oder auf dem Fahrrad auf den landwirtschaftlichen Wegen die Felder besichtigen. Josef Hofreiter, der in Elbenau viele Veranstaltungen und auch die Sanierung der Glocke finanziell unterstützt hatte, starb am 20. Januar im Alter von 94 Jahren.

26.01. Einladung zum Elbenauer Fasching

Das Elbenauer Bistro lädt am Ende der närrischen Saison am Sonnabend dem 2. März ab 19 Uhr zum Elbenauer Fasching ein. Im Eintrittspreis von 44 Euro sind Essen (kaltes Büffet, Soljanka, Wiener und Kartoffelsalat, Dessert) und alle Getränke von der Getränkekarte des Abends bereits enthalten. Familie Irmer bittet um Vorbestellung (unter Tel. 03928/400902 oder direkt im Bistro) bis zum 17. Februar. Ein Kostüm ist keine Pflicht, wird aber gern gesehen.

26.01. Einladung zur 1. Elbenauer Grünkohlwanderung

Der Grünkohl hat Frost bekommen – es ist an der Zeit, ihn zu kochen und zu verspeisen. Das Elbenauer Bistro lädt deshalb am Sonnabend, dem 9. Februar zur 1. Elbenauer Grünkohlwanderung ein. Start ist 10 Uhr, (Treffpunkt 9:45 Uhr vor dem Bistro). Im Teilnehmerbeitrag von 20 Euro (mitwandernde Kinder oder Enkel erhalten einen Rabatt) sind alle Getränke während der Wanderung und "Grünkohl satt" im Bistro nach der Rückkehr enthalten (die Getränke im Bistro müssen dann wieder bezahlt werden). Patric Irmer vom Elbenauer Bistro bittet um eine Anmeldung bis zum 02.02. direkt im Bistro oder telefonisch (Tel. 03928/400902).
Bei den Getränken während der Wanderung – Bier, Glühwein und Schnaps als auch alkoholfreie Getränke und Kakao – ist an alles gedacht, es kann also eine schöne Familienveranstaltung werden. Das dachte sich auch Jens Hildebrand aus Elbenau, mit dem Gastwirt Patric Irmer über seine Idee sprach. Jens Hildebrandt erklärte sich auch gleich bereit, den Wanderführer zu machen und hat schon etwas über die Route verraten: Die Wanderung wird durch die Elbenauer Schweiz führen, am Biberkopf vorbei, etwa zwei Stunden dauern und zwei Pausen beinhalten, bei denen für Getränke gesorgt wird. Als ich ihn nach ein paar Details zur Route fragte, sagte er "die machen wir am besten gemeinsam, als schreib doch gleich mal: 'Grünkohlwanderung mit Hilde und Thoralf'".
Nach der Wanderung gibt es im Elbenauer Bistro das Grünkohlessen und die Krönung der Grünkohlkönigin und des Grünkohlkönigs.

22.01. Einwohnerversammlung in Elbenau – wenige Einwohner, viele Fragen

So leer wie heute war der Saal des Elbenauer Bistros zur Einwohnerversammlung wohl schon lange nicht. Im ganzen waren es nur 18 Einwohner aus Elbenau und Grünewalde, die den Weg zur einmal jährlich stattfindenden Versammlung fanden. Vielleicht lag es auch daran, daß die Versammlung erst wenige Tage vorher, erst vergangenen Freitag angekündigt wurde. Von einigen Einwohnern war zu erfahren, daß dies zu kurzfristig war, um sich den Termin freizuhalten. Sie wünschen sich für das nächste Mal eine deutlichere und langfristigere Ankündigung. Von der Möglichkeit, vorab Fragen an die Stadtverwaltung zu richten, hatte nur Holger Goldschmidt Gebrauch gemacht, der selbst nicht teilnehmen konnte.
Einwohnerversammlung in Elbenau
Von der Stadtverwaltung waren Oberbürgermeister Bert Knoblauch und Baudezernent Guido Schmidt nach Elbenau gekommen, um Fragen der Elbenauer zu beantworten, sowie Hans-Peter Wannewitz vom Presseamt und Victoria Jäger als Protokollantin. Der OB richtete zunächst seine besten Wünsche für das gerade begonnene Jahr 2019 an die Gäste und freute sich darüber, daß mit dem Ehepaar Irmer ein neuer Betreiber für das Elbenauer Bistro gefunden wurde. "Im vergangenen Jahr mußten wir ja schon überlegen, wo wir uns treffen, wenn Gärtners in den Ruhestand gehen. Schön, daß es die Dorfgaststätte weiter gibt", sagte er.
Zu Beginn der Versammlung blickte Bert Knoblauch auf einige Themen zurück, die für Elbenau und Grünewalde im vergangenen Jahr relevant waren. Ganz vorn stand für ihn das Elbenauer Dorffest zu 725 Jahren Elbenau und 275 Jahre der Elbenauer Kirche. Bereits im Frühjahr 2018 wurde dem Wunsch vieler Elbenauer entsprochen und die zulässige Geschwindigkeit im Bereich der Elbenauer Schule auf 30 km/h begrenzt. "Wir haben in den Folgemonaten wiederholt die gefahrene Geschwindigkeit kontrolliert und festgestellt, daß die 30 km/h immer besser eingehalten wurden", sagte der OB und stellte fest "der Kontrolldruck wirkt sich anscheinend aus". Eine vergleichende Übersicht über die Messergebnisse soll es im März, nach einem Jahr Tempo 30 geben. Auf die Frage einer Einwohnerin, ob man die 30 km/h nicht noch weiter ausdehnen könne, machte Bert Knoblauch keine großen Hoffnungen. Er verwies auf das Dilemma, daß viele Anwohner von Straßen vor ihrer Haustür einen ruhigen Verkehr haben wolle, selbst aber durch andere Orte gern zügig fahren wolle, "und hier haben wir eben auch Durchgangsstraßen".
In Grünewalde wurde vergangenes Jahr die Schiffs-Skulptur auf dem Kreisverkehr aufgestellt. Ein, wie der OB sagte "schönes Kunstwerk", obwohl er, wie er hinzufügte, da auch gegenteilige Meinung kenne. Aber es ist eine Bereicherung und ein schöner Eingang der Stadt, so der OB.

Hochwasserschutz und Alte Elbe
Zwei Themenbereiche, die auch Holger Goldschmitt vorab an die Stadtverwaltung richtete. Zum Thema der Revitalisierung der Alten Elbe gab es eine kurze Zusammenfassung, aber gegenüber dem Stand von September 2018 (elbenau.de berichtete) keinen grundsätzlichen Fortschritt. Es gebe dort Fördermittel für die Erstellung der grundsätzlichen naturschutzrechtlichen Konzeption. Diese werde zur Zeit erarbeitet. Und es laufen auch Gespräche mit den Landwirten des Gebietes.
Von den Hochwasserschutzmaßnahmen des Landesbetriebes für Hochwasserschutz (LHW) waren die beiden Elbe-Deiche von Appelwerder Richtung Randau und von B246A/Abfahrt Ranies nach Grünewalde von Interesse. Für den Deich ab Appelwerder laufen die Planungen des LHW. Mitte 2020 soll Baubeginn sein. Für den Deich zwischen Abfahrt Ranies und Grünewalde gibt es Vermessungsarbeiten und Gespräche zwischen LHW und Stadt, aber noch keine konkreten Planungen. Mit dem Beginn von Bauarbeiten wird für Mitte 2019 gerechnet. Marlies Ekrutt fragte, ob denn im Bereich der Deichstraße die Bäume am Deich gefällt werden müßten, die einer Verbreiterung des Deiches entgegen stünden. Dazu konnte aber nichts konkret gesagt werden, weil es schlicht noch keine Planungen gebe und deshalb auch nichts über Art und Weise einer Deichsanierung berichtet werden könne.

Grünewalder Kleingärten
Ein noch offenes Thema betrifft Grünewalde. Dort ist der teilweise Rückbau der dortigen Kleingartensparte geplant. Jedoch gibt es noch keine Zusage für Fördergelder. "Mit dem Kleingartenentwicklungskonzept haben wir dafür eine Grundlage geschaffen", sagte der OB, "und eigentlich sollte es dafür auch Geld vom Land geben". Er sieht in der Antwort des Landesverwaltungsamtes derzeit aber auch noch kein generelles Nein, man gebe nicht auf und müsse mit dem Amt und vielleicht auch mit dem Umweltministerium noch über Details sprechen. Ziel der Stadt ist, die Kleingartenanlage nach einer Verkleinerung zu erhalten und die Kleingartenvereine von Kosten für den Rückbau aufgegebener Lauben zu entlasten. Übrigens trifft das auch auf die Kleingartensparte Elbenau zu, von der heute nicht die Rede war.
Im Zusammenhang mit den Kleingärten wies Manfred Rapp aus Schönbeck, der in Grünewalde einen Garten hat, auf ein dort bestehendes Problem hin: "Dort gibt es mindestens 50 bis 60 Waschbären. Man kann die selbst mit Fallen fangen und zum Jäger bringen. Aber das kostet dann immer was und wenn man mit den Fallen gesehen wird, dann bekommt man vielleicht noch Probleme mit dem Jagdrecht. Und die Jäger wüßten auch nicht so richtig was mit den Waschbären anzufangen". Eine konkrete Lösung konnte seitens der Stadt nicht gegeben werden. Für das Jagdrecht ist der Landkreis zuständig, und den Jägern seien die bestehenden Möglichkeiten eigentlich bekannt, Pelze von Waschbären abzugeben.

Seit Jahren ein Thema: der Kindergarten Grünewalde
Einwohnerversammlung in Elbenau
Ein weiteres vom OB angesprochenes Thema, über das im Anschluss auch noch diskutiert wurde, war die Zukunft des Kindergartens "Storchennest" in Grünewalde. Dieses Thema gehört auch zu denen, die Holger Goldschmidt vorab als Frage an die Stadt schickte, da er heute nicht selbst teilnehmen konnte. Bekanntlich will die stadteigene Wohnungsbaugesellschaft in der Schillerstraße eine Kindertagesstätte errichten, für die sie die AWO als Mieter vorgesehen hat. Im Gegenzug ist geplant, daß die AWO den Kindergarten in Grünewalde aufgibt und mit Personal und Kindern in die Schillerstraße umzieht.
Nach den Worten des OB gäbe es sogar die Möglichkeit, dass ein anderer Träger einer Kindereinrichtung den Kindergarten in Grünewalde übernimmt. Aber das wäre dann Sache des Trägers.
Baustart für die neue Kita soll Mitte 2019 sein. Wann die Fertigstellung sein wird und ab wann das Kinder-Storchennest leer bleiben soll, darüber konnte der OB noch nichts sagen. Er stellte aber klar, daß die Zukunft des Grünewalder Kindergartens einzig die Sache des Trägers des Kindergartens, also der AWO sei. Nach Aussage der Kommunalaufsicht haben da der Stadtrat und die Stadtverwaltung keine Mitsprachemöglichkeit.

Namensschilder, Ordnung und Sicherheit
Auch einige eher Schönebeck betreffende Themen wurden angesprochen. Manfred Rapp fragte nach dem Namensschild der Ernst-Thälmann-Brücke. Das sei bei der Sanierung Anfang der 1990er Jahre entfernt und dann nicht wieder angebracht worden. Rapp erklärte seine Frage weiter, "angesichts der deutschen Geschichte kann man doch mit diesem Namen kein Problem haben". Nein, ein grundsätzliches Problem sah auch der OB nicht, außer dem finanziellen Problem von Schönebecks klammen Kassen. "Vielleicht spenden Sie eines, dann kann das dort angebracht werden", sagte er und versprach, dieses Thema mitzunehmen.
Auch Marlies Ekrutt hatte eine Frage zu einem Schild, und zwar einem Ortseingangsschild, das auf den Ortsteil Grünewalde hinweist: "Man weiß als Fremder gar nicht, daß man am Kreisel nach Grünewalde hinein fährt". Der OB wird das Thema mitnehmen und versuchen zu klären.
Hartmut Böhmer war der Zustand des Platzes der Glascontainer am Elbenauer Anger ein Dorn im Auge und wollte wissen, wer dafür zuständig sei. Die Feuerwehr, der auch er angehört, habe dort schon ein paar Mal sauber gemacht. Bert Knoblauch waren solche Probleme bereits von anderen Orten bekannt, er wird den Hinweis über den Kreiswirtschaftsbetrieb an die für Glas zuständige Entsorgungsfirma weitergeben.
Michi Maluschke erinnerte daran, daß er bereits vor einem Jahr auf den mangelhaften baulichen Zustand des Gebäudes links neben der Feuerwehr hingewiesen hatte. Die Verwaltung hatte das damals an das Bauordnungsamt des Salzlandkreises weitergegeben. OB Knoblauch merkte an, daß auch die Stadt von dort nie Antworten bekäme. Er wird aber noch mal nachfragen.
Die Verschönerung des Ortes hatte auch Holger Goldschmidt in seiner vorab eingereichten Frage nach dem Kriegerdenkmal an der Kirche im Sinn. Der FDP-Ortsverband würde für eine Bepflanzung des Denkmals eine dreistellige Summe spenden wollen. Wer würde das dann pflegen? Eine solche Spende würde die Stadt gern annehmen, so der OB, der auch berichten konnte, daß sich auch schon Herr Hein angeboten hatte, bei der Pflege des Denkmals zu helfen.
Otto Blässing aus Grünewalde fragte nach der Nachpflanzung von Bäumen, die in Grünewalde in den letzten Jahren verlorengingen, durch den Deichbau oder weil sie eingegangen sind. Solche Nachpflanzungen sollen bereits erfolgt sein.

Wege
Gerald Ohle bemängelte zum wiederholten Mal den Zustand des im Wald neben der Straße von Elbenau nach Grünewalde verlaufenden Radwegs: "Elbenau ist Teil der Stadt Schönebeck und da brauchen wir auch einen vernünftigen Weg dorthin". Dazu konnte OB Bert Knoblauch keine schnelle Lösung anbieten. "Der Weg ist mit dem Rad gut benutzbar", sagte er, und es gebe aktuell keine Planungen für einen Ausbau des Weges. Angesichts der Lage im Landschaftsschutzgebiet sieht er auch Probleme mit einer Asphaltierung. Falls aber das Land bezüglich der Radwege an außerörtlichen Straßen etwas unternehme (anscheinend gab es bereits entsprechende Vermutungen), würde sich auch die Stadt beteiligen.
Thoralf Winkler regte an, mit dem Forstbetrieb über eine Kontrolle der Verkehrssicherheit zu sprechen. Am Radweg gebe es beispielsweise einen Baum, der umzukippen drohe. Außerdem müssten die Sträucher zwischen Radweg und Straße mal wieder beschnitten werden, um im Rahmen der sozialen Kontrolle zur Erhöhung der Sicherheit eine Sichtbeziehung zwischen Weg und Straße herzustellen.
Hartmut Böhmer sprach den Zustand eines weiteren Radweges an, des Weges Richtung Haberlandbrücke. Dieser ist im Bereich des Waldes mit einer dicken und rutschigen Schicht Laub bedeckt. Die Verwaltung gibt das an den Landkreis weiter (die dortige Straße ist eine Kreisstraße).
Auch nach der Reparatur des aktuell gesperrten Gehweges am Ortsausgang von Elbenau Richtung Plötzky fragte Marlies Ekrutt. Das scheint problematischer zu sein als gemeinhin angenommen: der Gehweg liegt in der Zuständigkeit der Stadt und die Brücke in der des Landkreises. Und beide müssen da zusammenkommen und gemeinsam Geld in die Hand nehmen, und Geld haben beide nicht. Man sei aber im Gespräch dazu mit dem Salzlandkreis.
Katharina Scheiner kritisierte den Zustand der Gehwege in der Plötzkyer Straße. Diese bestehen zum großen Teil aus einer gesplitteten Oberfläche. Dezernent Guido Schmidt versprach, den Oberflächenzustand zu verbessern.
Zwei der von Holger Goldschmidt eingereichten Fragen betrafen die Kapstraßen Richtung Randau und Richtung Ranies. An der Richtung Randau müssen nach Leitungsverlegearbeiten Bäume nachgepflanzt werden. Das ist für 2019 vorgesehen. An der Straße Richtung Ranies sollen Risse im Asphalt ausgebessert werden. Das wird sich das Tiefbauamt anschauen.
Die von Goldschmidt ebenfalls hinterfragten Grünanlagen der Elbenauer Straße in Grünewalde können erst erneuert werden, wenn dort die Straßenbeleuchtung erneuert wird.

Gewässer
Manfred Rapp fragte nach alternativen Bademöglichkeiten, angesichts der immer weiter eingeschränkten Zugängen zu Badeseen und dem fehlenden Freibad. "Könnte man nicht an der Alten Elbe eine Stelle so herrichten, daß man dort baden kann?", wollte er wissen. An der Alten Elbe wohl eher nicht, denn seine vorherigen Aussagen zur Alten Elbe bezogen sich auf das inzwischen fast verlandete Stück, so der OB. Aber die Stadtverwaltung und der Stadtrat seien weiter dabei, Lösungen für das Bad-Problem in Schönebeck zu finden.
Herr Lietz aus Elbenau hatte einen Vorschlag für die inzwischen nahezu trockene Liesekuhle. "Jedes Dorf hat seinen Dorfteich", sagte er, "und unser Dorfteich sollte einst im Rahmen der Dorferneuerung gemacht werden". Das ist damals unterblieben, aber jetzt könnte man doch einfach mit einer Planierraupe rein und Schlamm heraus holen. Das wäre nur wenig Aufwand. OB Bert Knoblauch hatte in seiner Antwort die vielen rechtlichen Probleme im Sinn. "Die Umweltbehörde sieht das ganz sicher anders", sagte er und ergänzte, "die Austrocknung betraf letztes Jahr auch viele andere Gewässer. In Schönebeck zum Beispiel die Röthe und den Salinekanal".

Infrastruktur
Marlies Ekrutt fragte unter anderem nach der Zukunft des leer stehenden Schulgebäudes. Der OB sagte dazu, daß dieses für den Abriß vorgesehen sei und man mit dem Träger der Elbenauer Waldschule über einen Kauf des gesamten Geländes spreche. Das sei ohnehin nötig, da das von der Schule genutzte Gebäude immer noch der Stadt gehöre, die es der Schule mietfrei überlasse. "Wir haben auch Eigentümerpflichten zu erfüllen", so der OB, "haben aber keinerlei Einnahmen dafür". Ein Verkauf würde auch die Turnhalle umfassen. Aber auch dann würde sie weiter genutzt werden können, nur hätte die dann einen anderen Eigentümer, mit dem man über die Nutzung verhandeln müsse. Eine weitere Frage von Marlies Ekrutt betraf die Nutzung des ehemaligen Kinderheims Elbenau, das aktuell von der Diakonie genutzt wird, aber schon seit einiger Zeit leer steht. Sie regte an, die Nutzung für altersgerechtes Wohnen zu prüfen.
Herr Haas aus Elbenau sprach das leidige Thema Internet an. "Bis Grünewalde ist schnelles Internet verfügbar", sagte er, "aber hier in Elbenau nicht. Man kann MDDSL nutzen, hat aber immer wieder Aussetzer". Sein Problem: "Home Office geht so nicht". OB Knoblauch verwies darauf, daß MDDSL Förderung für den Ausbau des Netzes bekommen habe und hier der Träger der Internetversorgung sei. Die Stadtwerke würden aber zur Zeit Glasfaser ausbauen, "auch bis in die Ecken, die nicht wirtschaftlich sind", so der OB.
Gerald Ohle erweiterte den Problemkreis auf den Mobilfunk. Gerade in Alt Elbenau und an der Liesekuhle gebe es kaum Empfang. Eine andere Lösung als die Lücken der Mobilfunkabdeckung an Bund und Land zu melden, konnte nicht gegeben werden.

Weitere Fragen hatte eher weniger mit Elbenau und Grünewalde zu tun. Aber selbstverständlich wurden auch Fragen beantwortet, die Schönebeck betreffen. So die Bänke auf dem Markt (bei denen die Lehnen untereinander getauscht werden, so daß die außen stehenden Bänke dann eine Lehne haben und die innen stehenden keine), oder Möglichkeiten für einen IC-Halt in Schönebeck (der anscheinend ohne Aussichten wäre).

18.01. Einladung zur Einwohnerversammlung

Am Dienstag, dem 22. Januar findet um 18:30 Uhr in Elbenau im Bistro Irmer, Plötzkyer Straße 15, die Einwohnerversammlung für Elbenau und Grünewalde statt.
Die Stadtverwaltung teilte dazu mit: "Im Rahmen dieser Veranstaltung werden interessierte Anwohner über aktuelle Themen informiert. Die Verwaltung beantwortet in der Bürgerversammlung überdies nach Möglichkeit allgemeine Fragen für die Ortsteile Elbenau und Grünewalde. Bürgerinnen und Bürger, die teilnehmen möchten, sind aufgerufen, ihre Fragen und Hinweise schon jetzt der Stadtverwaltung mitzuteilen. So kann diese die Veranstaltung fachlich gezielter vorbereiten und manche Detailfrage muss nicht erst den Hinweis auf schriftliche Beantwortung erhalten. Die Fragen und Hinweise sind bitte zu richten an: Stadtverwaltung Schönebeck (Elbe), Amt für Presse und Präsentation, Markt 1, 39218 Schönebeck oder per E-Mail an: Presseamt@schoenebeck-elbe.de sowie auch telefonisch unter 03928/710-123."

12.01. Weihnachtsbaumverbrennen in Elbenau

Weihnachtsbaumverbrennen Weihnachtsbaumverbrennen
Am Elbenauer Platz der Freundschaft loderten heute abend die Flammen hoch. Viele Elbenauer brachten ihre Weihnachtsbäume mit. Glühwein und heißer Apfelsaft mit Amaretto-Likör standen hoch im Kurs. Kein Wunder bei dem Wetter, das eher ungemütlich kühl als winterlich war. Zumindest regnete es am Abend nicht. Grillmeister Thomas grillte im Schein seiner Stirnlampe ganz leckere Würstchen, die einer der Gäste selbst hergestellt und mitgebracht hatte.

10.01. Vortrag über Renaturierung alter Elbarme

Vortrag im Museum
Am Donnerstag hielt Karl-Heinz Jährling, Sachgruppenleiter Morphologie am Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft Sachsen-Anhalt (LHW), im Museum des Salzlandkreises einen Vortrag über die Arbeiten des LHW zur ökologischen Aufwertung und Renaturierung der Landschaft an der Elbe und über die Möglichkeiten, dies auch in Einklang mit dem Hochwasserschutz – und auch mit der Schifffahrt – zu tun. Zur Sprache kamen auch Fragen der Wasserstände und der notwendigen Vernetzung zwischen Elbe und Elbaue, deren Fehlen zur Austrocknung alter Elbarme führt, so wie gegenwärtig auch an der Alten Elbe bei Elbenau. Einen ausführlichen Bericht über die Veranstaltung gibt es hier.

09.01. Viel Wasser – wenig Wasser

Fast auf den Tag genau acht Jahren, im Januar 2011, sah es an der Liesekuhle so aus wie auf dem linken Foto. Das Wasser stand beinahe bis auf die Wiese. Im Januar 2019 zeigt sich an der selben Stelle gähnende Lehre. 2011 war das Jahr, als in vielen Kellern Elbenaus Wasser stand und überall die Pumpen liefen. 2018 war das Jahr mit extremer Trockenheit.
Liesekuhle Liesekuhle
Die seit Monaten, vielmehr schon seit Jahren niedrigen Grundwasserstände zeigen sich auch in den Oberflächengewässern. In Elbenaus Dorfteich, der Liesekuhle, ist nur noch in der Mitte etwas Wasser zu sehen, ansonsten nur schwarzer Schlamm. Die Gräben sind leer, die alten Elbarme, die nicht mehr vom Fluß gespeist werden, trocknen aus. Und trotz des Regens im Dezember ging auch noch über das Jahresende hinweg der Grundwasserstand zurück. Woche für Woche fiel er um einen Zentimeter (im Sommer waren es sogar zwei bis drei Zentimeter pro Woche).
Liesekuhle ohne Wasser
Auch von der Elbe her – die zur Zeit einen Meter mehr Wasser führt als den ganzen Sommer über – ist nicht so bald eine Auffüllung des Grundwasserleiters zu erwarten. Im Kies des ehemaligen Urstromtals der Elbe fließt ein breiter Grundwasserstrom langsam dahin. In gleicher Fließrichtung wie der Fluß – aber mit einer anderen Höhenlage. In Normalzeiten liegt der Wasserspiegel der Elbe tiefer als der des Grundwassers. Nur zu Hochwasserzeiten ändert sich das und nur dann dringt auch Elbwasser in das Grundwasser ein. Den ganzen Sommer über lag der Pegelstand der Elbe bei Werten um 43,50 m üNN. Der Grundwasserspiegel fiel im Lauf des vergangenen Jahres von 45,15 m üNN (Ende April 2018) auf 44,56 m üNN (Anfang Januar 2019). Erst gestern, nachdem vom Oberlauf der Elbe und aus der Saale etwas mehr Wasser herankommt, hat die Höhenlage des Wasserstandes der Elbe überhaupt erst die Höhenlage des Grundwasserspiegels erreicht. Die Grundwasserleiter werden normalerweise durch die Niederschläge in den Wintermonaten aufgefüllt. Wie diese ausfallen, kann aktuell noch nicht gesagt werden. Es dürfte wahrscheinlich noch geraume Zeit dauern, bis der Grundwasserstand wieder normale Werte erreicht.

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